Tore: Fehlanzeige

 

Im Gegensatz zum Hinweg konnte der lange Rückweg zum Genfer Bahnhof ohne grössere Umwege bestritten werden, was wohl auch am strömenden Regen und meiner (damit zusammenhängender) Zielstrebigkeit lag. Rein in den Zug, raus in dem Zug – und so hatte ich kurz vor 20 Uhr auch die Gewissheit, dass das Wetter auch im nördlicheren Fribourg keineswegs besser war.

 

 

Die widerlichen Bedingungen schienen auch bei den beiden Equipen keine Freudensprünge zu verursachen; die äusserst unglückliche Kombination aus spielerisch limitierten Fähigkeiten und einem nassen Untergrund vermochte jeden Versuch eines Spielaufbaus sogleich wieder zu zerstören. Allfällige Torchancen entstanden rein zufällig und wurden, wenn überhaupt, mehr als fahrlässig vergeben. Unglaublich – innert wenigen Stunden musste ich zum zweiten Mal eine torlose Partie auf tiefem Niveau erleben.

 

 

Das Stade St. Leonard, direkt bei der gleichnamigen Eishalle liegend, besitzt eine imposante Tribüne auf einer Längsseite: In der Mitte befindet sich eine überdachte Sitzplatztribüne, auf welcher (mehrheitlich) gelbe und grüne Sitze montiert wurden; am oberen Ende der Tribüne liegt zudem das schmücke Clubrestaurant. Gegen aussen verlaufen ausserdem mehr als ein Dutzend Stehstufen, deren Menge in der Kurve jedoch kontinuierlich abnimmt. Ansonsten verlaufen rund um den Platz, der auch eine Laufbahn sein Eigen nennt, durchgehend zwei flache Stufen.

 

 

Und bevor mir jemand vorwerfen kann, dass ich meinen üblichen Unterpunkt „Stimmung“ vergessen habe – es gab ganz einfach keine! Der Zuschaueraufmarsch war auch insgesamt einem Schweizer Drittligisten aus einer (kleinen) Grossstadt wie Fribourg unwürdig.