Tore: Malenovic 1:0 (8.), Colacino 2:0 (30.), Frrokaj 2:1 (37.), Schultz 3:1 (42.), Ciullo 3:2 (55.)

 

Bis zum letzten Spieltag vor der Winterpause mussten die Anhänger der beiden Aargauer Vereine auf dieses heisse Kantonsderby warten – dementsprechend viel (aussen stehende) „Prominenz“ sollte sich heute beim ersten Nachbarduell im neuen Stadion Niedermatten auf den Rängen einfinden, wie es ein anwesendes Urgestein der Gästefans richtigerweise bemerkte.

 

 

Bereits nach acht Minuten durfte der Badener Schlussmann Patrick Abatangelo erstmals hinter sich greifen, nachdem Malenovic die Gastgeber mit einem technisch brillanten Schuss von der Strafraumgrenze in Führung brachte. Dank den eklatanten Problemen in den beiden Abwehrreihen kamen die Zuschauer bis zum Halbzeitpfiff in den Genuss von drei weiteren Treffern. Kurz nach dem Seitenwechsel vermochte Ciullo für die Gäste zwar nochmals zu verkürzen; dennoch mussten die Badener schlussendlich (wieder einmal) ohne Punkte nach Hause fahren, da sie trotz Feldüberlegenheit in der Schlussphase nichts aus ihren wenigen Chancen machten.

 

 

Auf den Rängen gewannen die Supporter der Gäste erwartungsgemäss dieses ungleiche Duell: Durchgehend wurden die eigenen Spieler lautstark angefeuert, während von den beiden Wohlen-Fanclubs (ausnahmslos bestehend aus Minderjährigen) nur äusserst selten ein „Hopp Wohlen!“ zu hören war. Auch die (hohe) Zuschauerzahl sorgte eher für breites Gelächter: Laut Stadionsprecher sollen sich trotz unzähliger leerer Ränge knapp 1'500 Zuschauer, was einem halbvollen Ground gleichkommt, zu diesem Aargauer Derby zwischen Not und Elend eingefunden haben.

 

 

Der Fussballplatz am nordwestlichen Ende der Stadt Wohlen ist Bestandteil des Grossprojekts “Sportzentrum Niedermatten” (Kosten: 17.7 Millionen Franken), welches erst im vergangenen Sommer realisiert wurde. Der Ground verfügt über eine hübsche Haupttribüne, welche vollständig mit blauen Sitzschalen ausgestattet wurde; zudem verläuft rund das Spielfeld eine (!) grosse Stufe, die (un)sinnigerweise abwechselnd mit Kies und/oder Rasen „bepflanzt“ wurde. Insgesamt macht die Anlage einen überzeugenden, sauberen Eindruck – auch wenn die Ähnlichkeit mit dem Stadion des heutigen Gegners frappant ist.