Tore: Kawelashwili 1:0/2:0 (6./45.), Leandro 3:0 (60.)

 

Auf „Drängen“ eines befreundeten Sion-Fans wurde die freie (Schul-)Zeit zu einem neuen Ground genutzt. Da die Gastgeber erst nachträglich in die Challenge League, die zweithöchste Schweizer Spielklasse, integriert wurden, fanden in diesen Wochen einige Nachtragsspiele zu ungewohnten Zeiten statt – dies musste natürlich ausgenutzt werden; insbesondere weil man sich von der aufkeimenden Euphorie im Wallis fantechnisch einiges erhoffen durfte.

 

 

Bereits vor dem Spielbeginn boten die heimischen Supporter einen ersten optischen Leckerbissen, als sie einen Teil des pyrotechnischen Materials abbrannten. Die Anhänger machten sich von der ersten Minute an lautstark bemerkbar, was auch die Spieler anzustacheln schien – die heimische Mannschaft war in den ersten Minuten klar überlegen und vermochte bereits nach fünf Minuten durch Kawelashwili den ersten Treffer zu verbuchen.

 

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Gäste aus dem Norden noch kaum über die Mittellinie gekommen, was sich in den folgenden Minuten jedoch ändern sollte: Innert weniger Minuten vergaben die Angreifer des FC Baden mehrere hochkarätige Chancen, als sie jeweils aus wenigen Metern über oder neben das verwaiste Tor schossen. Nun sollte sich eine alte Fussball-Weisheit bestätigen: „Wer die Tore nicht macht, wird selbst bestraft“. Und so sorgte wiederum der Georgier Kawelashwili mit seinem erfolgreich abgeschlossenen Alleingang zum 2:0 kurz vor dem Seitenwechsel für die vermeintliche Vorentscheidung.

 

 

Die Gäste schienen ihr Pulver bereits verschossen zu haben – in der zweiten Halbzeit spielte nämlich fast nur noch der FC Sion; die Aargauer beschränken sich auf Schadensbegrenzung – immerhin hatten sie noch den Vorsprung aus dem Hinspiel (4:1) zu verteidigen, der trotz der Niederlage zu zwei Bonuspunkten berechtigte. Apropos „Pulver verschiessen“: Auch während der Partie liessen die Heimfans, die ansonsten einige nette Gesänge zu bieten hatten, bei allen (un)passenden Gelegenheiten weiteren Rauch steigen.

 

Nach einer Stunde Spielzeit konnte der Badener Torhüter Abatangelo einen Schuss vom überragenden Kawelashwili nur ungenügend abwehren; Leandro brauchte den Ball nur noch einzuschieben. Die Sittener hatten mit ihrer kämpferischen Leistung alle fünf Punkte an sich gerissen – die Gäste aus dem Aargau, in der Offensive stark ersatzgeschwächt, konnten in der Folge nicht mehr reagieren.

 

 

Ausserdem gibt es noch zwei Dinge zu bemerken: Die Zuschauerzahl ist sehr optimistisch geschätzt, denn ausser dem heimischen Fanblock waren alle Tribünen nur spärlich besetzt. Unter den anwesenden Zuschauern befanden sich auch zwei Gästefans, mit welchen man sich vor dem Spiel noch freundlich unterhielt – ziemlich kultig: Mit ihren zahlreichen Zaunfahnen vermochten die Badener Anhänger die halbe Tribüne zu „tapezieren“. Laut unbestätigten Gerüchten verbrachten sie die ganze Spielzeit mit dem Auf- und Abhängen ihrer Transparente... ;-)

 

Fazit: Ein toller Abend – gute Stimmung, hübsches Stadion und viele nette Leute.