Tore: Lindner 0:1/0:3 (18./48.), Radojevic 0:2 (43.)

 

Während die meisten Menschen den Begriff „Fussball“ momentan mit der Euro 2004 in Portugal in Verbindung bringen, plagen sich zahlreiche Amateurspieler mit ihren spannenden Relegationsspielen herum. Das süddeutsche Duell zwischen Offenburg (Südbaden) und Heidenheim (Württemberg) war jedoch nicht nur aus spielerischen Standpunkten attraktiv – es durfte auch ein nettes Stadion sowie ein überdurchschnittliches Zuschaueraufkommen erwartet werden.

 

 

Die Gäste aus Heidenheim waren zu Beginn eindeutig die spielbestimmende Mannschaft und verleiteten die Offenburger durch ihr aggressives, temporeiches Spiel zu vielen Abspielfehlern; dennoch gehörte die erste Grosschance den Gastgebern: Nach einer schönen Einzelleistung traf Cybard aus kurzer Distanz jedoch nur den Querbalken. Im direkten Gegenzug markierte Lindner den wichtigen Auswärtstreffer für den Heidenheimer Sportbund, nachdem einige Abwehrspieler des OFV mit dem schnellen Spiel der Gäste zum wiederholten Male überfordert waren.

 

 

Das Unheil für die Badener nahm auch im weiteren Spielverlauf seinen Lauf. Trotz einer durchschnittlichen Leistung hatten die Gäste das Spiel jederzeit unter Kontrolle und kamen kurz vor dem Seitenwechsel zum zweiten Treffer, als Radojevic einen Freistoss aus 30 Metern in der Torwartecke unterbrachte. In der 48. Minute besiegelte ein kurioses Billard-Tor das endgültige Schicksal der Offenburger, die wohl eine weitere Saison in der Verbandsliga planen dürfen. In der Folge hatten die Gastgeber (begünstigt durch die defensive Spielweise der Heidenheimer) einige erfolgsversprechende Torchancen, die jedoch symptomatisch für eine der schlechtesten Saisonleistungen der Offenburger jeweils kläglich vergeben wurden.

 

 

Die guten Leistungen der Gastgeber in der abgelaufenen Spielzeit liessen in der Ortenau tatsächlich eine kleine Fanszene entstehen, die heute zumindest in der ersten Hälfte einen tollen Support ablieferte und auch mehrmals Rauch zündete, was jedoch eher willkürlich geschieht – die Offenburger scheinen bei diesem wichtigen Spiel zudem die Unterstützung von Leuten aus Villingen, Herbolzheim und Ulm erhalten haben. Die Gäste machten vor allem durch mehrere Schwenkfahnen in den Clubfarben und gelegentliche Trommeleinlagen auf sich aufmerksam; ausserdem zeigte man sich auch hier mehrmals in kleinerem Rahmen pyrotechnisch aktiv.

 

Das Karl-Heitz-Stadion, benannt nach dem früheren Bürgermeister der Stadt, ist ein Schmuckstück auf Verbandsliga-Ebene: Insbesondere die überdachte Sitzplatztribüne, welche erst vor wenigen Jahren renoviert wurde, vermag mit der roten Bestuhlung zu überzeugen. Ansonsten verlaufen zwölf durchgehende Stehstufen rund um den Fussballplatz, was zu einer Kapazität von ungefähr 15'000 Besuchern führt – eine Zahl, die jedoch auch in den kommenden Monaten (und Jahren) reine Utopie bleiben wird.

 

Gesamtkosten (ab Basel): 39.00 Euro

Bahnticket nach Offenburg und zurück (39 Euro) / Eintritt Erwachsene (regulär: 5 Euro)

Nahrungsaufnahme durch frühzeitigen Ausverkauft des Angebots verhindert! ;-)