Tore: Hunt 1:0 (20.), Larsson 1:1/1:2 (23./43.), Varga 1:3 (26.), Thompson 1:4 (68.)

 

Mit dem Besuch des East End Parks in Dunfermline neigte sich die erste Halbzeit der Operation „Scottish Premier League“ (SPL), um in der Fussballersprache zu sprechen, bereits dem Ende zu. Oder anders ausgedrückt: Heute konnte bereits der sechste von zwölf Grounds in der obersten schottischen Liga abgehackt werden. Auf den ersten Blick unterscheidet sich das Stadium kaum von den übrigen Schottland-Grounds; doch die Spielunterlage ist bei genauerem Hinsehen schon etwas „seltsam“ – kaum zu glauben, dass auf diesem Niveau auf einem Kunstrasen gespielt wird, welcher wohl in ganz Europa seines Gleichen sucht.

 

 

Daher war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die heimische Mannschaft zu Beginn überlegen war: Nach einem Fehler von Celtic-Keeper Douglas schrammten die (scheinbar) unbesiegbaren Gäste nur knapp an einem frühen Gegentor vorbei. In der Offensive scheiterte der schwedische Stürmerstar Larsson, wiederum nach einem Abwehrfehler, ebenfalls nur knapp als sein Schuss hauchdünn am linken Pfosten vorbeistrich.

 

Dennoch wirkte die Startformation von Celtic Glasgow alles andere als souverän und es fiel wirklich schwer zu glauben, dass hier dieselbe Mannschaft am Werk war, welche zuvor 21 Spiele in Folge ohne Punktverlust blieb. Nach exakt 20 Minuten folgte die Quittung für die passiv agierenden Gäste – Hunt liess dem gegnerischen Torhüter mit seinem Kopfball in die entfernte Torecke keine Chance; die Aussenseiter lagen tatsächlich in Führung!

 

 

Was nun jedoch folgte, konnte nur mit den Worten „meisterliche Effizienz“ beschrieben werden: Mit zwei identischen Spielzügen (jeweils ein Corner von rechts) drehte der (Fast-)Meister die Begegnung durch Tore von Larsson und Varga. Auch der dritte Celtic-Treffer mit dem Pausenpfiff entsprang einer ähnlichen Situation – der zweite Torerfolg von Larsson am heutigen Abend deckte gravierende Schwächen in der Hintermannschaft von Dunfermline auf.

 

Die zweite Halbzeit bot verständlichweise nicht mehr soviel Spektakel wie die ersten 45 Minuten – Celtic kontrollierte das Spiel zu jedem Zeitpunkt und liess kaum erfolgsversprechende Chancen der Heimmannschaft zu. Ausserdem konnte sich der Celtic-Keeper Douglas zweimal durch herausragende Paraden auszeichnen. Nach 68 Minuten konnte sich Thompson, welcher alle drei Tore der ersten Halbzeit vorbereitet hatte, mit seinem Freistoss ebenfalls noch in die Torschützenliste eintragen.

 

 

In der Schlussphase ereigneten sich aufgrund des klaren Spielstandes keine nennenswerten Aktionen mehr, wodurch ich mich mit den wichtigen Fragen des Alltags beschäftigen konnte: Wie (un)fair ist die Austragung einer Premier League-Partie auf einem nicht ganz ungefährlichen Kunstrasen? Wieso ist der Empfang für Mobiltelefone in diesem Stadion so stark schwankend? Oder wieso sehen die heimischen Supporter in jeder Entscheidung des Unparteiischen einen versuchten Betrug gegen „ihre“ Mannschaft?

 

Der Support der Dunfermline-Anhänger vermochte nur zu Beginn zu überzeugen als der Club entsprechend überlegen war. Die Gästefans, welche knapp die Hälfte aller Zuschauer ausmachten, leisteten hingegen während der kompletten Partie einen ansprechenden Support, der gegen Ende der Begegnung auch eine erfreuliche Lautstärke erreichte.