Tore: Melkam 1:0 (7.), Mann 2:0 (13.)

 

Üblicherweise sind die kirchlichen Feiertage nicht gerade als fussballfreundlich zu bezeichnen; dementsprechend war auch am heutigen Donnerstag (besser bekannt als Auffahrt) die Auswahl an möglichen Ausflugszielen äusserst gering, wobei sich Karlsruhe schlussendlich gegen solch „harte“ Konkurrenz wie Au/Iller und Freiberg durchsetzen konnte. Natürlich zog ich auch die nötigen Lehren aus meinem ersten Besuch in Karlsruhe (vor einem Monat) und verzichtete demnach auf einen Fussmarsch zum Stadion, was laut eigenen schmerzhaften Erfahrungen knapp 45 Minuten dauern würde.

 

 

Die Ausgangssituation vor Spielbeginn hätte für die beiden Teams unterschiedlicher kaum sein können: Während die Gastgeber mit einem Sieg ihre (geringen) Aufstiegschancen wahren wollten, fiel es manchem Spieler von Ludwigsburg wohl schwer, sich gegen Ende der Saison im Kampf um einen wertlosen Mittelfeldplatz nochmals richtig zu motivieren.

 

Daher war die klare Dominanz der Karlsruher auch nicht weiter überraschend – ihre Effizienz in der Startphase darf jedoch zweifelsfrei als „beachtlich“ bezeichnet werden: Bereits nach einer Viertelstunde lagen die KSC-Amateure durch Tore von Melkam und Mann verdient mit 2:0 in Führung. In der Folge liessen es die Gastgeber merklich ruhiger angehen – sie vergaben zahlreiche Torchancen, zogen sich immer weiter zurück und so fand nun auch die SpVgg Ludwigsburg langsam ins Spiel. Daraus resultierte auch die einzige nennenswerte Torchance der Gäste: Ein überraschender Weitschuss aus 20 Metern konnte vom Keeper im letzten Moment gegen die Querlatte gelenkt werden.

 

 

Die zweite Spielhälfte wusste keinen höheren Ansprüchen mehr zu genügen: Ludwigsburg fehlten einfach die spielerischen Mittel, um die Partie noch umbiegen zu können und die Zweitvertretung aus Karlsruhe, welche im Falle eines Abstiegs der ersten Mannschaft gar nicht aufsteigen dürfte, beschränkte sich auf das Auslassen von hochkarätigen Konterchancen. Zweimal tragen die heimischen Stürmer das leere Gehäuse nicht, doch am Ende blieben die drei Punkte dennoch in Karlsruhe.

 

 

Stimmung und Amateurmannschaften sind zwei Dinge, die normalerweise nicht zusammenpassen. Im Falle des Karlsruher Sportclubs sorgte jedoch erstaunlicherweise eine kleine Gruppe für vereinzelte Anfeuerungsrufe. Auch aus Ludwigsburg waren mehrere Fans angereist, die sich jedoch akustisch nie bemerkbar machten.

 

Der Nebenplatz des Wildparkstadions, liebevoll auch Platz 2 genannt, ist erwartungsgemäss keine Augenweide. Immerhin befinden sich auf beiden Längsseiten jeweils fünf Stehstufen, die teilweise bereits mit der vorherrschenden Vegetation überwuchert sind. Bei den Hintertorseiten wurde auf jeglichen Ausbau verzichtet. Anfahrtstipp: Mit der Strassenbahn 4 geht es bis zum Durlacher Tor; über den Adenauerring geht es zu Fuss weiter bis zum Stadion.

 

Gesamtkosten (ab Basel): 29.45 Euro

Bahnticket nach Karlsruhe und zurück (24.75 Euro) / Stehplatz Erwachsene (regulär: 5 Euro) /

eine Grillwurst (2.50 Euro) / 3dl Coca Cola (2.20 Euro)