Tore: Hassa 1:0 (45.)

 

Der nächste Tag führte mich zurück in Richtung Heimat – mit einem Zwischenhalt in Karlsruhe beim Mittelfeldduell zweier ehemaliger Bundesligisten, die sich in der zweiten Liga momentan mehr schlecht als recht durchschlagen. Die erste Erkenntnis des Tages lautete zweifelsfrei, dass nicht jedes Stadion problemlos zu Fuss erreicht werden kann – 45 Minuten Fussweg sind schon an der Grenze des Erträglichen. Die Strapazen waren beim Betreten des Stadions jedoch gleich wieder vergessen – der Ground ist wirklich sehenswert!

 

 

Neben dem Spielfeld fielen zuerst die mitgereisten Fans aus Duisburg auf, indem sie ihre Anti-KSC-Lieder zum Besten gaben. Je länger das Spiel jedoch dauerte, desto mehr kippte die Stimmung auf die Seite der karlsruher Anhänger, welche auch zahlenmässig übermächtig waren. Auf dem Platz hingegen waren die Gäste lange Zeit die bessere Mannschaft und die Karlsruher durften mehrere Male ihrem Schlussmann danken, der die Gastgeber vor einem frühen Rückstand bewahrte.

 

 

Ansonsten drängte sich vor allem der kleinliche Schiedsrichter in den Mittelpunkt, indem er unnötig viele Verwarnungen verteilte. Aus heiterem Himmel fiel in der 44. Minute aber der Führungstreffer für den KSC: Der Duisburger Keeper Langerbein konnte einen Freistoss von Engelhardt nicht festhalten und Hassa stand goldrichtig, um aus kurzer Distanz zum 1:0 einzuschieben.

 

Die zweite Hälfte brachte einige sehenswerte Angriffe mit sich, wobei sich bei den Gastgebern zum wiederholten Male der Keeper auszeichnen konnte. Die heimische Offensivabteilung fiel ansonsten jedoch vor allem durch eine schwache Chancenverwertung auf – doch auch der verschossene Elfmeter von Engelhardt nach 75 Minuten hatte keine Folgen mehr. Es blieb beim glücklichen, aber überlebenswichtigen Sieg der Badener. Aufgrund gesundheitlicher Probleme sollte meine Ostertour bereits hier ein Ende finden – dennoch waren es zwei überaus gelungene Tage.

 

 

Das Wildparkstadion ist ein höchst interessantes Bauwerk: Die grosse Haupttribüne  (mit einer gewöhnungsbedürftigen Dachkonstruktion) besteht aus verschiedenfarbigen Sitzen. Gegenüber befindet sich eine alte Holztribüne, wo sich jeweils die eingefleischten KSC-Supporter versammeln. Die beiden Kurven bestehen zum einen aus weissen Sitzschalen und zum anderen aus weiteren Stehplätzen, unter anderem auch für den Anhang der Gäste.

 

Gesamtkosten (Ostertour – Aalen, Crailsheim und Karlsruhe): 130.20 Euro

ICE-Ticket von Aalen nach Karlsruhe (20.25 Euro) / Eintritt Sitzplatz (11 Euro) / eine Bratwurst (2.50 Euro)

Bahnticket von Karlsruhe nach Basel (0 Euro) – es wurden wiederum keine Kontrollen durchgeführt!