Tore: Erceg 1:0 (4.), Brinkmann 1:1 (77.), Timm 2:1 (85.), Barut 3:1 (90.)

 

Bereits zu früher Morgenstunde konnte am Nürnberger Haupttribüne ein erster Vorgeschmack auf die bevorstehenden Ereignisse des heutiges Tages gewonnen werden – unzählige Polizisten observierten den lokalen Bahnhof nach möglichen Unruhestiftern fussballerischer Art. Derweil bevölkerten bereits zahlreiche gelb-schwarze Anhänger aus Dresden die Strasse des idyllischen Vorortes Fürth.

 

 

Die heimischen Kleeblätter erwischten einen Start nach Mass: Der kroatische Weltenbummler Tomislav Erceg konnte einen mustergültigen Angriff erfolgreich zur frühen Fürther Führung abschliessen. Die Reaktion der Ostdeutschen war verhalten; die einzige (Kopfball-)Chance wurde vom heimischen Schlussmann bravourös vereitelt. Im offensiven Bereich zeigten sich die Gastgeber (insbesondere über die Flügel) sehr stark; mehrere Hereingaben sorgten für grosse Aufregung in der Dresdner Hintermannschaft.

 

Unverändertes Bild nach dem Seitenwechsel: Fürth war zwar weiter drückend überlegen, aber Feinbier musste sich mit zwei Aluminiumtreffern zufrieden geben. In der Abwehr agierten die Franken zu unbeschwert: Mijatovic rettete unbedrängt mit der Hand. Elfmeter für die Gäste. Brinkmann traf eiskalt zum glücklichen Ausgleich. Die Antwort der grünweissen Rasensportler folgte prompt: Timm sorgte durch einen gefühlvollen Heber für die erneute Führung der Bayern. Ein Foulelfmeter, verwandelt von Barut, sorgte für die endgültige Entscheidung zugunsten der Jungs vom Ronhof.

 

Ungewohntes Bild auf den Zuschauerrängen: Die Gastgeber zeigten (unter der Regie der „Ultras Fürth“) eine Choreographie mit dem Slogan „Nordkurve – United we stand“ und einer grossen Blockfahne mit Längsstreifen in den Clubfarben; und auch während der Partie zeigten sich die Fürther immer wieder sangesfreudig. Auch wenn die mehreren Tausend Schlachtenbummler aus Dresden verständlicherweise bedeutend lautstärker zu vernehmen waren, war es enttäuschend, wie selten die Dresdner diese Stimmgewalt ausspielen konnten. Im optischen Bereich musste sich der gemeine Zuschauer ebenfalls mit einer standardisierten Schalparade begnügen.

 

 

Das Playmobil-Stadion macht seinem Namen alle Ehre und wirkt wie ein zusammen gewürfeltes Bauwerk aus alten und neuen Elementen. Aus früheren Zeiten sind leider nur noch die überdachte Haupttribüne (mit grünen und blauen Sitzen) sowie einige Stehstufen links daneben übrig geblieben. Auf der Gegenseite zieht sich der Name des Sponsors auf der blauen Sitztribüne über die gesamte Länge; ähnliche Sitze sind (ohne Überdachung) auch hinter einem Gehäuse zu finden (gleich daneben befindet sich der „alles überragende“ Gästesektor). Auf der anderen Hintertorseite befindet sich eine Betontribüne, welche von den heimischen Supportern besetzt wird.