Tore: Wehrle 0:1 (28.), Portmann 0:2 (48.)

 

Zum Saisonabschluss konnte die Innerschweiz mit einem unerwarteten „Last Matchday Championship Decider“ aufwarten: In den vergangenen Wochen vermochten die heimischen Schwyzer laufend Boden gutzumachen, was ihnen nun im Direktduell am letzten Spieltag tatsächlich noch die Möglichkeit einbrachte mit einem Sieg dem Gast aus Wollerau die Meisterschaft wegzuschnappen.

 

 

In einer gemächlichen Startphase zeigten sich die Einsiedler zwar leicht überlegen, aber gefährliche Möglichkeiten blieben vorerst Mangelware. Ein vermeidbarer Ballverlust im Mittelfeld eröffnete den Gästen aus Wollerau die erste Torchancen nach einer halben Stunde: Die Hereingabe von links aussen fand in der Mitte den freistehenden Wehrle, der mühelos zur Gästeführung einnicken konnte. Es war selbst für den Laien zu erkennen, dass sich die heimischen Angreifer gegen die zweikampfstarke Höfner-Defensive zu keinem Zeitpunkt durchsetzen konnten.

 

 

Kurz nach dem Wideranpfiff sorgte Portmann für die endgültige Entscheidung im Aufstiegskampf – der zu weit aufgerückten Abwehr von Einsiedeln blieb erneut nur die Zuschauerrolle. Erst in der Schlussviertelstunde konnte die erste hochkarätige Chance der Gastgeber notiert werden, doch wie auch bei den darauf folgenden Möglichkeiten blieben die Schwyzer glück- und erfolglos. Der angestaute Frust entlud sich kurz vor dem Abpfiff in zwei (überflüssigen) Revanchefouls, wodurch der heutige Verlierer bei Spielende nur noch zu neunt auf dem Feld stand.

 

 

Zur Erinnerung: Die Partie war ein Teil der drittniedrigsten Stufe des Schweizer Ligensystems und fand an der Grenze zur zivilisierten Welt statt – trotzdem erreichte die Zuschauerzahl (fast) ein vierstelliges Niveau! Auch die heimische Support war sensationell: Eine Gruppe namens „Black Ravens 03“ sorgte (unterstützt durch einige Kinder) für eine erhöhte Geräuschkulisse, wobei sie sich auch vom frühen Rückstand nicht unterkriegen liessen. Chapeau.

 

In Einsiedeln wurde beim Bau des neuen Clubhauses auch gleich eine überdachte Tribüne mit einigen Sitzbankreihen integriert; die restlichen Seiten des Sportplatzes verfügen über keinen Ausbau.