Tore: Gastaldi 0:1 (30.), Saccone 1:1 (66.), Biancavilla 2:1 (87.)

 

Im Rahmen des ersten Spieltages der Schweizer Challenge League (zweithöchste Spielklasse) empfing Concordia Basel die Gäste aus Wohlen. Auf das Spiel wurde ich durch Groundhopping-Kollege Olli aus Bremen aufmerksam, der das Spiel während seiner Tour durch die Schweiz besuchte. Und so trafen wir uns auch tatsächlich vor dem Spiel im Stadion Rankhof.


Zu Beginn des Spiels kam die Heimmannschaft zu einigen guten Chancen, welche jedoch alle dank eigenem Unvermögen oder klaren Fehlentscheiden des Schiedsrichters vernichtet wurden. Der FC Wohlen konnte sich selten aus der eigenen Spielhälfte befreien - umso überraschender, dass die Gäste in der 30. Minute durch Gastaldi in Führung gehen konnten.

"Congeli", wie das Heimteam auch genannt wird, liess sich vom Gegentor jedoch nicht weiter beeindrucken und setzte seinen Sturmlauf auf das Gästetor weiter vor - bis zur Halbzeitpause gab es aber keine zwingenden Chancen mehr zu bestaunen.


In der zweiten Halbzeit ging es im selben Stil weiter: Das Heimteam war drückend überlegen. Es dauerte jedoch weitere zwanzig Minuten bis der Ausgleich gefallen war. Nach 66 Minuten verwandelte Saccano den fälligen Strafstoss, nachdem Congeli-Stürmer Gil nach einer Flanke im Strafraum regelwidrig zu Boden gedrückt wurde.

Die Spieler von Concordia Basel warfen jetzt alles nach vorne - es war allen Spielern anzumerken, dass sie den ersten Heimspiel in der laufenden Saison einfahren wollten. Wenige Minuten vor dem Ende der Partie fiel dann das erlösende Siegestor durch Biancavilla (aus stark abseitsverdächtiger Position), der den Ball alleine vor dem Tor am Gäste-Torhüter vorbei ins Netz schob. Die Gäste aus Wohlen konnten danach nicht mehr reagieren und wurden für ihre Defensivtaktik bestraft - Concordia konnte hingegen die ersten drei Punkte der Saison bejubeln.


Beschämend war der Zuschaueraufmarsch: Neben der geringen Besucherzahl war auch der nichtvorhandene Fansupport (von beiden Vereinen) im negativen Sinne überraschend - nur einige nicht besonders hochwertige Zwischenrufe von selbsternannten "Fussball-Experten" waren zu vernehmen! Und dies soll die Zukunft des Schweizer Fussballs sein?!

 

Fazit: Durchschnittliches Spiel in einem gepflegten "Beton-Stadion" ohne jegliche Stimmung.