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Tore: Confalone 1:0 (93.) Auch am zweiten Tag der
Italien-Reise zeigte sich das Wetter von seiner launischen Seite: In Arezzo wechselten sich Regen und Sonnenschein stündlich
ab. Die zweifelhaften Verkaufsmethoden der Eintrittskarten schienen sich
erfreulicherweise noch nicht bis in die viertgrösste
Stadt der Toskana durchgesprochen zu haben – auf alle Fälle standen die
Tickets an den Stadionkassen (ohne Vorlage eines Ausweises) zum freien Verkauf.
In Arezzo
geriet der (auswärts) punktelose Gast aus Catanzaro
von Beginn weg unter Druck: Die Einheimischen waren oftmals nur mit unrechten
Mitteln zu stoppen, zeigten sich vor dem gegnerischen Gehäuse aber
abschlussschwach. Die Begegnung flachte in der Folge merklich ab und als sich
einige Zuschauer wohl bereits ins Land der Träume verabschiedeten, sorgte Catanzaro mit einem Pfostenschuss aus dem Nichts für ein
allgemeines Erwachen im Stadion. Nach dem Seitenwechsel schnellte
die Fehlerquote auf beiden Seiten vorübergehend in astronomische Höhen, doch
die Gastgeber vermochten sich schnell wieder zu fangen und vergaben in der
Schlussphase auf unglaubliche Art und Weise mehrere Grosschancen.
In der Nachspielzeit verspielte der egoistische Angreifer aus Catanzaro eine einmalige Siegeschance; im Gegenzug durfte
Arezzo dank einem abgefälschten Verzweiflungsschuss
doch noch jubeln.
Die Gesänge waren auf beiden
Seiten wieder von einer erstaunlichen Lautstärke; sogar der kleine Gästeblock
konnte sich (mit Ausnahme eines kleinen Durchhängers zu Beginn der zweiten
Hälfte) immer wieder Gehör verschaffen. Im optischen Bereich war die Partie
enttäuschend: Die heimischen Anhänger besassen zwar
ein knappes Dutzend Schwenkfahnen, die jedoch nur selten zum Einsatz kamen.
Auch die Gäste aus dem Süden hatten nur wenige Zaunfahnen zu bieten – „immerhin“
wurde zu Beginn noch eine Bengale im Gästebereich gezündet…
Die längliche Haupttribüne
verfügt in der Mitte über bordeauxrote Sitzschalen, die in den äusseren Sektoren in normale Betonstufen übergehen; zwei
weitere Seiten des Grounds sind mit ungefähr
fünfzehn unüberdachten Stehstufen bestückt. Auf einer Hintertorseite wurden
diese Stehstufen kürzlich durch eine riesige Tribüne (ebenfalls ohne
Überdachung) mit mehr als dreissig Holzbankreihen ersetzt,
die nun als Heimblock dient. |