Tore:  Opango 0:1 (19.), Wilson 1:1 (26.)

 

Aufgrund der anstehenden WM-Qualifikation ruht der Spielbetrieb in der Super League für die kommenden zwei Wochen. Dies wird von einigen Equipen zu (hoffentlich) leistungsfördernden Freundschaftsspielen genutzt, wodurch auch die beiden „alten“ Rivalen aus Aarau und Luzern wieder einmal aufeinander treffen. Und zum Zweck von positiver Publicity findet die heutige Partie auf dem Sempacher Sportplatz statt, wo der örtliche Drittligist gerade sein 50-jähriges Bestehen feiert.

 



Nach einer ereignislosen Startviertelstunde wurden die Aarauer immer stärker; vor allem über die rechte Seite sorgte der pfeilschnelle Varela immer wieder für Unruhe in der Luzerner Hintermannschaft; auch der Führungstreffer der „Adler“ wurde über den Flügel lanciert – die optimale Hereingabe gelangte zum aufgerückten Opango, der den Ball unhaltbar im gegnerischen Gehäuse versenkte. Und kurz später setzte Giallanza einen schönen Kopfball nur an die Querlatte; im Gegenzug kamen die Luzerner mit ihrem ersten gefährlichen Angriff zum glücklichen Ausgleich durch Wilson.

 

 

In der zweiten Hälfte marschierten auf beiden Seiten viele neue Gesichter auf den Platz, was für das Spielniveau nicht gerade förderlich war. Bei den Aarauern konnte der eingewechselte Bekiri einige Akzente setzen: Zuerst faustete der Luzerner Keeper einen schönen Freistoss des Mazedoniers nur vor die Füsse von Schenker, der jedoch ebenfalls nur die Torumrandung traf. Und wenig später verpasste auch Bekiri selbst eine hochkarätige Chance; auch hier verhinderte das Aluminium den verdienten Aarauer Treffer. Erst in der Schlussphase zeigten sich auch die Luzerner wieder vor dem gegnerischen Tor, doch das junge Aarauer Torhüter-Talent Rudolf konnte alle Angriffe hervorragend abwehren.

 

 

Der Sportplatz im Sempach liegt am gleichnamigen See und verfügt zu meiner Überraschung über eine kleine (überdachte) Stehtribüne, die direkt an das Vereinsheim gebaut wurde – ansonsten besitzt der Ground den üblichen Sportplatz-Inventar (Anzeigetafel, Flutlicht, Trainerhäuschen, etc.). Das Publikum bestand zum grössten Teil aus Sympathisanten der Luzerner; und dennoch glich die Stimmung eher einer Beerdigung als einem Fussballspiel – ein typisches Freundschaftsspiel eben!