Tore: Möllensiep 1:0 (44.), Tönnies 2:0 (68.), Labas 2:1 (79.)

 

Zwei Tage vor dem Spiel erfuhr man, dass die Partie, welche eigentlich im 1000-Seelen-Dorf Freialdenhoven hätte stattfinden sollen, nach Essen verlegt wurde, da der Platz nicht rechtzeitig fertig gestellt werden konnte. Daher liess ich es mir natürlich nicht entgehen, diese überraschende Chance zu nutzen und dem traditionsreichen Stadion am Uhlenkrug einen Besuch abzustatten.

 

 

Zu Beginn der Partie konnten sich beide Mannschaften durch sehenswerte Kombinationen mehrmals in den gegnerischen Strafraum spielen – dort konnten die Abwehrspieler jedoch wiederholt klären, so dass es kaum Torchancen zu verzeichnen gab. Dies schien die Spieler der beiden Mannschaften aus dem Tabellenkeller der Oberliga Nordrhein irgendwie zu demoralisieren - das Spiel wurde in der Folge merklich schlechter und Möglichkeiten blieben Mangelware.

 

Aus heiterem Himmel fiel dann auch der Führungstreffer für die Essener kurz vor der Halbzeitpause: Nach einem missglückten Eckball schien die Chance bereits vergeben; doch der Ball kullerte zufälligerweise einem Mitspieler vor die Füsse, der wiederum unbedrängt in den Strafraum flanken konnte, wo Möllensiep zum 1:0 einnicken konnte.

 

 

Auch nach dem Pausentee zeigte keine Mannschaft die erhoffte Leistungssteigerung: Die Schwarz-Weissen beschränkten sich mehr oder weniger souverän auf die Verwaltung ihres Vorsprungs und den Gästen fehlten offensichtlich die spielerischen Mittel, um das Spiel noch zu drehen. In der 68. Minute schien die endgültige Entscheidung doch noch gefallen zu sein: Der Torhüter der Gaste faustete eine Flanke unglücklich vor die Füsse von Tönnies, der den Ball mit einem schönen Heber im Tor der Freialdenhovener unterbringen kann.

 

Unerklärlicherweise bauten die Essener danach jedoch so stark ab, dass die Gäste wieder zurück ins Spiel fanden: In der 79. Minute erzielte Labas mit einem Flachschuss in die linke Ecke den inzwischen verdienten Anschlusstreffer – danach schwamm die Abwehr des ETB bedrohlich: In der Schlussminute trafen die Gäste nach einem der zahlreichen Missverständnisse in der Essener Hintermannschaft nur die Torumrandung.

 

 

Danach erlöste der Schiedsrichter alle Beteiligten von diesem erschreckend schwachen Fussballspiel – das Spiel lässt sich wohl am treffendsten mit dem Worten des ehemaligen ETB-Vorsitzenden Hansi Meiler zusammenfassen: „Das war das Schlechteste, was ich seit langem gesehen habe".

 

Der Zuschaueraufmarsch war aufgrund der schwachen Leistungen der Heimmannschaft in den letzten Wochen und der nicht gerade alltäglichen Anspielzeit ziemlich bescheiden. Anwesend war zum Leidwesen meines Gehörs jedoch der „harte Kern“ der Essen-Fans, bestehend aus 20 Mitgliedern verschiedensten Alters, welche mit Trommeln und anderen Hilfsmitteln für einen nervigen Support sorgten. Vielleicht lässt sich ja dadurch die schlechte Leistung der Akteure auf dem Spielfeld erklären!