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Tore:
Baur 0:1 (9.), Martinez 1:1 (20.), Hofmann 2:1 (88.) Vorheriger Teil der Geschichte ist einzusehen bei: FavAC
Taxi 60160 – Ostbahn XI Zum
Abschluss führte die Reise quer durch Wien zum Spitzenspiel zwischen dem
Traditionsverein aus dem Westen der Hauptstadt und dem aufstrebenden
Dorfverein aus Oberösterreich. Beide Teams konnten sich noch berechtigte
Hoffnungen auf die Meisterschale machen; und auch wenn heute noch keine
Entscheidung fallen konnte, ging es um wichtige Punkte…
Angetrieben
vom begeisterten Publikum stürmten die Gastgeber von Beginn weg nach vorne, entblössten dadurch jedoch ihre Defensive, was Baur mit
einer schönen Direktabnahme zum Führungstreffer für Pasching
zu nutzen vermochten. Die Hütteldorfer liessen sich aber kaum beirren und kamen folglich zu
unzähligen Abschlussmöglichkeiten, u.a. einer
dramatischen Dreifach-Chance, wobei die Gäste mit vereinten Kräften (und der
Torumrandung) klären konnten. In der Folge wurde es ein wenig ruhiger im St. Hanappi, bis Martinez Anlauf nahm – aus dreissig Metern hämmerte der Rapidler
die Kugel unhaltbar ins gegnerische Gehäuse. Abartig!
Nach
der Pause nahm das Spielniveau merklich ab; und nachdem die Oberösterreicher
in den ersten Minuten wenigstens noch ansatzweise für Torgefahr sorgen
konnten, verfiel die Begegnung immer mehr in ein miserables Fehlpassfestival.
Als sich die meisten Zuschauer bereits mit einem Remis abgefunden hatten, mobilisierten
die Rapidler nochmals ihre letzten Kraftreserven:
In der Schlussminute kam Lawaree kurz vor dem
gegnerischen Strafraum an den Ball und versuchte sich mit einem
Verzweiflungsschuss – das Leder wurde von einem Paschinger
Verteidiger unglücklich abgelenkt und kullerte langsam (ein Augenblick für
die Ewigkeit…) ins Tor. Das Stadion bebte!
Das Gerhard-Hanappi-Stadion (benannt nach dem gleichnamigen
österreichischen Fussballer) ist ein überdachter All-Seater, wobei jeweils die gegenüberliegenden Tribünen
(mit Ausnahme der Sitzfarbe) identisch sind. Die Ecken des Grounds sind zwar geschlossen, werden aber (vom
Gästesektor abgesehen) nicht benutzt. Herauszuheben ist zudem die
wellenförmige Dachkonstruktion, bei deren Anblick klar wird, wieso eine
ausgebaute Variante des Hanappi-Stadions nie für
die kommende Europameisterschaft zur Debatte gestanden hatte.
Die
heimische Fankurve konnte vollends überzeugen: Zu Beginn wurden zahlreiche Fahnen
in den Clubfahnen geschwenkt und dazu ein Spruchband entrollt („Seht unsere
Fahnen wehn, wir werden immer zu euch stehen“). Im
Verlauf der ersten Hälfte war zudem eine grün-weisse
Schalparade (inkl. You’ll never
walk alone) zu bestaunen; und während der Pause
wurde noch eine geringe Menge an orangefarbenem Rauch gezündet. Während der
gesamten Partie konnte die Lautstärke überzeugen, insbesondere als sich auch
die anderen Tribünen am Support beteiligten.
Erwartungsgemäss
fanden nur wenige Gästefans den Weg in die Hauptstadt, aber die Anwesenden
zeigten eine ansprechende Leistung: Zu Beginn wurden zwei Fackeln (unter
Aufsicht der Polizei) gezündet und nach der Pause gab es ein kleines Doppelhalter-Intro mit dem Schriftzug „Superiors“ (in
Bezug auf den gleichnamigen Fanclub aus Pasching).
Während der Begegnung wurde ebenfalls tapfer gesungen, auch wenn die
Übermacht der Heimkurve erdrückend war. |