Tore: Fehlanzeige!

 

Bei tropischen Temperaturen ging es zusammen mit zwei Kollegen zur Sonntags-Begegnung der ersten Bundesliga zwischen dem letztjährigen Vizemeister aus Stuttgart und Hertha BSC Berlin. Vor dem Spiel wurde der Stuttgart-Trainer Felix Magath mit dem Preis „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet.

 

 

Beim Einlauf der beiden Mannschaften zeigten die Heimfans ein nettes Intro mit vielen Doppelhaltern und einigen Schwenkfahnen. Auf der anderen Seite präsentierten die Hertha-Fans das Spruchband „Homo-Ehe? Wahre Freunde!“ und antworteten damit auf ein Transparent der Stuttgart-Fans aus dem Jahre 2001, die die Fanfreundschaft zwischen dem eigenen Erzfeind Karlsruher SC und Hertha BSC Berlin als „Homo-Ehe“ bezeichneten.

 

Die Spieler konnten die Aufmerksamkeit der Zuschauer erstmals in der siebten Minute auf sich ziehen, als Zvonimir Soldo nach einer Flanke von Horst Heldt frei zum Kopfball kam -  der Berliner Torhüter Gabor Kiraly konnte mit einer Fussabwehr jedoch den schnellen Rückstand verhindern.

 

 

Wenige Minute später tauchten auch die Hauptstädter erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf; doch auch bei der Doppelchance von Wichniarek blieb der Torhüter siegreich. In der Folge waren kaum mehr Chancen zu bewundern, weil es den Stuttgartern oft an Bewegung und Tempo fehlte und sich die Hertha-Spieler auf ihre Defensive konzentrierten. Erfrischend war in der ersten Halbzeit nur noch die Abkühlung für die Zuschauer in Form eines Wasserschlauches.

 

Die Gäste kamen besser aus der Kabine und hatten nach Wiederanpfiff zwei gute Chancen: Goor und Wichniarek verpassten dabei die Führung für Berlin nur knapp. Danach zogen sich die Herthaner überraschenderweise wieder stark zurück und die Schwaben konnten das Spiel wieder unter Kontrolle bringen, ohne dass dabei zählbare Chancen herausschauten.

 

 

Erst in der Schlussphase erreichte das Spiel wieder Bundesliga-Niveau und dies machte sich auch bei den (Stuttgart-)Fans bemerkbar, die sich nun aktiver zeigten und insgesamt einen ansprechenden Support zeigten. Zehn Minuten vor dem Ende erhitzte der Neo-Berliner Artur Wichniarek die Gemüter, als er nach einem Wortgefecht mit dem Schiedsrichter vom Platz gestellt wurde. Die Stuttgarter drückten in Überzahl auf den Sieg, doch vor allem dank Schlussmann Kiraly konnte Hertha einen Punkt retten.