Tore: Brdaric 0:1 (1.), van Buyten 1:1 (39.), Barbarez 2:1 (45.), Romeo 3:1 (90.)

 

Vorheriger Teil der Geschichte ist einzusehen bei: FC St. Pauli II – FC Altona 93

 

Auf direktem Wege ging es (bereits begleitet durch zahlreiche HSV-Fans) weiter zum eigentlichen Highlight des Tages in den Westen der Stadt, wobei die letzten Meter durch den Volkspark zu Fuss zurückgelegt wurden. Vorbildlich wie reibungslos der Ticketkauf und der Einlass in dieses atemberaubende Stadion von Statten gingen.

 

 

Irgendwie schienen die Hamburger beim Anpfiff noch nicht richtig auf dem Feld zu sein: Bereits beim Anspiel verloren sie den Ball an den Gegner; und nach nur 19 (!) Sekunden klingelte es, unter den ungläubigen Blicken der Zuschauer, zum ersten Mal im Hamburger Kasten – Brdaric traf freistehend zur frühen Führung. Doch die Gastgeber kämpften sich zurück ins Spiel: Nach einigen verpassten Möglichkeiten traf Captain van Buyten mit einem flachen Freistoss (lehrbuchmässig, wie die seine Mitspieler ein Loch in die Wolfsburger Mauer rissen) zum mehr als verdienten Ausgleich. Der Hamburger SV spielte sich nun in einen Rausch – praktisch mit dem Halbzeitpfiff traf Barbarez kaltschnäuzig zur erstmaligen Führung.

 

 

Unverändertes Bild auch in der zweiten Hälfte: Die Gastgeber drängten den (ehemaligen) Leader weiterhin in die eigene Platzhälfte und konnten zahlreiche Torchancen herausspielen, mit welchen die Hamburger jedoch äusserst fahrlässig umgingen. In den letzten zwanzig Minuten musste die Mannschaft aus der VW-Stadt auch noch gegen eine personelle Unterzahl ankämpften, nachdem Quiroga nach einem Foul an Moreira zu recht mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde. In der Schlussminute sorgte der eingewechselte Romeo schliesslich für den Endstand.

 

 

Beim Einmarsch der Mannschaften zeigten die heimischen Supporter eine hübsche Choreografie mit dem Spruchband “Diese Farben rollen die Liga von hinten auf!”, einem riesigen HSV-Schriftzug sowie diversen Materialen in den Club-Farben blau und weiss. Und während der Partie, zumindest nach dem erstmaligen Führungstreffer, entwickelte sich ein lautstarker Support; auch die Wechselgesänge kamen sehr gut rüber. Das kleine Grüppchen aus Wolfsburg war aufgrund der räumlichen Nähe zumindest bei Spielbeginn deutlich zu hören; in der zweiten Halbzeit kam gar nichts mehr…

 

 

Die AOL-Arena (auch Volksparkstadion genannt) stellt für mich eine positive Ausnahme in der (ansonsten) tristen Landschaft der Stadionneubauten dar. Der Unterrang ist auf drei Seiten mit blauen Sitzschalen ausgestattet; auf der Nordtribüne hinter dem Tor finden sich jeweils die heimischen Fans auf ihren Stehplätzen ein – in der Ecke gegenüber werden jeweils die Gästesupporter „eingelagert“. Im Oberrang, der wiederum zweigeteilt ist, wurde auf allen Seiten jeweils das HSV-Logo (und teilweise auch noch „HSV“ oder „1887“) eingraviert. In den Ecken sowie auf der Haupttribüne wurden zudem einige Sitze in hellblauer resp. roter Farbe gehalten.