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Tore: Dufer 0:1 (50.), Jovicic
0:2 (80.) Es war einmal ein äusserst
erfolgreicher Verein aus dem elsässischen Mulhouse,
der die obersten Ligen des französischen Profifussballs ordentlich
aufmischte. Inzwischen sind einige Jahre vergangen – und der örtliche
Fussballclub kickt sich durch die Niederungen der CFA2 (fünfthöchste
Spielklasse). Selbstverständlich ist bei dieser Konstellation das
bevorstehende Pokalspiel gegen den Erstligisten aus Caen zweifelsfrei das „Spiel
das Jahres“.
Dementsprechend motiviert gingen
die Gastgeber auch in diese Begegnung – spielerische Defizite machten die Elsässer
durch ihre kämpferische Einstellung gepaart mit einer schnellen
Angriffsauslösung mühelos wieder wett. Ihre stärkste Phase verzeichneten die
Einheimischen kurz vor und nach dem Seitenwechsel, wo sie unzählige
Grosschancen fahrlässig vergaben. Inmitten dieser Druckperiode folgte aus dem
Nichts heraus der unverdiente Führungstreffer für die favorisierten Gäste aus
Caen; auf der Gegenseite scheiterten die Gastgeber weitere Male nur äusserst
knapp – und die (viel zitierte) Effizienz sicherte den Nordfranzosen kurz vor
dem Abpfiff den endgültigen Einzug ins Sechzehntelfinale. C’est
dommage, Mulhouse hätte
sich ein Weiterkommen mit einer couragierten Leistung bedeutend mehr
verdient.
Zu Beginn zeigten die heimischen
Supporter eine kleine Choreografie mit einem
grossen Vereinslogo umrahmt von blauweissen Bändern und einem Spruchband ("Quoi qu'il arrive
ne regrettons rien!").
Auch während der Partie zeigten sich die Anhänger von ihrer besten Seite – neben
den ständigen Gesängen wurde es auch bei strittigen Entscheidungen auf dem
Rasen (begünstigt durch die tolle Akustik der Gegentribüne) äusserst laut.
Das kleine Grüppchen der Gästefans war dementsprechend nur selten zu
vernehmen; kurioserweise mehrheitlich in der ersten Hälfte – und nicht einmal
bei den beiden Toren…
Die glorreiche Vergangenheit des
Vereins hatte auch seine Auswirkungen auf das Stadion, welches für den
momentanen Gebrauch deutlich überdimensioniert ist. Rund um das Spielfeld
(und die angrenzende Leichtathletikbahn) verlaufen acht Stehstufen, die in
einzelne Sektoren unterteilt sind und auf einer Längsseite durch die
Haupttribüne (mit gelben und braunen Sitzen) unterbrochen werden. Am
Imposantesten ist zweifelsohne die riesige Gegentribüne, welche über den
Stehrängen thront und (ebenso wir die Haupttribüne) über ein schmuckes
Holzdach in Wellenform verfügt. |