Tore: Gil 1:0 (10.), Seoane 1:1 (45.)

 

Nach dem Frankreich-Reinfall vom letzten Wochenende sollte das Fussball-Jahr mit dem bedeutungslosen Schweizer Testspiel zwischen Concordia Basel (Challenge League) und dem FC Aarau (Super League) eröffnet werden. Auch der Austragungsort vermochte nicht zu Freudensprüngen zu verleiten; die kurze Anreise liess jedoch darüber hinwegschauen, dass heute nur auf einem Kunstrasenplatz (ohne Ausbau) gekickt wurde.

 

 

Auf die Entrichtung eines Obolus wurde ebenfalls verzichtet, was gleichzeitig bedeutete ohne Ticket wieder nach Hause kehren zu müssen, und so positionierte ich mich zwischen den beiden Spielerbänken neben den übrigen Schaulustigen. Die Basler gingen zu Beginn engagierter zu Werke und kamen, nach einem der zahlreichen Aarauer Abspielfehler im Mittelfeld, bereits nach zehn Minuten zum Führungstreffer durch den Brasilianer Gil.

 

Die Gäste fanden erst nach einigen Minuten Anlaufzeit ins Spiel und konnten sich nun aber einige erfolgsversprechende Chancen erarbeiten, was jedoch den frühen Rückstand auch nicht mehr rückgängig machte: Zuerst setzte De Napoli seinen gefühlvollen Lob nicht nur über den Torhüter, sondern auch noch über das verlassene Gehäuse und später scheiterte auch Bieli im direkten Duell gegen den Schlussmann der Basler. Auch der Kopfball von Christ verfehlte sein Ziel und strich ungenutzt am rechten Pfosten vorbei.

 

 

Praktisch mit dem Pausenpfiff vermochten die oberklassigen Aarauer endlich auszugleichen: Mittelfeldspieler Seoane, zuvor vor allem durch ungenaue Zuspiele aufgefallen, traf aus 30 Metern ansatzlos zum verdienten Ausgleich in den rechten Winkel. Die verkürzte Halbzeitpause wurde zum sinnlosen Umrunden des Grounds genutzt, während die beiden Mannschaften auf dem Kunstrasen ihre Besprechungen für die kommenden 45 Minuten abhielten.

 

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt: Die Gäste bekamen das Spiel, trotz zahlreichen Auswechslungen, zwar immer besser in den Griff, vermochten sich jedoch keine weiteren Chancen zu erarbeiten – und die Spieler von Concordia Basel konnten sich nun überhaupt nicht mehr durchsetzen. Das Endergebnis geht sicherlich in Ordnung, weil die Basler vor allem durch ihre Effizienz überzeugten und die Gäste (noch) nicht in der Lage waren, mehr zwingende Chancen herauszuspielen.

 

 

Im Übrigen war die Partie zeitweise von beiden Mannschaften sehr hart geführt, was sich wohl am besten in einem Zitat des Aarauer Neo-Trainers Martin Rueda ausdrücken lässt: „Wo ist denn das Freundschaftsspiel, wo?!“. Auffällig war sicherlich auch die Ansammlung von Journalisten und (Hobby-)Fotografen, die sich für diese Begegnung zu interessieren schienen.

 

Fazit: Kunstrasenhopping rules! ;-) Ground und Spiel sind jedoch nicht nennenswert.