Tore: Schulz 0:1 (14.), Müller 0:2 (50.), Benda 1:2 (60.), Kocholl 1:3 (64.), Jurkovic 1:4 (74.)

 

Derbytime in Stuttgart – für die heutigen Gastgeber mit Sicherheit das Spiel des Jahres in der ansonsten tristen Regionalliga Süd; und für die erfolgsverwöhnten „Roten“ eine seltene Gelegenheit sich mit dem verhassten Lokalrivalen zu messen. Bereits vor dem Anpfiff prallten die beiden Fanlager aufeinander, als einige VfB’ler eine Fackel in den Kickers-Block warfen und versuchten denselbigen zu stürmen – mit geringem Erfolg…

 

 

Auf dem Spielfeld setzten die Blau-Weissen die ersten Akzente, auch wenn sie zahlreiche gute Ansätze durch ihre umständliche Spielweise gleich wieder selbst zu Nichte machten. Erstaunlich wieviel Platz sich die beiden Teams gegenseitig liessen, wobei die Gäste ihre Freiheiten wesentlich geschickter zu nutzen wussten – 0:1 nach einer Viertelstunde durch eine herrliche Einzelleistung von Schulz. Dabei blieb es bis zur Pause, weil die Kickers ihre Chancenauswertung auch nach dem Rückstand nicht entscheidend verbessern konnten.

 

Erst fünf Minuten waren im zweiten Spielabschnitt vergangen, als die „Roten“ bereits wieder jubeln durften, wobei der Schuss von einem Kickers-Spieler noch leicht, aber entscheidend abgefälscht wurde. Der Anschlusstreffer durch Benda stellte jedoch nur ein kleines Zwischenhoch der Kickers dar, denn nur wenige Minuten später konnte Kocholl durch einen wunderschönen Freistosstreffer den allen Zwei-Tore-Abstand wieder herstellen; mit dem vierten Treffer der Gäste wurde das Schicksal der enttäuschenden Gastgeber endgültig besiegelt.

 

 

Bei den heimischen Supportern vermochte vor allem die sehenswerte Choreographie bei Spielbeginn zu überzeugen: Die klare Botschaft („Stuttgart ist unsere Stadt“) wurde mit einer Silhouette der Stadt und den passenden Wappen untermalt – während der Partie zeigten sich die Kickers-Fans zwar fast durchgehend aktiv, gegen die grosse Masse der VfB-Anhänger, die in den kleinen Gästeblock eingepfercht wurden, hatten sie in Punkto Lautstärke jedoch nichts zu melden.

 

Die grosse Haupttribüne im Waldaustadion ist mit ungefähr fünfzehn Holzbankreihen bestückt; gegenüber befindet sich eine lange Stehplatztribüne mit hübscher Überdachung. Die beiden Hintertorseiten sind ebenfalls als Stehränge gedacht – bei allfälligen Niederschlägen stehen die Zuschauer hier jedoch im wahrsten Sinne des Wortes „im Regen“. Markant sind auch die riesigen Flutlichtmasten, welche gleichzeitig als Werbeobjekt dienen; zudem ergibt sich je nach Standort ein herrlicher Ausblick auf den Stuttgarter Fernsehturm.

 

Gesamtkosten (ab Rheinfelden): 31.25 Euro

Bahnticket: Basel-Stuttgart und zurück (28.75 Euro) / Stehplatz Erwachsene (regulär: 7 Euro)

eine Stadionwurst (2.50 Euro) / nach Spielschluss gab es Getränke und Würste kostenlos!