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Tore: Gugliuzzo 1:0/2:0 (44./96.) Zum Abschluss eines
ereignisreichen Wochenendes wurde die kleine Stadt Martigny
im Unterwallis beehrt; auch hier wären zur erfolgreichen Operation „Stadionsuche“
keine jahrelangen Erfahrungen nötig gewesen, doch die (nicht enden wollende) Nachspielzeit
in Sierre und der daraus resultierende Zeitdruck
sorgten immerhin für ein wenig Nervenkitzel in der ruhigen Schweiz – doch pünktlich
mit den ersten Knallfröschen (gleichbedeutend mit dem Einmarsch der Gladiatoren),
die durch die heimischen Anhänger gezündet wurden, konnte der nette Ground betreten werden.
Die Gastgeber besassen in der Startphase eindeutig die grösseren Spielanteile, doch die egoistische Spielweise
der Akteure liess alle Bemühungen ohne zählbaren
Erfolg verstreichen. Die Gäste aus der Genfer Agglomeration hatten mit
Ausnahme einer kurzen Druckphase in der Mitte der ersten Hälfte nichts zu
bieten. Und Martigny sah seinen Egoismus kurz vor
dem Wechsel doch noch belohnt: Gugoiuzzo traf nach
einem sehenswerten Solo ins weite Eck zur verdienten Führung für die
Einheimischen.
Erst wenige Minuten waren in der
zweiten Halbzeit vergangen, als Martigny eine
mögliche Vorentscheidung mit einem satten Schuss an den Aussenpfosten
nur knapp verpasste. In der Folge bauten beide Equipen markant ab; fortan dominierten
zahlreiche Verletzungspausen, welche die Nachspielzeit schlussendlich auf
acht Minuten anschwellen liess. Indes sorgte erneut
Gugliuzzo mit einem Kontertor in der 96. Minute für
die endgültige Entscheidung (und einen verdienten Sieg) der Walliser.
Erstaunlicherweise können sich
die Spieler in Martigny auch auf aktive
Unterstützung von den Rängen verlassen: Eine kleine Jugendgruppe sorgt unter
dem Namen „Inferno Grenats Martigny“
mit laufenden Anfeuerungsrufen, einigen Schwenkfahnen und dem (bereits
erwähnten) Abfeuern von kleinen Knallkörpern für eine überdurchschnittliche
Atmosphäre. Das örtliche Stadion verfügt
über eine überdachte Tribüne (mit grünen Sitzschalen), die auf der rechten
Seite an weitere Infrastrukturgebäude des Vereins anschliesst.
Auf der Gegenseite verlaufen, leicht erhöht, zwei grössere
Stufen, welche farblich hervorragend zur davor liegenden Leichtathletikbahn
passen. Die beiden ebenerdigen Hintertorseiten verfügen über keinen Ausbau. |