|
Tore: Takak
0:1 (13.), van der Gun 1:1 (43.)
Vor dem Anpfiff musste jedoch
zuerst der fussballerische „Kulturschock“ überwunden werden, denn die
Unterschiede zwischen Grossbritannien und dem europäischen Festland schienen
heute wirklich enorm, was sich insbesondere im (aktiven) Verhalten der
Zuschauer widerspiegelte, aber z.B. auch bei der Verpflegung und den
dazugehörigen Preisen. So gaben die Supporter von Den Haag bereits vor dem Anstoss eine erste
Kostprobe ihres zweifellos vorhandenen Könnens zum Besten. Die Begegnung verlief zu Beginn
sehr ausgeglichen – die Gäste versuchten mit Weitschüssen zum Erfolg zu
kommen, während Den Haag noch keine Möglichkeiten verzeichnen konnte. Das
harmlose Auftreten der Gastgeber schien jedoch nicht mit der Unterstützung
der Zuschauer zusammenzuhängen: Der durchgehende Support von grossen Teilen
der riesigen Gegentribüne war einfach nur überragend. Auch ansonsten hatte
sich heute eine ungewohnt grosse Kulisse im Stadion eingefunden.
Das nicht konsequente Eingreifen
der Den Haag-Verteidiger bei einem Angriff der Gäste nach exakt einer
Viertelstunde verursachte schliesslich auch die glückliche Führung für
Zwolle. Der Gäste-Stürmer Takak konnte seelenruhig
durch die gegnerische Abwehr spazierenden, ohne dass
er wirklich attackiert wurde und den Ball problemlos am herauslaufenden
Keeper vorbei im Tor unterbringen. Erstaunlich die darauf folgende Reaktion
der Anhänger von Den Haag, die ihr Team nun noch stärker nach vorne trieben. Dennoch blieben gefährliche
Torchancen weiterhin Mangelware, da sich die Gastgeber insgesamt zu
unentschlossen zeigten und über keine zündende Idee zu verfügen schienen.
Praktisch mit dem Pausenpfiff fiel dennoch der Ausgleich, als ein
Zwolle-Verteidiger das runde Leder im einigen Strafraum verspielte und van
der Gun den Ball ohne grosse Mühe über den
Schlussmann ins Gehäuse lupfen konnte.
Auch nach dem Seitenwechsel
waren die Gastgeber mehrheitlich in Ballbesitz und vor allem der
dunkelhäutige Stürmer in den Reihen von Den Haag sorgte für einigen Wirbel in
der Abwehr von Zwolle; dennoch blieben die Angriffe weiterhin zu umständlich,
wodurch sich kaum gefährliche Chancen ergaben – und wenn die Gastgeber doch
zum Abschluss ansetzten, war meistens ein gegnerisches Körperteil zwischen
Ball und Tor. In der Folge flaute auch die
Stimmung merklich ab, was sich vor allem bei den Gästen bemerkbar machte, die
nach gutem Beginn analog zu ihrer Mannschaft abzubauen schienen. Kurz vor dem
Ende ermöglichte ein Abwehrfehler der Gastgeber einem Zwolle-Angreifer aus
dem Nichts eine gute Chance auf dem Siegestreffer, doch der Keeper rettete
seiner Equipe den einen Punkt und so blieb es am Ende beim Unentschieden,
welches (wie gewohnt) keiner Mannschaft weiterhelfen wird. |