Tore: Müller 1:0 (20.), Greco 1:1/2:4 (29./74.), Wagner 2:1 (57:), Yenisen 2:2 (61.), Frank 2:3/2:5 (73./89.)

 

Morgenstund hat Gold im Mund?!“ Naja, auf dem Papier bildete diese morgendliche Begegnung der Oberliga Baden-Württemberg wohl den bisherigen Tiefpunkt meiner Hopping-Karriere – in diesem zeitlich günstigen Spiel trafen die Gastgeber, ihres Zeichens abgeschlagener Letzter mit nur noch theoretischen Chancen auf den Klassenerhalt, auf die insolventen Pforzheimer, welche bereits als Absteiger in die Verbandsliga feststehen und nur noch so genannte „Pflichtfreundschaftsspiele“ bestreiten, die jedoch am Ende der Saison aus der Wertung genommen werden.

 

 

Die Partie war jedoch zu aller Überraschung von Beginn weg interessant: Die Gastgeber eröffneten den Torreigen nach ungefähr 20 Minuten mit einem abgefälschten Freistoss – doch nur zwei Minuten später sorgte der Pforzheimer Greco mit einer herrlichen Einzelleistung für den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel gingen die Weinheimer nach einem haarsträubenden Fehler in der gegnerischen Verteidigung erneut in Führung; bevor sich Frank für den wiederholten Ausgleichstreffer der Gäste verantwortlich zeigte.

 

 

Gegen Ende der Begegnung wurden die Gäste immer stärker und, begünstigt durch zahlreiche Abstimmungs-schwierigkeiten in der Weinheimer Hintermannschaft, führte ein Doppelschlag nach 75 Minuten zur Entscheidung zugunsten der stark aufspielenden Mannschaft des 1. FC Pforzheim. Nach dem fünften Treffer der Gäste machte ich mich kurz vor Spielende auf den Weg zurück zum Bahnhof, von wo aus es mit dem Zug zum zweiten Spiel des Tages nach Stuttgart ging.

 

Erschreckend war die magere Zuschauerzahl – nur 150 Leute hatten sich ins Stadion verirrt; darunter zahlreiche Hopper, einige tapfere Supporter der Gäste (auch wenn sie sich nicht bemerkbar machten) sowie viele Menschen, die einfach nur das Bedürfnis hatten sich mit anderen Artgenossen zu unterhalten und sich somit kaum für die Geschehnisse auf dem Spielfeld interessierten.

 

 

Das Stadion, benannt nach der Fussballlegende (und Weinheimer Ehrenbürger) Sepp Herberger, besticht vor allem durch die grosse Haupttribüne, welche aus zwei Teilen besteht: Während die Tribüne in der Mitte überdacht und mit zehn Holzbankreihen ausgestattet ist, befinden sich gegen aussen nur einige marode Steinstufen – eine totale Baustelle ist auch die (aus wenigen Stehstufen bestehende) Gegenseite: Die beiden Hintertorseiten verfügen über keinen Ausbau, wobei eine Seite sogar komplett gesperrt ist.

 

Gesamtkosten (ab Basel): Fortsetzung bei Stuttgart (A) - Wehen

Bahnticket nach Stuttgart und zurück; auf dem Hinweg via Weinheim (58.45 Euro) /

Eintritt Sitzplatz Erwachsene (regulär: 6 Euro) / eine Bratwurst (2 Euro)