Tore: Schwoj 0:1 (80.), Bankowski 0:2 (87.)

 

Der plötzliche Wintereinbruch in weiten Teilen Deutschlands liess zwar ein grösseres Mass an Unsicherheit aufkommen; schlussendlich führte meine Reise aber dennoch (mit einem City Night Line-Schnäppchen) in die schöne Hansestadt an der Alster. Dank der ungewöhnlichen Anspielzeit (bei Condor Hamburg übrigens normal) begann der Tag bereits verhältnismässig früh. Trotz Temperaturen um den Gefrierpunkt schien ein Spielbetrieb am Berner Heerweg jederzeit problemlos möglich, was am heutigen Sonntag nicht jeder norddeutsche Verein von sich behaupten konnte.

 

 

Die erste Spielhälfte vermochte nur wenige Höhepunkte zu bieten – zwar konnten sich die beiden Teams einige Torchancen erarbeiten, blieben im Abschluss jedoch zu harmlos. Für das einsame Highlight der ersten 45 Minuten war ein einheimischer Verteidiger besorgt, als er eine Flanke der Gäste zur Befreiung aus vollem Lauf an die Querlatte des eigenen Gehäuses hämmerte! Auf jeden Fall liess diese merkwürdige Aktion die anwesenden Zuschauer aus ihrer (Kälte-)Starre erwachen.

 

 

Auch der Sportclub Condor schien wie verwandelt aus der Kabine zu kommen: Bereits in den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Gastgeber unzählige aussichtsreiche Torchancen, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Es kam wie es kommen musste: Bei einer unglücklichen Rettungstat in Form einer Hechtrolle eines Abwehrspielers prallte der Ball unglücklich an dessen Hand. Der Unparteiische entschied sofort auf Strafstoss (und zeigte dem Sünder auch noch die rote Karte) – Schwoj verwandelte den Elfmeter mühelos zur unverdienten Führung. Mit einem schnellen Konter, abgeschlossen vom Pinneberg-Topscorer Bankowski, sorgten die Gäste kurz vor dem Abpfiff für den Endstand.

 

 

Aus dem Vorort Pinneberg waren doch tatsächlich vier verwegene Supporter (inkl. Fanutensilien) angereist, die ihr Team in unregelmässigen Abständen mit Sprechchören, Tröten und Trommeln unterstützten. Ansonsten blieb alles friedlich still…

 

Die Sportanlage am Berner Heerweg 190 verfügt nur über einen sehr spärlichen Ausbau: Während auf der Hauptseite (vor dem Clubhaus) zwei Stufen angebracht wurden, vermag die Gegenseite immerhin eine Stufe, die jedoch eher als Sitzbank zu missbrauchen ist, zu beherbergen. Fortsetzung hier!