Tore: Gauch 1:0/2:0 (45./64.), Lapidakis 3:0 (74.)

 

Die zweite Partie des Tages vermochte in mehrfacher Hinsicht zu begeistern: Neben der aussergewöhnlichen Anspielzeit entzückte insbesondere die Tatsache, dass der Verbandsliga-Aufsteiger aus dem Ludwigshafener Vorort Oggersheim, obwohl nicht gerade als überragendes Zuschauermagnet bekannt, den grossen Schritt ins noch grössere Südweststadion wagte. Endlich wieder Pflichtspiele in einem der atemberaubensten Fussballbauwerke der Republik…

 

 

Der herrliche Ausblick schien bei den Akteuren auf dem Spielfeld vorerst nur Lähmungserscheinungen hervorzurufen – unzählige Fehlpässe und andere Missverständnisse prägten die enttäuschende Startphase. Nach einer halben Stunde wurden die Torchancen auf beiden Seiten immer hochkarätiger – praktisch mit dem Pausenpfiff konnte Gauch die Einheimischen mit einem eiskalten Abschluss in Front schiessen.

 

Auf eine Reaktion des letztjährigen Tabellendritten aus Hauenstein wartete man nach der Pause vergeblich; die Wasgauer ergaben sich kampflos ihrem Schicksal und kassierten in der Folge noch zwei weitere Treffer: Zuerst durfte sich Gauch, dank einer desolaten Leistung der Gästeabwehr, einen zweiten Treffer gutschreiben lassen; wenige Minuten später konnte Captain Lapidakis per Elfmeter den Endstand von 3:0 fixieren.

 

 

Auch wenn die Stimmung fast ausschliesslich vom aktiven Stadionsprecher inszeniert wurde, sorgten zahlreiche Zuschauer mit ihren Anfeuerungsrufen für eine ungewohnte Geräuschkulisse. Insgesamt war der gesamte „Event“ (zu) professionell organisiert, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei nur um ein durchschnittliches Spiel der vierthöchsten Spielklasse handelte. Auch die angegebene Zuschauerzahl ist weit von der Realität entfernt…

 

 

Das altehrwürdige Südweststadion lässt Groundhopping-Herzen höher schlagen: Die überdachte Sitzplatztribüne wird umrahmt von weiteren (ungedeckten) Sitzmöglichkeiten in Form von weissen und braunen Bankreihen; auch die Gegenseite besteht ausschliesslich aus braunen Holzbänken der einfachen Art. Die beiden Kurven des Stadions sind ausnahmslos mit alten, brüchigen Stehstufen (sowie vereinzelten Wellenbrechern) versehen.