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Tore: Sameisla 0:1 (34.), Lamiri 1:1
(61.), Wiedmann 1:2 (68./ET) Die
vorhandenen Überreste eines Euro Domino-Tickets führten mich während meinen
Semesterferien ins württembergische Städtchen Heilbronn, wo der frühere
Bundesligist als Ulm zum Achtelfinale im Landespokal gastierte. Die
Ausgangslage gestaltete sich äusserst spannend: Die
Einheimischen hatten in den vorhergehenden Runden bereits den
Oberliga-Absteiger aus Ludwigsburg sowie den Aufstiegsaspiranten aus Backnang
aus dem Cup geworfen; und die Ulmer Spatzen schicken in der Liga unlängst den
SGV Freiberg mit 13:0 nach Hause.
In der
Startphase konnten sich die Ulmer nahezu mühelos durch die heimische
Hintermannschaft kombinieren, ohne sich jedoch grossartige
Chancen zu erspielen. Die erste Grosschance,
ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt, durften sich die Heilbronner nach einer
halben Stunde zuschreiben; wenige Minuten später konnte Sameisla
mit einem abgefälschten Weitschuss die verdiente Führung für die Spatzen
erzielen; entstanden war diese Möglichkeit bezeichnenderweise aus dem ersten
(und einzigen) Abwehrfehler der Gastgeber.
Bedeutend
kämpferischer kamen die Heilbronner Akteure aus der Kabine, was ihnen einige
hochkarätige Torchancen einbrachte. Erst ein aberkannter Ulmer Treffer
brachte die Einheimischen auf die (temporäre) Erfolgsspur: Lamiri schloss ein sehenswertes Durchspiel zum verdienten
Ausgleich ab; doch nur wenige Zeigerumdrehungen später sorgte Wiedmann mit einer verunglückten Rettungsaktion (nach
einem Maier-Kopfball an den Torwinkel) für die erneute Gästeführung. Die gross aufspielenden Heilbronner hatten weiterhin das Pech
an ihren Füssen kleben – mehr als ein Pfostentreffer schaute in der
Schlussphase nicht mehr heraus.
Die
angereisten Gästefans, im gepflegten Anzug erschienen und mit einem
Spruchband versehen („Ulm gibt sich die Ehre“), präsentierten (mit Ausnahme
von einigen Pausen in der zweiten Halbzeit) fast durchgehend ihr breites
Liedgut in ansprechender Lautstärke. Vereinzelte Heilbronn-Supporters
versuchten vergeblich mit gelegentlichen Gesangseinlagen dagegenzuhalten;
immerhin konnten sie mit zwei pyrotechnischen Einlagen aufwarten – zu Spielbeginn
wurde weisser Rauch in die Atmosphäre entlassen,
während der Begegnung wurden einige Böller abgefeuert.
Das
Heilbronner Frankenstadion, wegen akuter Überdimensionierung nur im seltenen
Fällen für den Spielbetrieb genutzt, besitzt eine grosse
Sitzplatztribüne mit Überdachung; auch vor der Tribüne finden sich die
gleichen Sitzschalen in blauer Farbe wieder. Ansonsten verlaufen neun grosse Stehstufen rund um den Platz – wie so oft durch
eine Laufbahn vom Spielfeld getrennt. |