Tore: Nuñez 1:0 (38.), Giallanza 1:1 (66.)

 

Erstmals seit mehreren Jahren war ich wieder einmal bei einem Aarauer Auswärtsspiel im Zürcher Hardturm anwesend; früher war die einzig bedeutende Frage jeweils, wie viele Tore die „Adler“ heute wieder kassieren würden. In der Zwischenzeit hat sich die Ausgangslage jedoch drastisch verändert – und bei einer (durchaus realistischen) Heimniederlage dürfte wohl auch der Ex-Aarau-Trainer Alain Geiger seinen Job bei den Grasshoppers los sein…

 

 

Und die Partie begann tatsächlich im Sinne der Aarauer: Bereits in der achten Minute musste der GC-Spieler Rogerio das Feld wegen einer Tätlichkeit verlassen. Doch die Aarauer konnten die numerische Überzahl kaum zu gefährlichen Chancen nutzen und gerieten kurz vor dem Seitenwechsel sogar noch unglücklich ins Hintertreffen. Nach der Pause agierten die Gäste stark verbessert und durften verdienterweise den Ausgleich durch Giallanza bejubeln. Und als mit Vanetta auch ein eigener Spieler wegen absichtlichem Handspiel vom Platz gestellt wurde, erhielten die „Rüebliländer“ überraschenderweise weiteren Auftrieb, vergaben jedoch alle weiteren Chancen mehr oder weniger kläglich.

 

 

Auch das zweite Grossstadion in „Downtown Zürich“ ist in die Kategorie „aussengewöhnlich“ einzuordnen: Die zweistöckige Haupttribüne mit den Sitzen in allen erdenklichen Farben geht geschlossen in die Hintertorseite über; auch die zweite Hintertorseite ist direkt angebaut, wobei sie sich von Rest des Grounds in ihrer Bauweise unterscheidet und im unteren Bereich sogar über Stehplätze für die Gästefans verfügt. Auf der Gegenseite befindet sich zudem eine allein stehende Sitztribüne, die wiederum in verschiedenen Farbtönen gehalten ist.

 

 

Eine bessere Vorstellung (als die eigene Equipe) lieferten hingegen die zahlreichen Anhänger der Aarauer: Die Mannschaft wurde, mit Ausnahme eines kleines Durchhängers nach dem Rückstand, pausenlos und lautstark mit kreativen Liedern unterstützt. Kaum zu vernehmen waren hingegen die heimischen Supporter, die (wenn überhaupt) nur durch niveaulose Gesänge gegen andere Leute oder Mannschaften auffielen.