Tore: Vogt 1:0 (38.), Gohouri (66.), D’Elia 3:0 (77.)

 

Das Ziel des heutigen Tages bestand zum grössten Teil darin, einen weiteren Länderpunkt in der Hopping-Karriere zu realisieren. Und so machte ich mich bei regnerischem Wetter auf den Weg ins Fürstentum mit der Gewissheit auch noch auf den Wupperhopper (www.wupperhopper.de.vu) zu treffen, der den Ground in Vaduz auf seinen kleinen Österreich-Schweiz-Tour mitnahm.

 

 

Nachdem ich den Wupperhopper und sein Weib vor dem Stadion getroffen hatte und auch die üblichen Stadionfotos geknipst wurden, durfte zusammen auf der Haupttribüne Platz genommen werden, um diesem Spiel der zweiten Schweizer Liga beizuwohnen. In dieser Partie standen sich die beiden Tabellennachbarn aus Vaduz und Kriens gegenüber, welche beide momentan auf unbedeutenden Tabellenplätzen im Mittefeld der Challenge League liegen.

 

Nach dem Anstoss ergriffen die Gastgeber sofort die Initiative und konnten sich bereits nach wenigen Minuten mehrere gute Chancen erarbeiten, die jedoch nicht genutzt werden konnten. Besonders über die linke Seite konnten die Liechtensteiner wiederholt Druck ausüben – dabei wusste vor allem der wendige Stürmer Vogt zu überzeugen. Er vermochte die Abwehr der Krienser des Öfteren schwindlig zu spielen, ohne jedoch den Angriff abschliessend mit einem Treffer zu krönen.

 

 

Die Gäste aus der Innerschweiz konnten sich nur selten aus der eigenen Hälfte befreien, brachten insgesamt in den ersten 45 Minuten keinen gefährlichen Angriff zu Stande. Auf der anderen Seite wurden die hochkarätigen Chancen immer eklatanter – mehrmals musste der überragende Gästetorhüter Foletti in höchster Not vor den einschussbereiten Vaduzern retten. Nach 38 Minuten lag der Ball dann endlich erstmals im Krienser Tor, nachdem Vogt aus 18 Metern Mass genommen hatte und der Ball via linken Pfosten im gegnerischen Gehäuse einschlug.

 

Auch nach der Pause wurden die spärlich erschienenen Zuschauer durch Vaduzer Einbahnfussball unterhalten – das ständige Auslassen der allerbesten Möglichkeiten zerrte jedoch stark an den Nerven der Liechtensteiner Anhänger. Den Höhepunkt der nervlichen Anspannung bildete wohl die Ausgleichschance der Krienser nach knapp einer Stunde, die nur knapp ausgelassen wurde – es sollte die einzige Torraumaktion der Gäste bleiben.

 

 

Nach 66 Minuten sicherte Gohouri mit einem wuchtigen Kopfball den Sieg für die überlegenen Vaduzer, die nun noch freier aufspielten und Chancen für drei oder mehr Spiele hatten. Der beste Mann der Gäste (Torhüter Foletti) musste jedoch nur noch einmal hinter sich greifen als er vom eingewechselten D’Elia in der 77. Minute mit einem Flachschuss bezwungen wurde.

 

Wenigstens bei den Fangruppen behielten die Gäste aus Kriens klar die Oberhand: Die Innerschweizer Fangruppe reiste mit der respektablen Grösse von 20 Leuten ins Ländle und war immerhin bei gelegentlichen Anfeuerungsrufen wahrzunehmen – auffallend waren auch die zahlreichen Zaunfahnen. Die fünf aktiven Vaduz-Fans können wohl mit dem Ausdruck „Kinderchor“ am besten beschrieben werden. Zahlreiche pubertäre Sprüche waren ihnen wohl wichtiger als die tatkräftige Unterstützung der eigenen Mannschaft. Who cares!

 

Fazit: Einseitige Partie mit unzähligen Chancen in einem kleinen, aber feinen Stadion.