Tore: ??? 1:0/2:0 (27./60.), Ylber 2:1 (64.)

 

Um die Mittagszeit brannte die Sonne unerbittlich auf mein unbedecktes Haupt nieder – und den mühsamen „Abstieg“ nach Sierre hatte ich erst noch vor mir (Achtung: Dramatisierung nicht ausgeschlossen…). Doch meine treue Leserschaft sei hiermit beruhigt: Auch das örtliche Stadion konnte ohne Probleme ausfindig gemacht werden, liegt es doch (unweit des Bahnhofs) direkt an der Bahnlinie. Hier sollte es also steigen – das „kleine“ Walliser Derby zwischen Sierre (Siders) und Viège (Visp)…

 

 

Eine beschämende Zuschauerzahl sollte durch unterhaltsames Rasenschach ausgeglichen werden – aufgrund von unzähligen Fehlpässen und Abstimmungsschwierigkeiten „erspielten“ sich beide Teams mehrere aussichtsreiche Torchancen, doch für den ersten Torjubel (auf Seiten von Sierre) war der afrikanische Angreifer mit einer tollen Einzelleistung über rechts verantwortlich. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit verhinderten zahlreiche Unterbrechungen das Aufkommen eines anschaulichen Spielflusses.

 

 

In Hälfte Zwei konnte die Begegnung wieder merklich an Fahrt aufnehmen und die beiden Schlussmänner bewahrten ihre Teams mehrmals souverän vor möglichen Gegentreffern. Nach einer Stunde erzielte wiederum die „schwarze Perle“ mit seinem zweiten Treffer die vermeintliche Vorentscheidung für die Gastgeber. Visp reagierte postwendend und kam vier Minuten später zum Anschlusstreffer durch einen herrlichen Flugkopfball von Ylber. In einer hektischen Schlussviertelstunde vergaben die Gäste zahlreiche Grosschancen – die Nerven lagen blank, doch die Punkte blieben für einmal in Sierre.

 

 

Das Stadion von Sierre gehört zu den besseren Grounds in der vierthöchsten Spielklasse: Die alte Holztribüne beheimatet sechs Bankreihen in gelber Farbe. Ausserdem verlaufen auf allen vier Seiten jeweils drei Stehstufen (Ausnahme: Eine Hintertorseite ist nur mit zwei Betonelementen bestückt). Die störenden Leichtathletikanlagen befinden sich ausnahmsweise einmal neben dem Fussballplatz, was die Nähe zum Spielfeld jedoch in keiner Weise beeinträchtigt.