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Tore: Drsek 1:0 (88.) Auch die fortschreitende Kommerzialisierung
im Sport kann manchmal seine gute Seiten haben: So konnte der deutsche Profifussball mit einem hochklassigen Doppler an einem
gewöhnlichen Wochentag aufwarten – mit Stecki
konnte auch ein würdiger Mitfahrer gefunden werden. Nach einer kurzweiligen
Fahrt über Frankfurt und durch das Siegenerland wurde die Ruhrmetropole (und
Dauerbaustelle) Bochum ohne Probleme erreicht.
Die Gastgeber begeisterten mit einer
aggressiven Anfangsoffensive und erzielten bereits nach fünf Minuten den
vermeintlichen Führungstreffer, als ein Drsek-Schuss
vom Dresdner Verteidiger erst hinter der Torlinie abgewehrt wurde, aber der
Unparteiische in einer unübersichtlichen Situation nicht auf Tor entschied.
In der Folge stand die Hintermannschaft aus Dresden immer kompakter, wodurch
die Bochumer (trotz mehrheitlichem Ballbesitz) zu keinen gefährlichen
Möglichkeiten mehr kamen. Die Gäste verzeichneten erst kurz vor dem
Seitenwechsel ihre erste Chance – doch Kennedy verpasste das Gehäuse mit
seinem Kopfball um einige Meter. Auch nach der Pause rannten die
Gastgeber pausenlos an, holten allerdings kaum zählbare Ergebnisse heraus.
Die meisten Bochumer Torchancen entsprangen aus Flanken und Eckbällen, welche
jeweils gefährlich auf das Dresdner Gehäuse geköpft wurden. Die Partie war
bereits in den Schlussminuten angelangt, als einer dieser zahlreichen Corner
anstand – Drsek köpfte das Leder ins weite Eck, wo
ein Abwehrversuch eines Dresdner Feldspieler missglückte und der Ball zum
verdienten Bochumer Siegestreffer im eigenen Tor landete.
Im heimischen Block wurde
typischerweise solide Arbeit (aus dem Ruhrpott) geboten, d.h. es konnte zwar
eine erfreuliche Lautstärke erreicht werden, aber die grosse
Abwechslung schien eindeutig zu fehlen; auch ein spezielles Intro (oder andere optische Hilfsmittel) kamen zu keinem
Zeitpunkt der Begegnung zum Einsatz. Die Gäste aus dem Osten enttäuschen auf
der ganzen Linie: Trotz einem vollen Gästeblock waren die Dresdner nur
spärlich zu vernehmen und zu mehr als einem einfallslosen „Dynamo!“ sollte es
scheinbar nicht reichen.
Beim
Bochumer Ruhrstadion handelt es sich um einen traditionellen Bau im kompakten
Stil mit geschlossen Ecken, wo sich (mit Ausnahme der heimischen Fankurve) auch
die einzigen Stehplätze im Stadion befinden. Die beiden Längsseiten sowie
eine Hintertorseite sind vollständig mit blauen Sitzschalen bestückt mit dem
Schriftzug „VfL Bochum 1848“ (Gegentribüne) resp. „VfL“ (hinter dem Tor) versehen.
Der Ground ist zudem komplett überdacht und aufgrund
seiner markanten Flutlichtmasten aus grosser
Entfernung zu erkennen. |