Tore: Murray 1:0 (42.), Roberston 1:1 (62.)

 

(die verregneten Fotos resultieren aus den stürmischen Wetterverhältnissen an diesem Abend)


In der westlich gelegenen Stadt Paisley, einem Vorort von Glasgow, traf heute in einem der zahlreichen Nachholspiele der heimische Verein St. Mirren auf die Gäste von St. Johnstone, die ihren Sitz in der nördlichen Grossstadt Perth haben. Vor nicht allzu langer Zeit trugen die beiden Teams ihre Direktduelle noch auf höherem Niveau (in der Premier League) aus, was zumindest in Sachen Ground- und Supportqualität für den heutigen Abend einiges erhoffen liess.

 

 

Zuerst musste man jedoch erfahren, dass die Partie aus unbekannten Gründen erst eine Viertelstunde später angepfiffen werden würde als zunächst geplant, was gleichbedeutend war mit 15 Minuten längerem Ausharren bei starken Regenschauern, die durch die kräftigen Windböen ungewohnte Richtungen annahmen. Immerhin nutzten die zahlreich angereisten Gästefans die verlängerte Wartezeit, um sich mit ersten Gesangseinlagen auf die Partie einzustimmen.

 

Aufgrund der miserablen Witterungsverhältnisse liessen sich die aufgestellten Spieler auch nicht wirklich zu Höchstleistungen hinreissen: Die Gastgeber fielen nur durch einen, auf dem nassen Terrain sehr gefährlichen Flachschuss auf, der jedoch vom Keeper souverän pariert wurde. Und St. Johnstone hatte in den ersten 30 Minuten nur einen halbherzigen Freistoss direkt auf den Torhüter zu bieten.

 

 

Kurz vor dem Seitenwechsel fiel ziemlich überraschend der erste Treffer der Begegnung: Nach der ungenügenden Abwehr der Gäste zog Murray aus 20 Metern voll durch und traf unhaltbar für den gegnerischen Schlussmann zum 1:0 für St. Mirren. Die Gäste reagierten furios – eine knallharte Direktabnahme nach einem Eckball konnte vom heimischen Keeper mit einem tollen Reflex entschärft werden. Durch den Rückstand waren auch die Gästesupporter ein wenig verstummt, während die Anhänger von St. Mirren zu keinem Zeitpunkt für Stimmung sorgten.

 

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Gäste ihren Sturmlauf auf das Gehäuse von St. Mirren fort: Nach einem schönen Pass in die Tiefe scheiterte der unglücklich agierende Stürmer nur knapp am gegnerischen Schlussmann und wenige Sekunden später lenkte der selbe Keeper einen Weitschuss im letzten Moment an die Latte. Doch nach 62 Minuten durften die Anhänger von St. Johnstone dennoch jubeln:

 

 

Robertson versenkte den Ball in einem weiteren Direktduell mit dem Torhüter eiskalt im Netz. In der Folge flaute die Begegnung wieder ab – die starken Winde machten einen gepflegten Spielablauf teilweise fast unmöglich. Kurz vor dem Spielende hatten die Gäste aus Perth dennoch grosses Glück als Broatfoot seinen aussichtsreichen Kopfball nur an die Torumrandung setzte.

 

Doch erst nach Ablauf der regulären Spielzeit begann die interessanteste Phase der Partie, da St. Johnstone in den beiden letzten Spielen jeweils erst in der Nachspielzeit zum Siegestreffer kam. Die ereignislosen Schlussminuten zeigten jedoch, dass das Sprichwort „Aller guten Dinge sind drei“ nicht immer eintreffen muss – und so blieb es schlussendlich beim gerechten Ergebnis von 1:1, was aber verständlicherweise keiner Mannschaft weiterhelfen wird.