Tore: Hallbauer 0:1/0:2 (8./35.), Morbach 1:2/2:2 (??./81.), Archondakis 2:3 (83.), Güler 3:3 (89.)

 

Zum Abschluss eines reichhaltigen Wochenendes ging es zu Fuss von Essen-Karnap, wo dem ersten Spiel des Tages beigewohnt wurde, in den angrenzenden Gelsenkirchener Stadtteil Horst. In der Verbandsliga Westfalen II trafen die Horst Emscher Husaren in einem Duell zweier Durchschnittsmannschaften auf den leicht favorisierten Gast von Rot-Weiss Lüdenscheid.

 

 

Zu Beginn des Spiels schienen die Gäste ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht werden zu können: Bereits in der achten Spielminute konnte Hallbauer nach einem krassen Abwehrfehler zum verdienten 1:0 für die Rot-Weissen einschiessen. Nur wenige Minuten später traf Altinok auf der Gegenseite mit einem Kopfball nur die Torumrandung.

 

Die Husaren machten sich das Leben durch einige fahrlässige Abspielfehler, die immer wieder zu gefährlichen Konterchancen für die Lüdenscheider Stürmer führten, selber schwer. Eine solche Aktion führte in der 35. Minuten auch zum zweiten Tor für den RWL – mit zwei Pässen war die gesamte Horster Hintermannschaft mustergültig ausgespielt und Hallbauer konnte in aller Ruhe seinen zweiten Treffer am heutigen Tag markieren.

 

 

Der Rest der ersten Halbzeit verlief weiter turbulent: Zuerst verhinderte wiederum die Latte einen ersten Treffer für die Gastgeber; kurze Zeit später, als der Ball endlich im Tor lag, war es der ansonsten souveräne Schiedsrichter, welcher den Husaren keinen Treffer zugestehen wollte, obwohl nicht auszumachen war, welche Regelwidrigkeit vorgelegen hatte. Die Lüdenscheider hatten kurz vor dem Seitenwechsel ebenfalls noch eine Riesenchance – Tsilikas verpasste die Vorentscheidung jedoch kläglich.

 

Nach der Pause entwickelten die Gastgeber einen starken Dauerdruck auf das Gästetor und besonders die Einwechslung des angeschlagenen Morbach schien sich auszuzahlen. Bei seinem ersten Ballkontakt (mit dem Kopf) erzielte er direkt den inzwischen gerechten Anschlusstreffer – und zehn Minuten vor dem Abpfiff sorgte er für den viel umjubelten Ausgleich im Fürstenbergstadion. Dazwischen setzte das Heimteam den Ball übrigens zum dritten Mal an die Aluminium-Umrandung des Tores.

 

 

Jetzt schien die Partie jedoch erst so richtig lanciert: Im direkten Gegenstoss haute Archondakis den Ball wuchtig in den Winkel und liess somit alle Bemühungen von Horst-Emscher als nutzlos erscheinen. Die Gastgeber legten jedoch ihre letzten Kraftreserven frei und kamen in der 89. Minuten (wiederum) zum verdienten Ausgleich durch eine herrliche Direktabnahme des überragenden Güler.

 

Die Stimmung unter den wenigen Zuschauern im Stadion schien nun wahrlich überzukochen – ansonsten war jedoch kein aktiver Fansupport zu vernehmen. Einige Anhänger von RW Lüdenscheid machten wenigstens durch ihre Zaunfahnen auf sich aufmerksam.