Tore: Libertini 1:0 (13.), Privitelli 1:1 (68.)

 

Aufgrund der geringen Entfernung war der Fussmarsch zum Stadion Brühl, wo sich vor den Kassen bereits lange Schlangen bildeten, schnell bewältigt. Im Innern trafen sich die beiden Nachbarstädte Grenchen und Biel zur 101. Ausgabe des altehrwürdigen Uhrmacherderbys, welches seit jeher grosse Volksmassen mobilisieren konnte. Aber auch wenn die momentane Tabellenlage wieder etwas Hoffnung aufkommen lässt, sind die goldenen Zeiten der beiden Traditionsvereine längst vorbei.

 

 

In einer rasanten Begegnung mit zahlreichen Torchancen gingen die Gastgeber nach einem Freistoss durch ein grobes Missverständnis in der Bieler Hintermannschaft durchaus verdient in Führung. Auch in der Folge blieben die beiden Keeper im Brennpunkt des Geschehens: Während der Schlussmann der Gäste vor allem durch weitere Unsicherheiten brillieren konnte, rettete der heimische Torhüter seiner Mannschaft mit mehreren gelungenen Paraden die knappe Pausenführung.

 

 

Die Halbzeitpause schien den hohen Spielrhythmus vorerst zu brechen, dominierten nach dem Wechsel doch vorwiegend zweifelhafte Unterbrüche, was in einer unberechtigten gelb-roten Karte gegen den Bieler Portmann (für zwei identische Allerweltsfouls) gipfelte. Und dennoch kam der souveräne Tabellenleader wenig später nach einem unübersichtlichen Gewühl im gegnerischen Strafraum zum verdienten Ausgleich, was die unterhaltsame Partie neu lancierte: Beide Teams verpassten jedoch in der Schlussphase einen möglichen Siegestreffer, wenn auch jeweils nur denkbar knapp.

 

 

Trotz erfreulichem Zuschaueraufkommen vermochte auch hier keine Stimmung aufzukommen. Immerhin sorgte das Publikum bei den entscheidenden Szenen für akustische Unterstützung in Form von Klatschen und einzelnen Anfeuerungsrufen.

 

Die grosse Haupttribüne mit der markanten Überdachung in Wellenform ist mit Sitzschalen und Holzbänken in den unterschiedlichsten Farben ausgestattet; gleich daneben befinden sich jeweils fünfzehn Stehstufen ohne Überdachung. Auch die drei restlichen Seiten verfügen über eine grosszügige, ständig schwankende Anzahl an Stehstufen.