Tore: Fehlanzeige!

 

Auch die Zugfahrt ins Schwalbenland konnte ohne grössere Vorkommnisse hinter sich gebracht werden – auch wenn man sich bestimmt angenehmeres vorstellen könnte als überfüllte Abteile voller Österreicher. In Stuttgart war der Weg direkt vorgezeichnet: Schliesslich liegt der anvisierte Ground direkt neben dem Gottlieb-Daimler-Stadion, welches von meiner Seite bereits im vergangenen Sommer besucht wurde.

 

 

Der Zuschaueraufmarsch war für „Amateur-Heimspiel“ fast schon erfreulich; am Ende scheiterte man nur knapp an einer vierstelligen Zuschauerzahl. Die Leistung der beiden Mannschaften auf dem Feld rechtfertigte den „Massenauflauf“ an Besuchern jedoch zu keinem Zeitpunkt. Die Gäste aus Taunusstein waren insgesamt noch das bessere zweier schwacher Teams; doch auch sie sorgten nur selten für Torgefahr. Nach 25 Minuten agierte der Wehener Sprecakovic zu eigensinnig, als er aus dreissig Metern aufs gegnerische Gehäuse schoss anstatt den Ball zu seinem freistehenden Mitspieler abzuspielen. Ansonsten erhofften sich die beiden Equipen mehrheitlich über Fernschüsse zum Erfolg zu wollen, was jedoch ziemlich misslang.

 

 

„Die zweite Hälfte kann ja nur besser werden“ – mag sich mancher Zuschauer gedacht haben. Und während sich einige Jugendliche vielmehr für das überraschende Erscheinen von VfB-Stürmer Kuranji interessierten, gab es kurz nach dem Seitenwechsel tatsächlich einige brenzlige Situationen zu betrachten: Zuerst verpasste der Wehener Ben Neticha die sicher geglaubte Führung als er unglückliche eine scharfe Hereingabe verpasste. Und auf der Gegenseite musste sich der Keeper der Gäste erstmals auszeichnen, um einen drohenden Rückstand zu verhindern. In der Folge flaute die Partie wieder merklich ab und so fand das Trauerspiel ein gerechtes Ende.

 

 

In Punkto Stimmung waren die Anhänger der Gäste eindeutig überlegen. Insbesondere in den ersten 45 Minuten waren sie oftmals über längere Zeit lautstark zu hören. Bei den Stuttgartern schien sich hingegen niemand verpflichtet für eine angemessene Atmosphäre zu sorgen, was meine Meinung zum Thema „Zweitvertretungen“ auch nicht wirklich verbessern kann.

 

Steinige Stehstufen soweit das Auge reicht – alle vier Seiten verfügen über eine mehr oder wenigen gleich grosse Anzahl an Stehstufen. Das Robert-Schlienz-Stadion verfügt ausserdem über einen separaten Gästebereich, welcher sich hinter dem Tor befindet. Der Ground ist mit der S-Bahn bequem innert knapp zehn Minuten erreichen (bis zur Haltestelle: Gottlieb-Daimler-Stadion).

 

Gesamtkosten (Weinheim und Stuttgart): 64.75 Euro

Eintritt Stehplatz Erwachsene (regulär: 7 Euro) / eine rote Wurst (2 Euro) / 3dl Spezi (2.30 Euro)