Tore: Rinke 0:1 (8.), Fameyeh 1:1 (21.), Kosturkov 2:1/3:1 (69./76.)

 

Nach dem Abpfiff in Aalen machte ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof, wo es mit dem Zug zur zweiten Partie am heutigen Tag ins nördliche Crailsheim ging. Der exakt ausgearbeitete Zeitplan sah vor, dass mir nach meiner Ankunft am zweiten Tagesziel genau 21 Minuten blieben, um zum örtlichen Stadion zu kommen. Dies sollte mit (m)einer durchschnittlichen Fitness doch problemlos zu schaffen sein – ausser bei gleichzeitigem Verlust des Orientierungssinn. Und so erreichte ich das Schöneburgstadion (nach Erfüllung der Aufgabe: „Wie sehe ich das ganze Dorf in zwanzig Minuten…?“) erst zur dritten Spielminute.

 

 

Und kaum hatte ich einen passenden Standort im Ground gefunden, durfte auch bereits den Führungstreffer der Ulmer bestaunt werden: Nach einem schönen Pass in die Tiefe tauchte Rinke frei vor dem Crailsheimer Tor auf und verwandelte eiskalt zum 1:0. Doch die Gastgeber liessen sich durch den frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und verwerteten ihrerseits die erste gefährliche Möglichkeit nach einem Ulmer Abwehrfehler zum Ausgleichstreffer.

 

 

In der zweiten Halbzeit fielen die Angreifer der „Spatzen“ vor allem durch das Auslassen einiger guten Chancen auf – und so folgte in der 69. Minute die gerechte Strafe, als Kosturkov den Ball ansatzlos im weiten Eck unterbrachte. Der selbe Spieler sorgte sieben Minuten später für die endgültige Entscheidung zugunsten des spielstarken Aufsteigers. Erwähnenswert ist sicherlich auch noch der Platzsturm einiger entnervter Ulmer Fans nach dem vierten Treffer von Crailsheim, der jedoch zu Recht wegen Stürmerfoul aberkannt wurde. Die übermächtige Polizeipräsenz, welche für dieses „Risikospiel“ aufgeboten wurde, konnte jedoch weitere Übergriffe verhindern.

 

 

Die Stimmung war eher enttäuschend: Die Anhänger von Crailsheim fielen mehr durch ihre mitgebrachten Trommeln als durch lautstarke Gesänge auf. Und bei den Ulmern versuchte eine (ständig wechselnde) Kleingruppe für Stimmung zu sorgen, was jedoch auch nicht recht überzeugen konnte.

 

Der Sportplatz von Crailsheim konnte mit der rasanten Entwicklung der Mannschaft nicht ganz mithalten und so ist die Stehtribüne der einzige Ausbau des Grounds, der weder über Sitzgelegenheiten noch eine Überdachung verfügt – und somit bleibt das Fazit, dass der grosszügige Mäzen des Vereins seine Kohle vielleicht auch mal ins Stadion investieren sollte.

 

Fortsetzung der Kosten: weiter bei Karlsruhe - Duisburg

Bahnticket nach Crailsheim und zurück (0 Euro) – es wurden keine Kontrollen durchgeführt /

Eintritt Stehplatz Schüler (4 Euro) / 3dl Coca Cola (1.50 Euro) / Würste bereits früh ausverkauft! /

Übernachtung im Hotel Antik*** Aalen (inkl. Frühstück; 43.00 Euro)