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Tore: Tcheutchoua 0:1/1:2 (20./27.), Tum 1:1
(24.) Auch wenn ich die ständigen
Länderspielpausen als eine störende Unterbrechung des Ligenbetriebs empfinde,
sorgen diese Perioden doch immer wieder für interessante Freundschaftsspiele.
Die heutige Reise hatte ihr Endziel im französischen Städtchen Colmar, wo die Partie zwischen Aarau und Metz entgegen
anders lautenden Behauptungen erst um 19 Uhr angepfiffen wurde, was mein
Zeitpolster weiter anschwellen liess. Immerhin
konnte mich dadurch weder der Streik der belgischen Eisenbahner noch der
(erstaunlich) lange Fussmarsch zum Stadion
beunruhigen…
Nach einer ereignislosen
Startphase konnten die Aarauer nach zwanzig Minuten mit ihrer ersten
Torchance gleich in Führung gehen – nach einer kurz ausgeführten Ecke war Tcheutchoua (auf Flanke von Bekiri)
mit dem Kopf zur Stelle. Zwei weitere Möglichkeiten wurden knapp vergeben und
wenig später konnte der frühere Basler Angreifer Tum
(ebenfalls per Kopf) ausgleichen. Die Gäste aus der Schweiz zeigten sich
unbeirrt und erneut nur wenige Zeigerumdrehungen später sorgte wiederum der
kopfballstarke Kameruner Tcheutchoua (nach einem
Eckball von rechts) für die neuerliche Aarauer Führung.
Nach dem Seitenwechsel wurden
die spärlichen Zuschauer auf der grossen
Haupttribüne des „Colmar Stadium“ kaum mehr mit
sehenswerten Spielzügen und viel versprechenden Abschlussmöglichkeiten
verwöhnt; auch eine Aarauer Druckphase nach einer Stunde Spielzeit war nicht
von (Tor-)erfolg gekrönt. In der Schlussphase konnte sich Berisha mit einem Seitfallzieher gekonnt in Szene setzen; auf Seiten von
Metz vergab der eingewechselte Zewlakow freistehend
die letzte Chance auf den Ausgleich. Es blieb bei einem verdienten Sieg der
Aargauer gegen einen erschreckend harmlosen Erstdivisionär aus Frankreich,
der wohl nicht zu Unrecht am Tabellenende steht.
Im Nordwesten der Stadt gelegen,
besticht das Colmar Stadium vor allem durch eine
überdimensionierte Tribüne (mit weissen und blauen
Sitzschalen), welche auch mit einer gewölbten Dachkonstruktion der besseren
Sorte aufwahrten kann. Auf den drei übrigen Seiten des Grounds
(ohne Ausbau) wird hingegen ebenerdig gestanden. |