Tore: Malnoti 1:0 (57.), Saidi 1:1 (83.)

 

Zwei Spiele in zwei sehenswerten Grounds am selben Tag in der selben Stadt; dazu herrliches Sommerwetter und eine einfache Anreise – das Leben kann so schön sein! ;-) Unter diesen perfekten Voraussetzungen sollten am heutigen Tag zwei Grounds in der Hauptstadt des Kantons Waadt fallen; zuerst wurde Stade Lausanne im südlichen Teil der Stadt die Ehre erwiesen, wo heute die Genfer Vorstädter aus Grand-Lancy zu Gast waren.

 

 

Trotz der hohen Temperaturen schlugen die beiden Equipen zu Beginn ein horrendes Tempo an, was auf beiden Seiten bereits in der Startphase zu zahlreichen gefährlichen Tormöglichkeiten führte. Dabei konnten sich die Gastgeber mit der Zeit ein leichtes Übergewicht erarbeiten: Zuerst traf ein heimischer Angreifer nur den Pfosten; wenig später konnte die Verteidigung von Grand-Lancy erst in allerletzter Sekunden klären. Hinzu kam kurz vor dem Seitenwechsel ein Abseitstreffer von Stade Lausanne, der (wohl zu Recht) annulliert wurde.

 

 

Auch nach dem Pausentee setzten die Gastgeber ihren druckvollen Sturmlauf unbeirrt fort und kamen nach 57 Minuten zum verdienten Führungstreffer durch einen präzisen Schuss von der Strafraumgrenze von Malnoti. In der Folge verpasste es Stade Lausanne jedoch mit einer konsequenten Nutzung der erarbeiteten Chancen eine Vorentscheidung herbeizuführen. Stattdessen kamen die Gäste wenige Minuten vor dem Abpfiff mit einem ihrer seltenen Angriffe zum glücklichen Ausgleich: Saidi traf nach einem schnell ausgeführten Freistoss freistehend per Kopf zum 1:1. In der Nachspielzeit vergaben beide Teams zudem jeweils einen sicheren Matchball zum Sieg.

 

 

Das Centre Sportif de Vidy und das dazugehörige Hauptstadion, welches nach dem früheren IOC-Präsidenten Juan-Antonio-Samaranch benannt ist, liegen direkt am Genfersee. Der Ground besteht aus zwei unterschiedlichen Tribünen: Die Haupttribüne erinnert stark an ein Bauwerk aus der Antike, aber leider verhindern die integrierten Säulen eine optimale Sicht von den roten Sitzschalen aufs Spielfeld. Die grössere Gegentribüne ist ein sehenswerter Neubau mit grünen Schalensitzen und einem modernen Glasdach; daneben verlaufen zudem noch einige Stehstufen.