Tore: Fehlanzeige!

 

Nach kurzer sportlicher Betätigung wurde der Verkehrsanschluss zum zweiten Ziel des Tages ohne grössere Probleme erreicht. Der Fussballclub in Renens (bei Lausanne), auch in den oberen Schweizer Ligen kein Unbekannter, darf sich momentan in der fünfthöchsten Spielklasse u.a. mit zahlreichen Einwanderer-Vereinen aus Lausanne herumschlagen. Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit dem ehemaligen NLB-Club

 

Zu Beginn schienen die Akteure auf dem rutschigen Untergrund nur mit grosser Mühe das Gleichgewicht halten zu können; mit fortlaufender Spieldauer stellte sich heraus, dass es den beiden Mannschaften noch an ganz anderen Fähigkeiten fehlen würde: Grenzenloser Egoismus, fehlende Übersicht und nicht vorhandene Fähigkeiten im technischen Bereich kamen einer erschreckenden Bankrotterklärung des waadtländischen Regionalfussballs gleich. Dazu passte kurz vor der Pause auch der kläglich verschossene Strafstoss auf Seiten der Gäste.

 

 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielniveau von „inakzeptabel“ auf „sehr bescheiden“. Dank unzähligen Individualfehlern „erspielten“ sich beide Equipen immer wieder hochkarätige Möglichkeiten, die insbesondere im Falle der Gäste aus Lausanne kläglich vergeben wurden, was auch Teile des Publikums an den Rand des Wahnsinns brachte. Das Trauerspiel endete (bei unangenehmen Temperaturen) torlos und mit den gezeigten Leistungen hätten sich beide Teams eine Relegation in eine tiefere Spielklasse redlich verdient.

 

Auch das Stade de Censuy kann seine glorreiche Vergangenheit nicht verschweigen: Insbesondere die grössere Tribüne mit einem knappen Dutzend Holzbankreihen (und wenigen Sitzschalen in oranger und grüner Farbe) erinnert an bessere Zeiten. Auf der Gegenseite verlaufen, geschützt durch einige Bäume, zudem drei grosse Stehstufen. Die beiden Hintertorseiten sind zwar begehbar, verfügen jedoch über keinen Ausbau.