Tore: Herdrich 0:1 (15.), Traber 0:2 (17.), Mehmeti 0:3 (55.), Vogelbacher 1:3 (70.)

 

Aus Kosten- und Zeitgründen sollte heute nur ein kleiner Ground in der nahe liegenden Verbandsliga Südbaden gemacht werden. Dabei bot sich insbesondere das kleine Grenzstädtchen Laufenburg an, welches meinen Recherchen zufolge über ein Stadion verfügte, dass in die Kategorie „mehr als nur ein Standard-Sportplatz“ gehört.

 

 

Das Waldstadion verfügt tatsächlich über einen gewissen Ausbau und die idyllische Lage rundet das ansprechende Gesamtbild ab. Noch mehr zu überzeugen vermochte aber die Qualität der Eintrittskarte sowie das kostenlose Matchprogramm – kaum zu glauben, dass es sich hierbei „nur“ um einen Verein der fünfthöchsten Spielklasse handelt.

 

Wieso es der SV 08 Laufenburg jedoch nicht auf eine höhere Ebene geschafft hatte, zeigte sich auf dem Spielfeld relativ schnell: Die Gäste aus Rust überzeugten vor allem durch ihr druckvolles Spiel – der Erfolg zeigte sich bereits nach einer Viertelstunde als Herdrich und Traber mit einem schnellen Doppelschlag für die Vorentscheidung sorgten.

 

 

Die abstiegsgefährdeten Gastgeber konnten sich ihrerseits keine zwingenden Chancen erarbeiten und ermöglichten den Gästen aus dem Europapark immer wieder gute Kontermöglichkeiten hervorgerufen durch die ständig wachsende Unsicherheit in der Laufenburger Hintermannschaft. Trotz zahlreicher Chancen ging der SV Rust, sehr zum Ärger des Spielertrainers, nur mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine.

 

Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein unverändertes Bild – der dritte Treffer für den SV Rust schien nur eine Frage der Zeit. In der 55. Minute konnte Mehmeti einen der zahlreichen Konter zu genau diesem Zwischenstand verwerten.

 

 

In der Folge schalteten die Gäste einen Gang zurück, was den Platzherren natürlich entgegenkam. Sie witterten wieder Morgenluft – insbesondere nach dem verdienten Anschlusstreffer durch Vogelbacher in der 70. Minute. In der Schlussphase verlagerte sich das Spielgeschehen zwar zusehends in die Hälfte der Gäste, dennoch schien ihr Sieg aufgrund der fehlenden Konsequenz im Abschluss seitens der Laufenburger nie gefährdet.

 

Amüsant waren in den letzten Minuten wenigstens noch die spontanen Wutausbrüche des inzwischen ausgewechselten Spieltrainers auf Ruster Seite. Trotz klarer Führung konnte er sich scheinbar nicht zurückhalten und musste jeden noch so kleinen Fehlpass seiner Mannschaft lautstark kommentieren. Weniger bemerkbar machen sich hingegen die Anhänger der beiden Teams; immerhin fanden sich auf der Sportanlage mehr als 200 Leute ein, die jedoch keinerlei Support leisteten.