Tore: Bilal 0:1/0:2 (26./36.), Molinari 1:2/2:2 (42./86.), Lovric 2:3 (93.)

 

Das geplante Tagesprogramm (Koblenz-Wehen und Engers-Bad Kreuznach) wurde aufgrund miserabler Zugsverbindungen und dem öfters eintretenden Langschläfer-Syndrom bereits in den frühen Morgenstunden ad acta gelegt. Trotzdem stand bei der Suche einer (Ersatz-)Partie das Kriterium „lange Anreisedauer“ zuoberst auf der Liste, wodurch die Wahl schlussendlich auf die Gold- und Silberstadt Schwäbisch Gmünd fiel (und alternative Ausflüge nach Eschborn, Worms oder Reutlingen bis auf weiteres vertagt wurden).

 

 

Beide Equipen zeigten sich von Beginn weg äusserst aktiv und konnten sich bereits in der Startviertelstunde zahlreiche gute Abschlussmöglichkeit erarbeiten, welche jedoch allesamt kläglich vergeben wurden. Obwohl die Gastgeber in der Folge mehrheitlich in Ballbesitz waren, durften die Gäste vom Neckar zuerst jubeln: Bilal traf mit einem Flachschuss aus zwanzig Metern - und nur wenige Minuten später erhöhte das selbe Akteur sogar auf 0:2. Immerhin vermochten die Gmünder den Schaden vor der Pause mit einem sehenswerten Anschlusstreffer in Grenzen halten.

 

 

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte begann eine kurze Druckphase der Gastgeber, welche jedoch nicht zum gewünschte (Tor-)Erfolg führte. Auch die Freiberger brachten, mit Ausnahme zweier (zu recht  aberkannten) Offside-Treffer, nichts mehr zustande. Zumindest bis kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit, als die Begegnung mit dem erneuten Ausgleichstreffer (per Freistoss) der Gastgeber neu lanciert wurde: Zuerst strich eine Freiberger Direktabnahme nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei; auf der Gegenseite verhinderte der Torhüter (unter gütiger Mithilfe der Torumrandung) einen weiteren Treffer der Einheimischen. Und am Ende jubelten dennoch die effizienten Gäste, welche in der dritten Minute der Nachspielzeit durch ein weiteres Freistosstor zum späten Triumph kam.

 

 

Eine kleine Fangruppe älteren Semesters auf den Stehrängen war mit Trommeln, Tröten und Rasseln für den (nervigen) Support des einheimischen Teams zuständig, ohne jedoch die eigenen Stimmbänder einzusetzen. Diese Aufgabe wurde nach dem Seitenwechsel von einigen lustigen Sangesbrüdern nahe der Haupttribüne übernommen. Auch einige Gästefans hatten den Weg nach Ostwürttemberg gefunden und unterstützen ihre Mannschaft ebenfalls mit gelegentlichen Trommeleinlagen.

 

Die altertümliche Holztribüne (mit den roten Sitzschalen), welche sich jedoch deutlich von der Mittellinie versetzt befindet, ist der eindeutige Blickfang des Jahnstadions im Schwerzer. Daneben verlaufen fünf eher unsymmetrische Stehstufen, wobei ein ähnlicher Aufbau auch auf der gegenüberliegenden Seite zu finden ist – dort laden sechs Stufen zum gemütlichen Verweilen ein.