Tore: Hasenhüttl 0:1 (34.), Muschinka 1:1 (36.), Laping 2:1 (51.), Tarillon 3:1 (70.)

 

Im Saarbrücker Ludwigspark empfing die Heimmannschaft als Gäste die Amateure von Bayern München zum letzten Spieltag der Regionalliga Süd in der Saison 2002/2003 – die Saarbrücker wollten dabei ihrem Publikum nach der enttäuschenden Rückrunde zum Abschluss ein tolles Fussballfest bieten. Vor dem Anpfiff nebelten die 100 mitgereisten Bayern-Fans das Stadion durch das Abbrennen von pyrotechnischen Artikeln kräftig ein.

 

 

Dagegen waren die ersten 30 Minuten des Spieles überhaupt nicht von attraktiven Szenen geprägt – doch danach ging es Schlag auf Schlag: Nach einer schönen Kombination konnte Bayern-Stürmer Ralph Hasenhüttl den Ball mit einer Direktabnahme im Saarbrücker Tor versenken. Im Gegenzug realisierte Anatoli Muschinka den verdienten Ausgleich. Bis zur Pause ereigneten sich dann keine nennenswerten Aktionen mehr – und so ging es ab zu einer leckeren Bratwurst und einem kühlen Bier (immerhin war es mehr als 30 Grad Celsius warm). Überzeugend waren dabei auch die tiefen Preise.

 

 

Nach der Pause gestaltete sich die Partie weiterhin ausgeglichen; doch man konnte erkennen, dass die Saarbrücker mehr für den Sieg taten als die Gäste aus München – die Hausherren kämpften um jeden Ball und zeigten einige anschauliche Spielzüge. Und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass das Heimteam in der 51. Minute durch Marco Laping zum Führungstreffer kam.

 

Die aktiven Fans im D-Block des Ludwigsparks peitschen ihren FCS jetzt nach vorne und so kam die Mannschaft zu weiteren guten Chancen. Das spielentscheidende 3:1 fiel in der 70. Minute durch eine gelungene Einzelleistung von Björn Tarillon. In der Schluss musste dann noch Bayern-Verteidiger Patrice M’Bock wegen einem Notbremse-Foul mit der roten Karte vom Feld. Der anschliessende Freistoss brachte jedoch nichts mehr ein und so konnte der souveräne Schiedsrichter die ansprechende Partie abpfeifen.

 

 

Schockiert war ich über die tiefe Zuschauerzahl – dass sich an einem schönen Sonntagnachmittag nur 1'000 Zuschauer in den Ludwigspark „verirren“, obwohl der FCS in den vergangenen Monaten insgesamt betrachtet tollen Regionalliga-Fussball zeigte, ist bedenklich und beschämend zugleich. Immerhin lieferten sich die beiden (gleich starken) Fanblocks mit ihrem ständigen Support ein tolles Duell.