Tore: Giallanza 1:0/2:0 (24./41.), M’Futi 2:1 (50.)

 

Der geplante Besuch im neuen „Stade de Genève“ in Genf wurde aufgrund akuter Müdigkeitserscheinungen bei langen Zugfahrten in den letzten Tagen durch einen kurzen Trip ins Berner Neufeld ersetzt, welches momentan dem örtlichen Super League-Verein Young Boys Bern als Ausweichstadion dient, bevor in einigen Monaten das neue Wankdorf-Stadion bezogen werden kann. So oder so sollte die Komplettierung der Schweizer Ligen vorangetrieben werden.

 

 

Bei kalten Temperaturen hätte sich wohl mancher Zuschauer gewünscht, auch auf dem grünen Rasen herumrennen zu dürfen, um sich so ein wenig aufzuwärmen. Die Berner Spieler liessen sich von den frostigen Verhältnissen nicht beirren und legten los wie die Feuerwehr. Bereits nach wenigen Minuten setzte Rückkehrer Giallanza einen Kopfball knapp am Neuenburger Gehäuse vorbei. Kurze Zeit später scheiterte Sermeter mit einem Flachschuss nur knapp.

 

Auch wenn das erste Tor für die Gastgeber nur eine Frage der Zeit war, dauerte es knapp 25 Minuten bis die YB-Fans erstmals jubeln durften: Nachdem sich Chapuisat am linken Flügel gekonnt durchsetzen konnte, köpfte Giallanza dessen Flanke aus kurzer Distanz ins Tor der Gäste aus dem Welschland. Erst nach dem Gegentor brachten die Neuenburger einige gefährliche Aktionen zu Stand – die einfallslosen Weitschüsse verfehlten ihr Ziel jedoch immer klar.

 

 

Die Berner blieben die spielbestimmende Mannschaft und nutzten dies in der 41. Minute zum zweiten Tor am heutigen Nachmittag: Nach einem Energieanfall von Sermeter auf den rechten Seite war wiederum Giallanza zur Stelle, der den Ball über die Linie drücken konnte. Der oft verletzte Doppeltorschütze sorgte kurz vor der Halbzeitpause  noch für eine kleine Schrecksekunde, als er mit einem unkontrollierten Kopfball fast seinen eigenen Torhüter bezwingen konnte.

 

Überraschenderweise gelang dem eingewechselten Stürmer Ojong mit einem herrlichen Weitschuss kurz nach Wideranpfiff der Anschlusstreffer für die defensiv eingestellten Gäste. In der Folge konnten sich die Xamax-Spieler einige gute Chancen herausspielen, die den Torhüter der Young Boys jedoch nur selten zu fordern wussten.

 

 

Auf der Gegenseite verpassten es die Berner den Sack endgültig zuzumachen – mehrere aussichtsreiche Chancen wurden von den Gastgebern fahrlässig vergeben, was sich zur Freude der meisten Zuschauer aber nicht mehr rächen sollte.

 

Auch die Leistung der Fans konnte mich nicht wirklich erwärmen: Bei den Bernern war der Fanblock (inmitten der anderen Zuschauer) überraschend klein und ruhig. Im Block der mitgereisten Gästefans gab es dasselbe Phänomen zu verzeichnen wie bereits beim Spiel vom vergangenen Freitag: Nach anfänglich starkem und regelmässigem Support nahm die Unterstützungsbereitschaft mit der Zeit stark ab. Erst nach dem Anschlusstreffer kam unter den Xamax-Fans wieder ein wenig Stimmung auf.

 

Fazit: Durchschnittliches Spiel in einem typischen Ausweichstadion ohne Stimmung.