Tore: 17. Schwegler 0:1 (17.), Gane 0:2 (22.), Nunez 0:3/0:4 (34./49.)

 

Obwohl der gestrige Tag aus emotionaler Sicht kaum noch zu übertreffen war, erhoffte man sich vom Duell des ambitionierten Aufstiegsaspiranten aus Luzern und des angeschlagenen Schweizer Meisters aus Zürich einiges. Eine mögliche Pokal-Sensation lag unter den gegebenen Voraussetzungen also durchaus im Bereich des Möglichen. Ausserdem konnte durch diesen Cup-Schlager mit dem Stadion Allmend ein weiterer Schweizer Pflichtground abgehakt werden.

 

 

Das Spiel vermochte leider insofern zu enttäuschen, dass die Grasshoppers von Beginn weg in allen Bereichen eine unerwartete Überlegenheit an den Tag legten, wodurch es der Begegnung an jeglicher Spannung fehlte. Bereits nach fünf Minuten ermöglichte ein Lapsus des FCL-Keepers Hilfiker den Zürchern eine aussichtsreiche Chance zur Führung, die jedoch von der rumänischen Neuverpflichtung Gane vergeben wurde.

 

Auch in der Folge offenbarte die Luzerner Hintermannschaft grosse Schwächen, was die Hoppers erstmals in der 17. Minute zu nutzen vermochte als Schwegler freistehend zum 0:1 einnicken konnte. Und 20 Minuten später war die Partie bereits entschieden: Die beiden aufgestellten Sturmspitzen Gane und Nuñez konnte ihre Freiheiten gut nutzen und jeweils einen Treffer buchen. Die Luzerner kamen ihrerseits kaum in den gegnerischen Straumraum; und wenn es doch brenzlig wurde, war der Zürcher Schlussmann Borer immer auf dem Posten.

 

 

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte Nuñez mit seinem zweiten Treffer am heutigen Nachmittag für die endgültige Demontage der Gastgeber, die zu keinen Zeitpunkt in der Lage waren, die nötige Reaktion zu zeigen. Wenige Minuten später verhinderte Goalie Hilfiker, der mit fortlaufender Dauer des Spiels zum besten Luzerner Spieler avancierte, einen dritten Treffer von Nuñez. Ausserdem traf Lichtsteiner in der 65. Minute aus kurzer Distanz nur die Torumrandung.

 

Auch die zahlreiche Auswechslungen auf Zürcher Seite und der damit verbundene Einsatz der zweiten Garnitur vermochte den Sieg des amtierenden Meisters in keiner Weise zu gefährden. Im Gegenteil: Auch die jungen Wilden der Grasshoppers erarbeiteten sich einige gefährliche Chancen, die jedoch immer vom entfesselt aufspielenden Torhüter Hilfiker pariert wurden. Und wie im später veröffentlichten Matchbericht der Zürcher zu lesen war, „erwiesen sich die Luzerner in keiner Phase des Spiels als ein zu fürchtender Gegner“.

 

 

Wenigstens beim Support konnten sich die Luzerner, zumindest zu Beginn des Spiels, Bestnoten erarbeiten – danach flaute die Stimmung durch den baldigen Rückstand verständlicherweise immer mehr ab. Die mitgereisten Supporter aus Zürich machten vor allem vor Spielbeginn mit einer grösseren Pyro-Aktion von sich reden, die sehr schön anzusehen war. Während der Partie waren sie stimmungsmässig jedoch weniger präsent.

 

Fazit: Einseitige Begegnung mit vielen Strafraumszenen und guter Atmosphäre.