Tore: Friedrich 0:1 (7.), Boffert 0:2 (ET/28.), Banovic 0:3 (36.), Valdez 0:4/0:6 (60./78.), Wegerle 0:5 (70.), Döpfner 1:6 (82.)

 

Es sollte kein gewöhnliches Spiel werden, welches an diesem angenehmen Sonntagmorgen im städtischen Stadion an der Zweibrücker Strasse in Pirmasens ausgetragen wurde. Immerhin war es das allerletzte Spiel im Horeb-Stadion, das nun den Lagerhallen einer ortsansässigen Firma weichen muss. Auch ein würdiger Gegner konnte für diese denkwürdige Partie verpflichtet werden – die Mannschaft von Werder Bremen erklärte sich bereit, nach dem gestrigen Bundesliga-Spiel in Kaiserslautern, nun auch bei diesem Abschiedsspiel aufzulaufen.

 

Der Blick auf die Aufstellungen verriet jedoch, dass die Bremen vor allem mit Jugendspielern antraten; einige Stammspieler verharrten sogar die gesamten 90 Minuten auf der Bank und die aktuellen Nationalspieler im Kader von Werder Bremen waren erst gar nicht mitgereist.

 

 

Die eingesetzten Nachwuchsspieler zeigen sich jedoch von Beginn an hoch motiviert und setzten die Gastgeber von der ersten Minute an unter Druck. Nach zahlreichen Chancen war es dann Manuel Friedrich vorbehalten in der siebten Minute den Werder-Führungstreffer zu erzielen. Kurze Zeit später liess auch „Tony“ Ailton erstmals sein Können aufblitzen, als er den Ball gekonnt an die Querlatte setzte.

 

Erst nach einer Viertelstunde konnten sich die Spieler des FK Pirmasens für längere Zeit aus der eigenen Platzhälfte befreien und kamen so immerhin zu zwei (harmlosen) Torchancen. Danach sorgte jedoch ein Doppelschlag von Banovic für die verdiente 3:0-Pausenführung von Bremen: Der erste Treffer wurde dem Stürmer jedoch irrtümlicherweise zugeschrieben – in Wirklichkeit handelte es sich um ein unglückliches Eigentor vom Pirmasenser Boffert. Umso schöner war dann aber der zweite Treffer des Kroaten, als er den Ball aus 25 Metern trocken im Tor versenkte und dem gegnerischen Torhüter keine Chance liess.

 

 

Nach dem Seitenwechsel standen einige neue Gesichter auf dem Platz – diese Auswechslungen führten auch dazu, dass es in den ersten Minuten nach der Pause keine zwingenden Torchancen zu bestaunen gab. Danach folgte aber eine interessante und abwechslungsreiche Schlussphase – gleichzeitig die letzten 30 Minute im altehrwürdigen Stadion am Horeb.

 

Nach 62 Minuten konnte Nelson Valdez den Abpraller eines vorausgegangen Lattenschusses ohne Probleme zum 4:0 verwerten. Doch trotz des uneinholbaren Rückstandes kämpften die Pirmasenser tapfer weiter und erspielten sich einige gefährliche Konterchancen – der Bremer Schlussmann Borel konnte seinen Kasten jedoch vorerst rein halten. Die Gäste liessen sich jedoch auch von dieser Pirmasenser Schlussoffensive nicht aus der Ruhe bringen und durften noch zwei weitere Treffer bejubeln (von Valdez und Wegerle).

 

 

Das allerletzte Tor im Stadion an der Zweibrücker Strasse verbuchte jedoch ein Einheimischer: Nach schöner Freistossvorlage war Jörg Döpfner mit dem Kopf zur Stelle, markierte den 1:6-Schlussstand und sicherte sich somit einen festen Platz in den örtlichen Geschichtsbüchern.

 

Die Begeisterung unter den Zuschauern hielt sich insgesamt in Grenzen: Nach den schwachen Spielen des FK Pirmasens in den vergangenen Wochen, wollten nur ungefähr 1000 Zuschauer dem baufälligen Stadion einen würdigen Abschied bereiten. Die Heimfans zeigten zwar viele ihrer tollen Zaunfahnen, akustisch war jedoch überhaupt nichts zu hören. Auf Bremer Seite sorgten drei unermüdliche Fans für lustigen Dauersupport; ausserdem warn noch viele weitere „grün-weisse“ Fans im Stadion anzutreffen, die den Weg nach Pirmasens gefunden hatten.