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Tore: Gomis 0:1 (71.) In einem gemächlichen Tempo
bewegte sich die Reise durch die Ortenau in Richtung Strasbourg,
wo die bisher (in der Meisterschaft) sieglosen Gastgeber auf die Grün-Weissen aus Saint-Etienne trafen. Auf dem Papier
eine eindeutige Angelegenheit für den Tabellenvierten
aus dem Süden – und auch Punkto Stimmung durfte einiges erwartet werden.
Entgegen anders lautenden
Behauptungen konnte Strasbourg (wie auch schon in den
vorherigen Partien) mühelos mithalten und sich sogar einige Topchancen
herausspielen. Und genau hier beginnt das Strasbourger
Problem: Chancenauswertung…?! Immerhin standen die
Einheimischen in der Defensive nahezu perfekt, was durch die Tatsache
unterstrichen werden soll, dass die Gäste erst kurz vor dem Seitenwechsel zur
ersten ernstzunehmenden Möglichkeit kamen.
Strasbourg liess
sich auch von der reglementarischen Unterbrechung (namens Halbzeitpause)
nicht bremsen und übte sich weiterhin im Vergeben von hochkarätigen
Torchancen, was folglich am Selbstvertrauen nagte und ASSE eine kleine
Druckphase ermöglichte, die durch einen einfachen Spielzug über rechts zum
(überraschenden) Erfolgserlebnis kamen – Gomis musste
das Leder aus wenigen Metern nur noch über die Linie drücken. Die tapferen
Elsässer warfen nochmals alles nach vorne, doch die verzweifelten
Abschlussversuche entfernten sich immer weiter vom gegnerischen Gehäuse.
Beim Betreten konnte bereits von
einer geilen Atmosphäre geträumt werden: Auf heimischen Seite durfte mit
einer Choreo des gesamten Stadions gerechnet werden
und im grün-weissen Gästeblock wurde bereits fleissig gesungen. Zu Spielbeginn wurde das Stadion in
ein blau-weisses Fahnenmehr verwandelt und im heimischen
Fanblock gleichzeitig „15 Jahre Ultra Boys 90“ zelebriert. Die Gäste zündeten
einige Fackeln, wobei ihnen die RCS-Fans (nach der
Pause) in Nichts nachstanden. Auch die akustische Unterstützung von zwei
nahezu gleich grossen Fanblöcken verlief (auf hohem
Niveau) äusserst ausgeglichen; einzig in der
Schlussphase waren die ASSE-Supporter
verständlicherweise obenauf.
Das Stade
de la Meinau (benannt nach dem gleichnamigen
Stadtteil) ist ein überdachter (Nahezu-)All-Seater
mit zwei Stöcken, wobei die oberen Ränge in roter Farbe gehalten sind und die
Sitzplätze in den unteren Regionen sowie in den Ecken (wo nur ein Oberrang
besteht) blau leuchten. Am Spielfeldrand, vor den Sitzplätzen, befinden sich
zudem die letzten übrig geblieben Stehplätze. Die Gäste werden, typisch für
Frankreich, in einem geschützten Bereich platziert und die Flutlichter sind
interessanterweise direkt im Stadiondach integriert. |