Tore: Tonn 1:0 (45.), Blum 1:1 (60.), Berisha 1:2 (87.)

 

Am „Tag der Arbeit“ widmete ich mich mangels Alternativen des oftmals vernachlässigten Regionalhopping, wobei es aufgrund meiner bisherigen Ignoranz noch zahlreiche sehenswerte Grounds zu erkunden gab. In Olten wurde zwar nicht im bekannten Leichtathletikstadion gespielt, wie ich kurz vor Reisebeginn erfahren durfte, aber auch der angrenzende Sportplatz, welcher in der laufenden Spielzeit als Austragungsort der ersten Mannschaft gilt, ist durch die alte Holztribüne ein überdurchschnittlicher Spielort.

 

 

Nach einer anfänglichen Überlegenheit hatten die Gastgeber in der Mitte der ersten Spielhälfte einige gefährliche Situationen zu überstehen, für welche sich jeweils der eigene Schlussmann verantwortlich zeigte: Mehrmals konnte er einen harmlosen Ball festhalten – und wenig lenkte er das runde Leder fast noch in den eigenen Kasten. Dennoch gingen die Oltener mit grossen Vorteilen in die Kabine: Kurz vor dem Halbzeitpfiff schloss Tonn nämlich einen mustergültigen Konter zum Führungstreffer für die Gastgeber ab.

 

 

Auch in der zweiten Hälfte genossen herausgespielte Torchancen Seltenheitswert – aber immerhin überzeugten die beiden Equipen durch eine eindrückliche Chancenauswertung: Die Gäste kamen, wie die Oltener in der ersten Hälfte, durch die erste nennenswerte Torchance im gesamten Spiel zum inzwischen verdienten Ausgleich durch Blum. Und auch die nächste (und zugleich letzte) gefährliche Aktion führte zu einem Tor, als Berisha nach 87 Minuten per Kopf den glücklichen Siegestreffer für Sursee markierte. In der Folge gab es für die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber gegen die massierte Abwehr der Gäste kein Durchkommen mehr, wodurch der unnötige Punkteverlust besiegelt war.

 

Auch wenn es vermessen wäre in der vierthöchsten Schweizer Spielklasse irgendeine Art von Support zu erwarten, vermochte immerhin die (optimistisch geschätzte) Zuschauerzahl (von 250 Personen) zu überzeugen, welche ansonsten eher in den übergeordneten Ligen vorzufinden ist.

 

 

Der Ground gehört sicherlich zu den interessanteren Spielorten der zweiten Liga, vermag jedoch höheren Ansprüchen kaum zu genügen. Die sechs Sitzbankreihen der charmanten Holztribüne in den Clubfarben blau und weiss sind von einer dicken Dreckschicht überzogen, als wäre die Tribüne bereits seit Jahren nicht mehr benutzt worden. Die übrigen Seiten besitzen (erwartungsgemäss) keinen besonderen Ausbau – und im Bereich der Trainerhäuschen ist der Raum sogar so knapp bemessen, dass ein Umrunden des Grounds ziemlich erschwert. Die Sportanlage Kleinholz ist in der ganzen Stadt vorbildlich ausgeschildert und zu Fuss (vom Stadtzentrum/Bahnhof) innert 15 Minuten zu erreichen.

 

Gesamtkosten (ab Basel): 5.50 Franken (= ca. 3.50 Euro)

Diverse Zugtickets ausserdem des regionalen Einzugsbereiches (5.50 Franken)

Eintrittspreise waren ebenso wenig vorhanden wie passende Verpflegungsmöglichkeiten.