Tore: Saglik 1:0 (82.)

 

Beim einzigen Vorbereitungsspiel im Wersestadion in Ahlen standen sich der örtliche Zweitbundesligist und der türkische UEFA-Cup-Teilnehmer aus Gaziantep gegenüber. Vor allem die Türken schienen das Spiel sehr ernst zu nehmen – hatten sie doch bereits im Vorfeld der Partie angekündigt, dass „dieses Spiel das wichtigste überhaupt in ihrer Vorbereitung auf die neue Saison“ wäre.

 

 

Zu Beginn des Spiels hatte man jedoch das Gefühl die Türken würden die Partie ZU ernst nehmen: In der Startphase zeichneten sich die Spieler von Gaziantepspor vor allem durch hässliche Fouls und pausenloses Rummeckern  aus. Die Ahlener liessen sich dadurch jedoch nicht beirren und zeigten, vor allem über die rechte Seite ihres „brasilianischen“ Neuzugangs Ansgar Brinkmann einige sehenswerte Spielzüge.

 

Zwingende Chancen konnte sich jedoch keine der beiden Mannschaften mehr erarbeiten und so ging es torlos in die Kabinen. Kurz zuvor hatten sich die Gäste selber geschwächt als Namli nach der zweiten gelben Karte wegen wiederholtem Ballwegschlagen des Feldes verwiesen wurde.

 

 

Nach dem Wechsel vermochten die Spieler des LR Ahlen den Druck auf die Gäste zu erhöhen. Die zahlenmässige Überlegenheit machte sich bemerkbar – doch (vorerst) wollte der Ball einfach nicht ins Tor. Nach 59 Minuten wurde mit Colak der zweite Türke frühzeitig unter die Dusche geschickt, nachdem er einem gegnerischen Spieler brutal von hinten in die Beine grätschte.

 

Das Spiel fand ab sofort fast ausschliesslich in der Platzhälfte der Gäste statt. Gaziantepspor vermochte sich nur noch selten aus der eigenen Spielhälfte zu befreien – doch auch diese wenigen Konterchancen der Gäste blieben erfolglos.

 

 

In der 82. Minute durfte dann endlich der grösste Teil der rund 1000 Zuschauer im Wersestadion jubeln: Mahir Saglik erlöste die Ahlener Anhänger mit seinem schönen Weitschusstor. Trotzdem musste bis zum Schluss um den Sieg gezittert werden: In der Schlussminute kamen die Gäste noch zu einem „doppelten“ Pfostenschuss, der jedoch auch nichts mehr einbrachte. Damit war die Sensation perfekt – immerhin besiegte der durchschnittliche Zweitligist den letztjährigen Vierten der türkischen Liga.

 

Der Zuschaueraufmarsch war zwar nicht überragend, aber immerhin zeigten die beiden (gleich grossen) Fangruppen einen tollen und regelmässigen Support, der eine gute Stimmung in die Begegnung brachte. Leider wurde das Auftreten des Gästeteams zeitweise dem Wort „Freundschaftsspiel“ nicht ganz gerecht.