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Tore: Albertz
1:0 (11.), Podszus 2:0 (16.), Bemben
2:1/2:2/2:4 (34./46./87.), Wehlage 2:3 (52.) Heute sollte die (ungewollt)
lange Sommerpause beim Regionalliga-Knaller zwischen den Traditionsvereinen
aus Düsseldorf und Essen endlich ihr herbeigesehntes Ende finden, wobei ein
pünktliches Eintreffen durch die allgemeine Überforderung der nordrheinischen
Verkehrsbetriebe bis kurz vor dem Kickoff in Frage gestellt war. Alle
verspäteten Besucher seien hierbei vertröstet – es gab keine grossartigen Intros zu sehen…
Beide
Equipen suchten ihr Glück von Beginn weg in der Offensive, was (aufgrund der entblössten Defensivabteilungen) zu zahlreichen
Torchancen führte, wobei sich die Gastgeber überraschend effizient zeigten
und nach einer Viertelstunde mit zwei Toren in Front lagen. Nach vor der
Pause kamen die immer stärker aufspielenden Essener durch einen herrlichen
Freistosstreffer zum verdienten Anschlusstreffer, nachdem ihnen in der
vorhergehenden Aktion ungerechterweise ein regulärer Treffer aberkannt wurde. Nach
dem Pausentee fand die unterhaltsame Begegnung eine
kuriose Fortsetzung: Bereits wenige Sekunden nach Wideranpfiff verhängte der
Unparteiische nach einem unsinnigen Foulspiel eines Düsseldorfers zurecht
einen Strafstoss; wenige Minuten später erhielten die Gäste aus dem Ruhrpott
einen weiteren Elfmeter zugesprochen – innert kürzester Zeit war das Spiel
gedreht! Die Gastgeber vermochten nicht mehr zu reagieren, wirkten insgesamt
erschreckend ideenlos bei ihren Angriffsbemühungen und fingen sich in der
Schlussphase einen weiteren Treffer nach einer Standardsituation ein.
Wo früher das altehrwürdige
Rheinstadion stand, erstrahlt nun die LTU-Arena in vollem Glanz. Der
zweistöckige All-Seater ist willkürlich mit Sitzen
in den verschiedensten Farben ausgestattet, was den bekannten Effekt eines
vollen Stadion bewirken soll. Eine grössere Fläche
mit roten Sitzen im Unterrang der Haupttribüne kennzeichnet wiederum die
Sitzangebote der besseren Sorte in einem langweiligen Neubau, der
verständlicherweise komplett überdacht ist und zudem über geschlossene (Stadion-)Ecken
verfügt.
Ausgestattet mit einer enormen
Stimmgewalt standen sich die beiden verhassten Fangruppen auf den beiden
Hintertortribünen gegenüber. Der Support entwickelte sich analog zum
Geschehen auf dem grünen Rasen: In einer rasch um sich greifenden Ekstase
halten bereits nach wenigen Minuten die ersten Düsseldorfer Wechselgesänge
durch das weite Runde der Urlauber-Arena. Die Gäste aus Essen waren erst bei
einem vorteilhaften Spielstand in einem grösseren Ausmass zu vernehmen, während die heimischen Anhänger nur
mehr sporadisch auf sich aufmerksam machten. |