Tore: Wohlfahrt 1:0 (33.), Schwehr 2:0 (60.), Borrozzino 3:0 (92.)

 

Im Vorfeld des Bundesliga-Duells zwischen Freiburg und Frankfurt stand die Oberliga-Partie der Freiburger Amateure gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim im altehrwürdigen Möslestadion auf dem Programm. Zu meinem Erstaunen wurde die Partie bereits kurz nach meiner Ankunft um 14 Uhr angepfiffen, obwohl ich aus welchen Gründen auch immer von einer Anspielzeit um 14.30 Uhr ausgegangen war. Dieses Missgeschick sollte jedoch keinen Einfluss auf den weiteren Tag haben.

 

 

Auch wenn man von Duellen der Reservemannschaften im Normalfall nicht viel erwarten darf, war der Zuschauerzuspruch doch erschreckend schwach und dies obwohl die Partie doch als optimales „Aufwärmprogramm“ für die abendliche Bundesliga-Begegnung erschien. Und so konnte ich es mir auf der verlassenen Haupttribüne bequem machen und der Dinge harren, die da kommen sollten.

 

Die Gastgeber zeigten sich vom Anpfiff weg als die überlegene Mannschaft und vermochten sich zahlreiche Chancen zu erarbeiten, die jedoch aufgrund mangelnder Konsequenz fahrlässig vergeben wurden – ausserdem fehlte oftmals auch das nötige Glück, wie beim Lattenschuss der Freiburger nach einer halben Stunde. Der erste Angriff der harmlosen Gäste wurde durch einen fragwürdigen Abseits-Entscheid zunichte gemacht – im Stadion schien sich jedoch niemand an diesem Fehlentscheid zu stören.

 

 

Nach 33 Minuten wurden die Bemühungen der Freiburger Spieler endlich belohnt: Wohlfahrt war nach einer Flanke hinter die Abwehr mit einer sehenswerten Direktabnahme erfolgreich. Im Allgemeinen fanden die heimischen Spieler viel Freiraum vor und erarbeiteten sich durch geschickte Seitenwechsel weitere gute Chancen – bis zur Halbzeit blieb es jedoch bei der kleinstmöglichen Führung für die Zweitvertretung des SC Freiburg.

 

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach einem Abwehrfehler der Hoffenheimer gelang es einem Freiburger Spieler den Ball wenige Sekunden nach Wiederanpfiff aus fünf Metern über das leere Tor zu schiessen. In der Folge verflachte die Partie: Die Freiburger verwalteten ihren Vorsprung souverän und die Gäste waren zu keinem Zeitpunkt in der Lage eigene Akzente zu setzen. Die Entscheidung fiel nach einer Stunde als Schwehr einen schnellen Konter mit dem Kopf mustergültig zum 2:0 abschliessen konnte.

 

 

Die erbärmliche Leistung der TSG Hoffenheim II lässt sich am besten mit der folgenden statistischen Begebenheit aufzeigen: Die Gäste schossen nur einmal auf das Tor der Freiburger, aber zweimal auf das eigene Tor – die Demütigung eines Eigentores blieb den Hoffenheimern jedoch erspart. Der dritte Treffer fiel erst in der Nachspielzeit als Borrozzino den Ball mit einem abgelenkten Weitschuss im Tor unterbringen konnte – jedoch schien auch dies kaum jemanden im Stadion zu interessieren.