Tore: Ponte 1:0 (11.), Neuville 2:0 (22.), Franca 3:0 (31.)

 

Im Rahmen der Saisoneröffnung von Bayer 04 Leverkusen fand in der BayArena das Testspiel gegen den französischen Verein von Girondins Bordeaux statt. Entgegen den ersten Erwartungen zog das Spiel mehr Leute an als erwartet und so stand ich eine Stunde vor Beginn des Spiels plötzlich ohne Ticket vor den ausverkauften Kassen der BayArena. Dies lag auch daran, dass alle Dauerkartenbesitzer freien Eintritt hatten und ausserdem viele Tickets an regionale Sportvereine abgegeben wurden. Und genau dank einem solchen Sportverein kam auch ich doch noch zu meinem Spiel: Die Leute des TV Oberhunden 1907 e.V. schenkten mir eines ihrer überflüssigen Tickets – vielen Dank nochmals an dieser Stelle!

 

 

Das Spiel gestaltete sich dann leider viel langweiliger als die vorausgegangene Ticketsuche: Die Werkself aus Leverkusen hatte das Spiel von Beginn an unter Kontrolle und konnte sich einige gute Chancen erarbeiten. Und so war es auch nicht weiter überraschend, dass die Leverkusener nach einem schönen Angriff über die Flügel zum Führungstreffer kamen – der Rückkehrer Robson Ponte brauchte in der 11. Minute nur noch einzuschieben.

 

 Doch auch dieser Gegentreffer schien die Spieler des französischen Erstligisten aus Bordeaux nicht aus dem kollektiven Schlaf zu wecken – das Heimteam konnte zur Begeisterung der vielen Fans, welche sich jedoch nur selten lautstark bemerkbar machten, frei aufspielen und verbuchte durch Neuville (22. Minute) und Franca (31.) zwei weitere Treffer.

 

 

Unglaublich, aber wahr: Die Partie war bereits nach einer halben Stunde entschieden, weil „die erste Hälfte sicher die beste der ganzen Vorbereitung von Bayer 04 war“ (Zitat von Augenthaler) und Bordeaux sich auch nicht gegen die drohende Niederlage wehrte. Die Franzosen schienen keine Anstalten zu machen über Kampf zurück ins Spiel zu kommen, sondern zeigten sich weiterhin als unmotivierter Gegner, der scheinbar nicht an einer Resultatverbesserung interessiert war.

 

 

In der Folge konnten auch die Spieler von Leverkusen nicht mehr das hohe Tempo halten, welches sie zu Beginn des Spiels angeschlagen hatten, was auch auf die zahlreichen Auswechslungen bei beiden Teams zurückzuführen war. Daher gestaltete sich die zweite Halbzeit wesentlich ausgeglichener; jedoch kam keine Mannschaft mehr zu zwingenden Chancen, wodurch sich nichts mehr am Resultat änderte und die Leverkusener einen verdienten Erfolg feiern konnten.