Sonntag, 7. Oktober 2007

FC Aarau 0 FC Basel 3

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 8900 (2000)


Die sonntäglichen Morgenstunden wurden mangels (zeitlich) attraktiven Spielpaarungen zum gemütlichen Ausschlafen genutzt, um am Nachmittag frisch erholt und voller Tatendrang im Brügglifeld einzutreffen – doch die Begegnung gegen Basel (als wäre die Bilanz gegen den Tabellenführer nicht schon miserabel genug gewesen...) zeigte schon nach wenigen Minuten das typische (Verlierer-)Muster auf: Die Aarauer vermochten in Person von Burki beste Gelegenheiten nicht zu verwerten und auf der anderen Seite realisierte die gastierende Equipe mit einem spektakulären Sonntagsschuss (im wahrsten Sinne des Wortes!) von Nakata direkt mit ihrer ersten Torchancen den glückhaften Führungstreffer.



Im weiteren Verlauf der Begegnung versuchten die Gastgeber ihre Offensivbemühungen mittels gepflegtem Passspiel rund um Schaltzentrale Bastida zwar aufrecht zu erhalten, doch gefährlich wurde es im Basler Strafraum eher selten. Auf der Gegenseite konnten sich die Gäste hingegen auf vereinzelte Aussetzer der heimischen Abwehr verlassen, die prompt eiskalt ausgenützt wurden – am Ende der ersten Hälfte stand es durch Tore von Eduardo und Streller schon 0:3. Die zweite Hälfte war folglich das erwartete Auslaufen: Basel kontrollierte das Spielgesehenen souverän, während die Gastgeber schlichtweg über zu wenig Durchschlagskraft verfügten, um noch zum Ehrentreffer zu kommen.



Auf den Rängen wurde einiges an Spektakel geboten: In der heimischen Kurve wurde das fünfjährige Jubiläum der Amigos Aarau mit einer rot-schwarzen Blätterchoreo und drei Blockfahnen gefeiert, untermalt durch ein (Wechsel-)Transparent, auf welchem zuerst „5 Johr dor Hemmel & Höll“ und später „Amigos Aarau 2002 - 2007“ zu lesen war. Am Zaun des Gästeblocks wurde dies – wenn auch schwer verständlich – wie folgt kommentiert: „Nach 5 Joor Autarkie isches verby. Choreos billiger dangg Amigo Villiger.“ Die Basler selbst wussten bei Spielbeginn durch ein dichtes Fahnenintro, vereinzelte Wurfrollen und einige Fackeln zu gefallen – auch nach den Toren leuchteten einzelne Bengalen auf. Im akustischen Bereich waren die Gäste vom Rheinknie sowieso während der gesamten Spielzeit dominierend.

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Sonntag, 30. September 2007

FC Aarau 2 FC Sion 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4900 (300)


Als die Spieler um 15.57 Uhr auf den prachtvollen Rasen des Brügglifelds traten, breitete sich eine gespenstige Stille über den mässig gefüllten Zuschauerrängen aus. Zu Ehren von Nicky, ein grundlos zu Tode geprügeltes Mitglied des Amigos, wurde (ohne dass die Zuschauer dazu aufgefordert wurden!!) eine sehr emotionale Trauerminute abgehalten. Auch in den beiden Fankurven fand eine passende Würdigung des Verstorbenen statt: Die Aarauer präsentierten eine komplett in Schwarz gehaltene Choreo inklusive einer Blockfahne mit dem Abbild von Nicky sowie einem Spruchband ("Nicky: I de Korve läbsch du för emmer"); derweil wurden im Gästeblock zwei mitfühlende Transparente gezeigt. Merci à Sion!



Beim Anpfiff wirkte ein Grossteil des Publikums aufgrund der vorherigen Ereignisse immer noch wie gelähmt – auch die riesige Torchance für Nushi, der alleine vor dem gegnerischen Torwart nur den linken Aussenpfosten traf, vermochte die Zuschauer nur langsam aus ihrer Lethargie der Trauer zu befreien. Aber als sich die Gastgeber mittels herrlicher Passfolge durch die löchrige Walliser Abwehr kombinierten und Rogerio schliesslich nach perfekter Vorlage von Antic zur Aarauer Führung nach einer Viertelstunde einschieben konnte, waren endgültig alle Anwesenden erwacht.



Insgesamt blieb die Stimmung aber verständlicherweise ziemlich getrübt. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Einheimischen die Begegnung jederzeit unter Kontrolle hatten, während die kriselnden Walliser eine enttäuschende Leistung (ohne Einsatz und Willen) zeigten. Als erneut Rogerio zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff per Kopf zum verdienten 2:0 traf, war die Partie zugunsten der Aarauer entschieden, auch weil Sion zu keinem Zeitpunkt einen Eindruck hinterliess, dieses Spiel noch drehen zu wollen. Fazit des Tages: Wenn eine geschlossene Mannschaft gegen elf Einzelspieler antritt, ziehen Letztere erfreulicherweise meistens den Kürzeren...

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Mittwoch, 26. September 2007

BSC Young Boys 4 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Wankdorf, Bern
Attendance: 9322 (150)


Nun war es also geschehen: Nicky hat seinen persönlichen Kampf verloren. Im Gästeblock erinnerte ein riesiges Spruchband („In unseren Herzen lebst du weiter“) an den sinnlosen Tod des beliebten Mitglieds der Amigos Aarau. Zu seinen Ehren wurden bei Spielbeginn – wenn auch kaum sichtbar – einige schwarze Luftballons präsentiert; auch in der heimischen Kurve hing ein mitfühlendes Transparent ("R.I.P. Nicky"). Auf dem Rasen waren Highlights in der ersten halben Stunde eher selten: Die Aarauer standen in der Defensive (vorerst) gut organisiert, zeigten sich selbst allerdings kaum im Angriff, obwohl die heimische Hintermannschaft eklatante Schwächen, allen voran Kallio, offenbarte, falls es die Aarauer doch mal über die Mittellinie schafften. Aber dann ging es plötzlich Schlag auf Schlag...


Die Aarauer gedenken Nicky. RIP Amigo. Bildquelle: arowa.ch

Eine weite Flanke durch den Strafraum der Gäste fand am hinteren Pfosten mit (eben diesem) Kallio einen geeigneten Abnehmer, um per Kopf zur Berner Führung einzunicken; nur eine Minute später erhöhte Hochstrasser nach einem herrlichen Durchspiel schon auf 2:0. Aarau war nun völlig von der Rolle und kassierte in Anschluss an einem dämlichen Ballverlust sogar noch einen dritten Treffer vor dem Pausentee. In der zweiten Hälfte versuchten die Gäste zwar gefällig zu kombinieren, doch spätestens am Strafstoss war der Aarauer Ideenreichtum am Ende – stattdessen war der „verkappte Stürmer“ (Kallio) mittels Kung-Fu-Kick zum 4:0. Dabei war schon lange nicht mehr entscheidend, dass der Treffer ebenso irregulär war, wie die heftige Intervention von Wölfli gegen Antic. Der Unparteiische zückte dabei nur die gelbe Karte, immerhin buchte Sermeter mit dem fälligen Strafstoss noch den Aarauer Ehrentreffer...

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Samstag, 22. September 2007

FC St. Gallen 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Espenmoos, St. Gallen
Attendance 8500 (150)


In St. Gallen (via Toggenburg) angekommen, setzten die Gästefans einen ersten Höhepunkt, als sie als Intro ein rotes Blättermeer präsentierten, aus dem mehrere Doppelhalter mit dem Vereinswappen herausragten; dazu gab es ein passende Spruchband in grauenhafter Aargauer Dialektik („Emmer weder Aarau“). In der heimischen Kurve waren gleichzeitig nur einige Fahnen und Doppelhalter zu sehen, aber akustisch sollte sich St. Gallen in der Folge als klar überlegen zeigen, wobei vor allem die durchgehenden Gesänge (auch während der Pause) positive Erwähnung verdienen. Die Aarauer waren hingegen nur gegen Spielende zu vernehmen, was auch mit dem Spielverlauf zusammengehangen haben dürfte...


Bildquelle: arowa.ch

...denn zu Beginn des heutigen Abstiegsduells waren die gastgebenden Akteure klar überlegen, was zum frühen Führungstreffer durch Ural führte. Im Gegenzug hämmerte Sermeter das Leder zwar aus 25 Metern an den linken Torpfosten, doch insgesamt waren die Ostschweizer spielbestimmend, was zwei Aluminiumtreffer von „Altmeister“ Zellweger verdeutlichen. Als die Aarauer mit fortlaufender Spieldauer ihr Glück vermehrt in der Offensive suchten, wurden sie prompt mit dem Ausgleich durch Ianu belohnt. Nun zündeten beide Equipen ein kollektives Schlussfeuerwerk, wobei vor allem die Einheimischen mehrfach hochkarätige Chancen ausliehen, wodurch es beim (aus Gästesicht) glücklichen Remis blieb.

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Samstag, 15. September 2007

FC Sarnen 1 FC Aarau 7

Swisscom-Cup (1. Runde)
Sportplatz Seefeld, Sarnen
Attendance: 2520 (250)


Anfänglich eine kleine Ode an unseren Cupbewerb: Es macht doch immer wieder Freude in unerforschte Gebiete zu reisen, um vor rekordverdächtigen Kulissen in lockerer Atmosphäre zu sehen, wie sich der „kleine, unbeschwerte David“ in einem alles entscheidenden Ernstkampf mit dem „übermächtigen Goliath“ zu messen versucht, um schliesslich (trotz deutlicher Niederlage) fröhlich und stolz vom unebenen Rasen zu treten. Lang lebe der nationale Pokal, aber bitte ohne Sponsorenbezeichnung...



Im Obwaldner Hauptort Sarnen sollte dies (abgesehen von der unsäglichen Telekomwerbung) tatsächlich alles zutreffen. Auf dem unspektakulären Sportplatz mit Seeblick wurde für das selbst ernannte Dorffest eine grosse Behelfstribüne installiert und bei Spielbeginn überzeugten die heimischen Supporter mit einem Spruchband („FC Sarnen since 1933“) über die gesamte Hintertorseite, abgerundet mit ein wenig Rauchzeichen (später sollten zwei weitere Einlagen der pyrotechnischen Art folgen). Chapeau.



Im sportlichen Bereich war der Cupfight eine (sehr) einseitige Angelegenheit: Als die Aarauer eine heimische Drangphase in den Startminuten überstanden hatten, nagelte Sermeter einen Freistoss aus 25 Metern ins gegnerische Gehäuse. Ohne spielerisch zu brillieren, vermochten die Profikicker in (un-)regelmässigen Abständen weiter zu erhöhen, bevor die Einheimischen schliesslich nach einer Stunde Spielzeit zum umjubelten Ehrentreffer (per Kopf) kamen. Sarnen, immer wieder gerne!

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Samstag, 1. September 2007

FC Aarau 1 FC Zürich 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7100 (1500)


Wenn die Aarauer auf den amtierenden Schweizer Meister treffen, haben die Statistiker meistens schlechte Nachrichten für die Rüebliländer: So warten die heutigen Gastgeber schon seit zehn Begegnungen auf einen Vollerfolg gegen die Stadtzürcher (mit einem vernichtenden Torverhältnis von 6:28). Auch das neuste Aufeinandertreffen begann für die Einheimischen denkbar schlecht, als der frühere Zürcher Rapisarda das Leder in der zweiten Minute am machtlosen Benito vorbei ins eigene Tor lenkte. Der „Höhepunkt“ des Spiels folgte in Minute Fünf, als Benito einen scharfen Raffael-Schuss spektakulär über das Tor lenkte ... dachten zumindest alle Anwesenden inkl. Schiedsrichter Grossen, der folglich auf Eckball entschied, als der Ball noch in der Luft war – das Spielgerät fiel schliesslich doch ins Aarauer Gehäuse. Bizarr, denn das Reglement sah nun vor: Schiedsrichterball...



Die Beteiligen mussten sich zuerst von diesem Schock erholen, was die Partie einige Minuten sehr ereignislos werden liess. Danach kamen die Aarauer immer besser ins Spiel, vor allem über die rechte Seite von Sermeter rollten einige brandgefährliche Angriffe – Referee Grossen sorgte derweil für ausgleichende Gerechtigkeit, als er ein klares Handspiel eines Zürchers im eigenen Strafraum grosszügig übersah. Im Besonderen die Zeigerumdrehungen kurz vor (und kurz nach) dem Pausentee boten grosses Spektakel, als beide Equipen mehrere Treffer nur äusserst knapp verpassten. Vor Ablauf einer Stunde fasste sich schliesslich Aussenverteidiger Mutsch ein Herz, umspielte drei Gegenspieler und setzte das Spielgerät gekonnt (und unhaltbar) in den entfernten Torwinkel – der verdiente Ausgleich für Aarau!



Zwar hatten beide Teams in der Folge weitere aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten, doch blieb es bis am Ende bei der gerechten Punkteteilung. Daher hatte auch der dumme Platzverweis gegen den Zürcher Einwechselspieler Staubli nur wenig Auswirkung auf das Spielgeschehen. Eine starke Choreographie präsentierten die Gästefans, indem sie sich mit der typischen Symbolik aus der Optikerbranche sowie einem Spruchband („Ich glaub ich gseh nöd rächt!“) über die hohen Ticketpreise im neuen Letzigrund beklagten. Die heimischen Fans forderten hingegen mittels Transparent „Lasst die Adler raus“, untermalt durch eine schwarz-weisse Blätterchoreo und drei mit Adlern bestückten Blockfahnen.

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Samstag, 25. August 2007

Neuchâtel Xamax 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stade de la Maladière, Neuchâtel
Attendance: 5220 (300)


Die samstägliche Tagesausflug ins Schmuckkästchen namens Maladière (wodurch die NLA wieder einmal für einige Monate komplettiert wurde) war begleitet von grosser Vorfreude. Das neue All-Seater-Stadion mit seiner einzigartig asymmetrischen Bauweise sollte allerdings das einzige Highlight des Tages bleiben: Auf dem Spielfeld zeigten die äusserst defensiv eingestellten Aarauer ihre (bisher) schlechteste Saisonleistung; nur der mangelnden Qualität des Gegners war es zu verdanken, dass man nicht früh ins Hintertreffen geriet. Und es sollte (kurzfristig) sogar noch besser kommen: Aus dem Nichts traf Rapisarda nach einem Corner von „Rückkehrer“ Sermeter wenige Minute vor dem Pausenpfiff zur glückhaften Aarauer Führung. Der Druck der Xamaxiens wurde nach der Pause laufend grösser, was Nuzzolo schliesslich nach einer sehenswerten Kombination zum verdienten 1:1 auszunutzen vermochte.



In der Nachspielzeit – zuvor hatten beide Equipen, allen voran die Gastgeber, viele Torchancen fahrlässig vergeben – klärte Mesbah vor dem eigenen Keeper unnötigerweise auf Kosten eines Eckballs, der (natürlich!) prompt zum späten Torerfolg für Neuchâtel führte. Auch ansonsten gab es zahlreiche Gründe, um sich aufzuregen: Da wäre z.B. Madame Petignat, ihres Zeichens Quoten-Schiedsrichterin des Fussballverbandes, die heute (wieder einmal) ihr nicht vorhandenes Fachwissen unter Beweis stellen durfte. Und von (guter) Stimmung mag man in Neuenburg auch unter keinen Umständen sprechen. Zwar wäre die Stadionakustik annehmbar, aber vor allem die heimische Kurve gab an diesem Abend ein schwaches Bild ab – vom faulen Sitzplatzpublikum ganz zu schweigen...

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Samstag, 18. August 2007

FC Aarau 0 FC Luzern 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7400 (1400)


Endlich wieder Derbyzeit. Erinnerungen wurden wach an das letzte Aufeinandertreffen im Brügglifeld, als sich die Aargauer gleich mit 4:1 durchzusetzen vermochten. Zusätzliche Brisanz erhielt das heutige Duell durch das Transfertheater rund um Gürkan Sermeter, der heute allerdings (zu wessen Schutz auch immer...) auf der Tribüne Platz nehmen musste. Auf heimischer Seite wurde zu Spielbeginn eine feine Blätterchoreo (in Rot und Weiss) mit einer „kriegerischen“ Blockfahne und einem passenden Spruchband („Aarau völlig entfesselt“) präsentiert, während sich der gut gefüllte Gästeblock unter die Dichter mischte: „Den Kellenkindern gehn die Lichter aus, freiwillig hälts hier keiner aus“.



Nach einer ereignislosen Startphase fanden die Aarauer immer besser ins Spiel, konnten sich allerdings trotz Feldüberlegenheit nur wenige Torchancen erspielen. Dies änderte sich nach dem Pausentee grundlegend – fortan stürmten die Gastgeber ununterbrochen auf das gegnerische Gehäuse, doch scheiterten die Angreifer jeweils an der eigenen Abschlussschwäche oder dem fehlerfreien Luzerner Keeper. Die Innerschweizer, vor allem auf der Ersatzbank durchwegs mit NLA-unwürdigen Akteuren bestückt, ergaben sich ihrem Schicksal frühzeitig, vermochten aber dennoch dank der Aarauer Unfähigkeit einen Punkt über die Zeit zu retten. Das Spielgeschehen besass zwar eine gewisse Dramatik, doch gute Stimmung wollte nicht aufkommen – erst recht nicht bei den unzufriedenen Gästefans, die ihre Supportbemühungen schon frühzeitig einstellten.

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Dienstag, 14. August 2007

SC Schöftland 0 FC Aarau 10

Freundschaftsspiel
Sportplatz Rütimatten, Schöftland
Attendance: 356 (-)


Zum zweiten Mal innert drei Tagen führte die Reise ins Suhrental, genauer gesagt nach Schöftland. Der örtliche Zweitligist lud zum Testspiel gegen die Reservespieler (d.h. alle Akteure, die am vergangenen Wochenende nicht in der Startformation gegen Thun standen) aus Aarau. In einem (erschreckend) einseitigen Sommerkick kannten die motivierten Gäste aus der Kantonshauptstadt wenig Erbarmen und fegten die "Wehrli-Boys" gleich mit 0:10 vom heimischen Rasen.

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Sonntag, 12. August 2007

FC Thun 2 FC Aarau 5

Axpo Super League
Stadion Lachen, Thun
Attendance: 4850 (300)


Die früheren Ausflüge an den Thunersee mögen aufgrund miserabler Ergebnisse jeweils in schlechter Erinnerung bleiben – und auch heute fiel das Aufstehen ziemlich schwer, wodurch der morgendliche Kick in Ostermundigen gleich mal ad acta gelegt werden konnte. Als Gürkan Sermeter allerdings kurz nach 16 Uhr, und rekordverdächtigen 28 Sekunden, das runde Leder zum 0:1 in den entfernten Torwinkel nagelte, war allen klar, dass dies kein normaler Nachmittag im Berner Oberland werden würde. In der neunten Minute war es wiederum Sermeter, der den Ball in die Mitte flankte, wo der Thuner Zahnd in herrlicher Manier zum Eigentor ansetzte. Die Gastgeber kamen in der Folge immer besser ins Spiel und erzielten folgerichtig nach einer halben Stunde zum Anschlusstreffer, auch wenn mit optimaler Chancenauswertung sogar noch mehr drin gelegen wäre.


Das Bild muss nicht mit den wahren Begebenheiten übereinstimmen... ;-)

Auch nach dem Seitenwechsel setzte die Thuner Defensive ihren katastrophalen Arbeitstag fort: Ein zweites (!) Eigentor liess den Aarauer Vorsprung erneut anwachsen, bevor Ianu und der eingewechselte Rogerio, unbehelligt von der gegnerischen Abwehr, sogar auf 1:5 erhöhen konnten. Der zweite Treffer für Thun hatte schliesslich nur noch kosmetischen Charakter. Die Beobachtungen aus den Fankurven können wie folgt zusammengefasst werden: Im Gästeblock herrschte logischerweise durchgehend eine ausgelassene Stimmung, während der Heimsektor eher einer Trauergemeinde glich, aber immerhin durch eine anständige, wenn auch nicht geschlossene Blätterchoreo (in Rot und Weiss) sowie ein orthographisch inkorrektes Spruchband („Vergesst alles und spielt, wofür ihr auf dem Platz seit“) zu Spielbeginn auf sich aufmerksam machen konnte.

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Sonntag, 5. August 2007

FC Aarau 2 GC Zürich 2

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 6800 (1200)


Die bisherigen Vorstellungen von Aarau, abgesehen vom Auswärtsspiel im Tourbillon, weckten berechtigte Hoffnungen auf den ersten Dreier der Saison - gegen die "neuen" Grasshoppers. Im Aarauer Fanblock wurde ein Spruchband "Hands up for Aarau!" sowie die bildliche Übersetzung dieses Satzes in Schwarz-Weiss präsentiert, wodurch tatsächlich viele Hände in die Höhe gestreckt wurden. Auf Seiten der Gästefans wurde ein Transparent zu Ehren des bei einer Schlägerei schwer verletzten Mitglieds der "Amigos Aarau" hochgezogen ("Amigos Aarau - Kämpfet wiitär, dä Schmerz gaht verbi. Mir hoffät mit eu. S'Nächscht Mal isch er wieder däbi!"). Danke, sehr respektvolle Aktion! Die Aarauer zeigten ihrerseits nach dem Seitenwechsel ein weiteres Spruchband mit der Aufschrift "D'Korve wartet uf dech, Amigo". Die Stimmung war auf heimischer Seite, trotz längeren Pausen, von einer erfreulichen Lautstärke geprägt, während der Support bei den Zürcher Gästen, entsprechend dem Spielverlauf, immer mehr abflachte.



Auf dem Spielfeld entwickelte sich nur mühsam eine ansehnliche Begegnung; da musste wieder einmal der (geplante) Zufall nachhelfen. Und so fasste sich Künstschütze Renggli in der Mitte der ersten Hälfte ein Herz und nagelte das Spielgerät unhaltbar aus 30 Metern ins Aarauer Gehäuse; wenig später "durfte" Bobadilla freistehend per Kopf sogar auf 2:0 erhöhen. Aarau musste nun reagieren, allen voran Trainer Komornicki, der zur zweiten Halbzeit (richtigerweise) Sermeter und Guerrero ins Spiel brachte. Und sofort drehte das Momentum: Aarau war nun eindeutig spielbestimmend und konnte durch einen Elfmeter von Sermeter (obwohl das Foulspiel ausserhalb des Strafraums geschah...) verkürzen. Die Zürcher vermochten mit ihrem erbärmlichen Angreifer Touré kaum mehr für Entlastung zu sorgen, was Aarau einem weiteren Torerfolg immer näher kommen liess (u.a. Pfostenschuss von Mesbah). In der 93. Minute folgte der verdiente Lohn: Eine Flanke von Sermeter, zuvor von Smiljanic mehrfach (ungeahndet!) tätlich angegriffen, köpfte Carlos Alberto in den gegnerischen Kasten.

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Samstag, 28. Juli 2007

FC Basel 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
St. Jakob-Park, Basel
Attendance: 20841 (250)


Zum Abschluss der ersten (englischen) Meisterschaftswoche der NLA-Saison 2007/08 wurde die kostspielige Kurzreise in den St. Jakob-Park, aufgrund dessen Kameraverbot auf eine aktuelle Fotoaufnahme verzichtet werden muss, angetreten. Der Anhang der Basler wusste zwar, ebenso wie die Gästefans, kein beachtenswertes Intro zu präsentieren, konnte allerdings einen ziemlich geschlossenen, lautstarken Support abliefern. Auf dem Spielfeld entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung: Die Basler vermochten ihre gefürchteten Druckphasen nicht zu entfalten, weil vorne Streller als einziger Stürmer zu isoliert blieb und im Mittelfeld (ohne die abgewanderten Rakitic und Petric) jegliche Kreativität fehlte. Zudem leistete sich auch die heimische Abwehr einige Aussetzer, wovon die Gäste – allen voran Christian Ianu – allerdings nicht profitieren konnten.



Das gewohnte Bild zeigte sich auch in der zweiten Halbzeit: Erst nach über einer Stunde wurde es im Aarauer Strafraum wieder gefährlich – den Kopfball vermochte Benito noch abzuwehren, gegen den Nachschuss von Chipperfield war jedoch nichts mehr zu machen. Ein eher glückliches 1:0 für die Gastgeber; doch das Wort „Aufgeben“ scheint im Aarauer Vokabular der aktuellen Spielzeit zu fehlen. Erfrischend wurde nun nach vorne gespielt, was auch die Stimmung im Gästeblock markant verbesserte, und tatsächlich konnte Rogerio das Spielgerät nach 70 Minuten in den gegnerischen Kasten schlenzen. Nun war wiederum die Basler Angriffswelle (inkl. Zwei-Mann-Sturm) lanciert – doch mit leidenschaftlichem Einsatz und ein wenig Glück beim (Innen-)Pfostenschuss vom (ansonsten) wirkungslosen Streller wurde das Remis bis zum Spielende verteidigt.

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Mittwoch, 25. Juli 2007

FC Sion 3 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Attendance: 11200 (100)


Ein Auswärtsspiel unter der Woche im Wallis entpuppt sich für den geneigten ÖV-Benutzer, dessen Wohnort sich in einer Servicewüste von Bus & Bahn befindet, schnell als (unlösbare) Herausforderung. Kurzerhand musste eine passende Mitfahrgelegenheit organisiert werden, was in Form eines Exil-Wallisers auch wunderbar funktionierte. Überpünktlich, und mit weiteren Mitfahrern an Bord, wurde das „Tourbillon“ (zu deutsch: Wirbelwind) erreicht, wo sich schliesslich der heimische Kop für ein erstes Highlight verantwortlich zeigte: Beim Einmarsch der Mannschaften fanden grössere Mengen an Papierschnitzeln und Wurfrollen den (kurzen) Weg auf das Spielfeld; dahinter zeichnete sich eine breite Wand voller Fahnen und Doppelhalter ab. Im Gästeblock präsentierte die Aarauer Hundertschaft ihr übliches Doppelhalter-/Fahnenintro – aufzufallen vermochte da schon eher das interne Transparent „Nicky: Unsere Gedanken sind bei dir!“



Auf dem Spielfeld konnten sich die Aarauer die erste Torchance notieren lassen, als Ianu (erstmals in der Startformation) alleine, aber erfolglos auf den gegnerischen Keeper loszog. Im Verlaufe der ersten Halbzeit sahen sich die Gäste aber immer stärker in die eigene Hälfte zurückgedrängt, ohne dass Sion allerdings zu nennenswerten Chancen gekommen wäre. Nach 25 Minuten trug das konsequente Spiel über die Flügel die gewünschten Früchte, als Saborio eine Flanke freistehend einnicken konnte (Anmerkung: Die „Kopfballungeheuer“ in der Aarauer Abwehr lassen grüssen...). Die Stimmung war, trotz durchwachsener Beteiligung der Zuschauer, auf heimischer Seite ansprechend laut. Aufgrund der guten Akustik im Stadion vermochten sich allerdings auch die anwesenden Gästefans gelegentlich Gehör zu verschaffen. Die verdiente Führung der Gastgeber, bei denen vor allem die altbewährten Kräfte Reset, Saborio und Chedli herausstachen, hielt bis zum Pausentee ohne grossen Aufwand.



Ohne nennenswerte Intros (und ohne die geistige Anwesenheit der Aarauer Akteure) ging es in die zweite Halbzeit: So konnte der starke Flügelflitzer Reset ungestört zum vorentscheidenden 2:0 einschieben; zehn Minuten später erhöhte erneut Saborio ziemlich humorlos um einen weiteren Treffer. Die Aarauer waren zwar nicht so schlecht, wie es das Ergebnis erahnen lässt – und auch die Sittener produzierten im Spielaufbau unzählige fahrlässige Abspielfehler – doch in den entscheidenden Momenten versagten die Aarauer jeweils, was man von den Gastgebern nicht gerade behaupten konnte. Aarau vermochte sich sogar mehrere hochkarätige Möglichkeiten zu erarbeiten, vergab allerdings kläglich. Übrigens: Gute Schiedsrichterleistung, abgesehen von der kurzen (Selbst-)Profilierungsphase in der Nachspielzeit des zweiten Durchgangs. Die Heimreise wurde also ohne Punkte (und Tore) angetreten, wobei die heimischen Gefilde erst weit nach Mitternacht erreicht wurden.

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Sonntag, 22. Juli 2007

FC Aarau 1 BSC Young Boys 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 6000 (1200)


Endlich, nach sieben langen Wochen, wurde die neue Spielzeit 2007/08 eröffnet. Das grosse Wunder, dass sich die Aarauer überhaupt noch mit den ruhmreichen Vereinen des Landes - und dazu zähle ich den Berner Sportclub zweifellos - messen dürfen, wurde im Heimblock mit dem Spruchband "Totgeglaubte leben länger" kommentiert; zudem wurden einige Doppelhalter mit Totenköpfen gezeigt, welche schliesslich einer kleinen Blockfahne in Form des Vereinswappens weichen mussten. Einzig die zufällig verteilten Fähnchen in den Clubfarben drohten in der ganzen Choreographie effektlos unterzugehen. Im "gäub-schwarzen" Gästeblock wurde ein standardmässiges Fahnen- und Doppelhalter-Intro präsentiert. Ihr wahres Potential zeigen die Berner meiner Meinung nach sowieso erst in der YB-Viertelstunde...



Auf dem Rasen waren die favorisierten Gäste aus der Bundesstadt, trotz zuvor strapaziöser und wenig erfolgreicher Europacupreise (Merke: Oftmals als perfekte Ausrede zu gebrauchen... ;-)) nach Armernien, leicht überlegen, um nach einer Viertelstunde - als hätte man es kommen sehen - durch ein Abstaubertor von Zayatte in Führung zu gehen. Ein Weckruf für die Aarauer zum richtigen Zeitpunkt: Fortan nahmen die Gastgeber das Spielgeschehen in die eigenen Hände, während sich die Berner ("20 Jahre ohne Titel-Tour") immer weiter zurückzogen, allerdings nicht ohne sich weiterhin einige Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten. Aus dem Nichts kamen die Einheimischen nach einem Prellball zum vermeintlichen Ausgleichtreffer, der (wenn auch vom Linienrichter völlig falsch angezeigt) allerdings wegen einer Abseitsposition aberkannt wurde.



Die plötzliche Intensivierung seines Arbeitspensums verursachte beim Gästekeeper Wölfli eine schmerzhafte Zerrung, doch das Spiel musste zu seinem Leidwesen vorerst weiterlaufen. Entsprechend behäbig war auch seine Reaktion beim darauffolgenden Distanzschuss (von Burki), der den Weg ins gegnerische Gehäuse fand. 1:1. Zur zweiten Hälfte stand der alte (und neue) YB-Torhüter Collaviti zwischen den Pfosten, was beim anschliessenden Aarauer Sturmlauf entscheidend sein sollte: So vermochte sich der Ersatzkeeper mehrmals bei den heranrollenden Angriffen auszuzeichnen, auch wenn beim Lattenknaller von Carlos Alberto auch die Torumrandung mithelfen musste. Der Schlusspunkt wurde von Heisssporn Carlos Varela gesetzt: Eine unnötige Attacke gegen Christ, der seinerseits hervorragende Schauspielkenntnisse offenbarte, bescherten ihm den vorzeitigen Gang über die Dusche.

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Samstag, 14. Juli 2007

FC Aarau 7 Concordia Basel 1

Freundschaftsspiel
Sportplatz Bechburg, Oensingen
Attendance: 297 (-)


Die Neuauflage dieses (traditionsreichen) Testspiels an identischer Spielstätte (vgl. Aarau-Concordia 1:2, vor etwas mehr als einem Jahr) wurde vom NLA-Vertreter zur erstmaligen Präsentation der neuen (wunderschönen!) Leibchen genutzt. Allzu stark gefordert wurden die Spieler in ihrer schwarz-weissen Arbeitskleidung allerdings nicht. Vielmehr hatten die Aarauer das Spielgeschehen jederzeit mühelos im Griff: Guerrero eröffnete den Torreigen nach zehn Minuten mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze. In der Mitte der ersten Halbzeit war Rogerio mit einem Doppelschlag (u.a. ein herrlicher Sololauf durch die gesamte Congeli-Abwehr) erfolgreich.



Die überforderten Basler zeigten immerhin ein ansprechende Effizienz, vermochten sie ihre erste Torchance (kurz vor der Halbzeitpause!) doch direkt zu nutzen. In Hälfte Zwei setzten die Aarauer ihren Sturmlauf, wenn auch aufgrund der tropischen Temperaturen nicht mehr mit letzter Konsequenz, munter fort. Auf einen Schuss von Elmer aus halblinker Position (4:1) folgte der erste Torerfolg im Aarauer Dress für Ianu, der zwei Gegenspieler gekonnt aussteigen liess. Wenig später musste Sermeter dsa Spielgerät nur noch über die Linie schieben, bevor ein spektakulärer Flugkopfball von Mesbah für einen würdigen Abschluss sorgte. Alles unter den Augen von Martin A., Pierre-André S. und Harut V.

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Samstag, 7. Juli 2007

FC Zürich 1 FC Aarau 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Zelgli, Dübendorf
Attendance: 3000 (-)


Der erste Schandfleck der Saison wurde mit dem Nicht-Erscheinen beim Testspiel in Gunzwil (3:3 gegen Kriens) schon gesetzt - den Auftritt in Dübendorf gegen den amtierenden (Nicht-)Schweizer Meister liess man sich allerdings nicht entgehen. Auch wenn bei der offiziellen Zuschauerzahl deutlich übertrieben wurde, war es doch beachtlich, wie viele (Mode-)Fans die Stadtzürcher doch plötzlich zu mobilisieren vermochten. Naja, auf dem Rasen zeigten sich vorerst auf alle Fälle die Gäste aus Aarau erstarkt - der geborene Standfussballer Carlos Alberto de Almeida traf mittels herrlichem Freistoss zum frühen 1:0 für den Aussenseiter. Erstmals ohne Testspieler angetreten, abgesehen vom vermeintlichen Rückkehrer Frederic Page (Unterhaching), zeigten die Aarauer einige sehenswerte Spielzüge.



Der verdiente Ausgleichtreffer mit einer identischen Freistossausführung (durch Abdi) liess sich dennoch nicht verhindern; und zu Beginn der zweiten Hälfte waren die Zürcher (auch in Sachen Personal) völlig ausgewechselt - doch mehr als zwei Torchancen, darunter ein Pfostentreffer, resultierten nicht aus dieser kurzfristigen Druckphase. Die kampfstarken Aarauer unterbrachen den Spielfluss immer wieder durch (über)hartes Einsteigen; ebenfalls nur regelwidrig konnte Gelegenheitsangreifer Bengondo gestoppt werden (Merke: Zürich besitzt zwei Torhüter, doch nicht einer vermag zu genügen...). Der Immer-noch-Aarauer Mesbah liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte den fälligen Strafstoss eiskalt; auch die Neuverpflichtungen zeigten sich allesamt stark verbessert!

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Freitag, 29. Juni 2007

FC Aarau 2 SR Delémont 0

Freundschaftsspiel
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 450 (-)


Es mag in der Tat interessantere Beschäftigungen geben, als den Besuch eines Testspiels im heimischen Stadion gegen einen unterklassigen Gegner, aber der Termin (am Freitagabend) stiess meinerseits auf grosse Sympathie. Ein Erscheinen war sowieso Ehrensache, was mit einem Aarauer Startfurioso belohnt werden sollte: Eine Flanke vom quirligen Menezes wurde vom starken Guerrero mit der Fussspitze ins gegnerische Gehäuse abgelenkt; wenig später sah der überzeugende Testspieler Rapisarda (Wohlen, Zürich U21) seinen Kopfball auf der Torlinie abgewehrt. In der Mitte der ersten Halbzeit erhöhte Rogerio schliesslich freistehend (nach Burki-Flanke) per Kopf auf 2:0. Danach bauten die einheimischen Kicker laufend ab, doch Chancen für die Gäste aus dem Jura blieben eher selten.



Die Aarauer Neuverpflichtungen blieben blass: Erfolgsversprechende Ansätze waren am ehesten noch bei Mittelfeldakteur Kristian Nushi (bisher: Wil) zu erkennen, während sich sowohl Jonas Elmer (Chelsea London) als auch die beiden Testspieler Mario Mutsch und Patrick Gerhardt (Concordia Basel, BSC YB U21) ziemlich fehlerhaft präsentierten; auch Neo-Angreifer Christian Ianu (Bellinzona) konnte bei seinem ersten Ernstkampf (als einzige Sturmspitze!) nur wenige Akzente setzen. Auf dem Rasen gaben noch zwei Szenen zu reden: Ein Gästespieler namens Joel Kiki (vor Wochenfrist noch im Aarauer Testtraining) verabschiedete sich frühzeitig mit der Ampelkarte unter die Dusche; und in der Nachspielzeit musste Benito einen Delémont-Schuss an den Pfosten lenken.

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Samstag, 23. Juni 2007

FC Aarau 3 FC Wohlen 1

Freundschaftsspiel
Sportplatz Obermoos, Meisterschwanden
Attendance: 1300 (-)


Die beruflichen Verpflichtungen liessen sich einmal mehr mit dem Besuch eines Aarauer Testkicks kombinieren: Im Rahmen des grossen Festes "100 Jahre FC Meischti" gastierten - fast schon traditionell - die beiden besten Aargauer Vereine auf dem unspektakulären Sportplatz am Hallwilersee. Die "Testspieler-Abwehr" um Captain Sven Christ musste sich schon in der vierten Minute überspielen lassen, was die Wohlener im zweiten Anlauf zum frühen Führungstreffer nutzten. Die Aarauer Reaktion liess nicht lange auf sich warten: Eine Freistosssituation - nach Foul am auffälligen Guerrero - wurde von Mesbah eiskalt genutzt. Die Zuschauer wurde auch in der Folge gut unterhalten: Unter gütiger Mithilfe des unsicheren Keepers von Wohlen konnte erneut Mesbah in der Mitte der ersten Hälfte einnetzen.



Auf der Gegenseite waren die Künste des Schlussmanns beachtlicher: Benito verhinderte mit der starken Abwehr eines Strafstoss, verursacht vom (erneut) miserablen Aussenverteidiger Savanovic, den erneuten Ausgleich. Die zweite Halbzeit verlief eher ereignisarm: Tadevosyan bewies seine Fähigkeiten als Rechtsaussen und setzte mit einer Direktabnahme zum 3:1 gleichzeitig den Schlusspunkt dieser kantonsinternen Begegnung. Aus den Reihen der Testspieler ist folgendes zu berichten: Erstmals wurde der Ex-Aarauer Sven Lüscher (momentan: Kriens) getestet – mehr als die Position eines Ergänzungsspieler dürfte allerdings nicht drinliegen. Ansonsten vermochte neben Guerrero mit Abstrichen auch Mutsch zu gefallen; Gonzalez musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden...

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Donnerstag, 21. Juni 2007

FC Wettingen 93 2 FC Aarau 5

Freundschaftsspiel
Stadion Altenburg, Wettingen
Attendance: 320 (-)


Als „Luxus-Freundschaftsspiel“ angekündigt, entpuppte sich das innerkantonale Kräftemessen schliesslich als müder Test(-spieler-)Kick, wobei sich die Gäste schon nach fünf Minuten den Führungstreffer durch Rogerio gutschreiben lassen konnten. Die folgenden Minuten blieben mehrheitlich ereignislos, auch weil die Testspieler Guerrero (zuletzt: YF Juventus Zürich) und Tarone (Schaffhausen) im Aarauer Mittelfeld nur wenige Akzente setzen konnten. Kurz vor dem Pausentee war es einem weiteren Testspieler, dem ansonsten enttäuschenden Assani Lukimya-Mulongoti (Hertha BSC Berlin II), vorbehalten, das Spielgerät nach einem abgewehrten Rogerio-Kopfball über die Torlinie zu wuchten. Ebenfalls präsentieren durfte sich der luxemburgische Nationalspieler Mario Mutsch (Alemannia Aachen II), der sicherlich noch Steigerungspotential besitzt und weiter getestet werden sollte...



In der Pause wurde bei den oberklassigen Gästen fleissig durchgewechselt: So sahen die Zuschauer im altehrwürdigen Stadion Altenburg unter anderem den schwachen Auftritt von Miroslav Savanovic (SV Hummetroth, Bezirksoberliga Darmstadt), der analog zum stark limitierten Innenverteidiger Joel Kiki (Belasitsa Petrich/Bulgarien) seine Chance wohl bereits verspielt haben dürfte. Hoffnungsvoller war da schon der technisch ansprechende Auftritt von Ivan Gonzalez (Olimpia Asuncion bzw. St. Gallen!); auch der eingewechselte Tadevosyan vermochte mit zwei Toren zu glänzen, während die Aarauer (Testspieler-)Abwehr doch mehrmals ins Schwimmen geriet und zwei Treffer, einmal begleitet von einer kleiner Pyroeinlage der Ritterfront Wettingen, einstecken musste. Noch nachzutragen: Der wuchtige Kopfballtreffer von Bengondo zum zwischenzeitlichen 1:4, der - wie alle Gästetore - über die rechte Seite eingeleitet wurde.

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Sonntag, 3. Juni 2007

FC Aarau 3 AC Bellinzona 1

Barrage NLA/NLB
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 9500 (800)


UNABSTEIGBAR...!!





Die Bilder stammen von arowa.ch

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Mittwoch, 30. Mai 2007

AC Bellinzona 1 FC Aarau 2

Barrage NLA/NLB
Stadio Comunale, Bellinzona
Attendance: 7533 (400)


Bei der vierten Auflage der beiden Entscheidungsspiele, umgangssprachlich auch Barrage genannt, um den Verbleib in der höchsten Spielklasse mussten auch die Unabsteigbaren aus Aarau erstmals in der Europacup-Formel um den Ligaerhalt kämpfen. Auch wenn die logistischen Anforderungen nicht zu unterschätzen waren, fand sich schliesslich eine stattliche Anzahl Gästefans im Stadio Comunale (bestehend aus einer überdachten Tribüne mit roten, blauen und gelben Sitzen sowie 18 Stehstufen auf der Gegengerade und kleinere, deutlich abgelegene Graswälle hinter den Toren) ein, um die Adler zum Sieg zu schreien oder – wie zu Beginn – eine niedergeschriebene Botschaft („Non sognate della Serie A, Aarau non scenderà mai!!“ – oder sinngemäss übersetzt: „Träumt nicht von der NLA, Aarau wird niemals absteigen!“) zu übermitteln. Zu meinem grossen Erstaunen konnten auch die Anhänger der „Granata“ mit einer sehenswerten Choreographie aufwarten: Eine Blockfahne in den Clubfarben, mit dem Vereinswappen versehen, wurde hochgezogen und auf der gesamten Gegengerade von weissen Zetteln flankiert.



Und auch akustisch wurden die Tessiner anfangs – selbst von der Haupttribüne – lautstark nach vorne getrieben, doch nach einem unnötigen Ballverlust setzte sich Sermeter auf der rechten Seite durch, um mustergültig auf den Kopf von Neo-Torgarant Rogerio zu flanken. 0:1. Auswärtstor. Dennoch waren die Gastgeber optisch weiterhin überlegen, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen; da wussten die Aarauer bedeutend effektiver zu agieren, auch wenn beim 0:2 (durch Mesbah) nicht nur der heimische Schlussmann schlecht aussah. Die heimischen Supporter gaben weiterhin alles – auch wenn es akustisch stark zu wünschen übrig liess – und zeigten zur zweiten Hälfte ein kleines Intro mit Wunderkerzen; wenig später konnte auch schon der Anschlusstreffer bejubelt werden, was einige minderwertige Pyroartikel in die Atmosphäre entweichen liess.



Nun waren die Aarauer Kicker vollends verunsichert und standen meilenweit von den Gegenspielern entfernt, doch die ideenlosen (und ballverliebten) Einheimischen vermochten davon – trotz gigantischen Ballbesitzanteilen – nicht zu profitieren, brillierten stattdessen vielmehr mit Schwalben und (ungeahnten!) Tätlichkeiten. Der miserable Unparteiische hatte das Spiel inzwischen aus seinen Händen gegeben, doch abgesehen von einem Bellinzona-Lattentreffer verlief die Schlussphase erstaunlich ruhig. Emotionaler gestaltete sich die Szenerie am instabil wirkenden Zaun nahe dem Gästesektor, wo sich einige heimische Piccos nicht mit der Niederlage abfinden konnten, sich von den Aarauer Gesängen („Lugano, Lugano!“) provoziert fühlten, aber von der aufmerksamen Polizei genüsslich wieder von der langsam nachgebenden Sektorabgrenzung geknüppelt wurden.

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Donnerstag, 24. Mai 2007

FC Aarau 1 FC St. Gallen 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7300 (300)


Zwar hätte es grundsätzlich das (vorerst) letzte Aarauer (Heim-)Spiel in der NLA werden können, doch daran mochte niemand auch nur einen Gedanken zu verschwenden - zumal der Saisonabschluss für die St. Galler in allen Belangen nur noch den Charakter eines unbedeutenden Plauschausfluges hatte. Eine grössere Moralspritze erhielten die heimischen Kicker durch eine Zettelchoreo in den Clubfarben, einige Doppelhalter (die das Wort "Nati A" ergaben) sowie ein aufmunterndes Spruchband ("Wir packen das, Jungs") injiziert.



Zu einer ungeahnten Höchstform scheint im Endspurt vor allem der Chancentod namens Rogerio aufzulaufen, der auch heute das Skore mit einem präzisen Direktschuss eröffnete - ein rares Highlight. Das zweite Glanzlicht setzten die Aarauer Supporter mit einer feinen Pyroshow zu Beginn von Hälfte Zwei. Der Ausgleichstreffer der Ostschweizer schien im allgemeinen Freudentaumel unterzugehen, lagen die Schaffhauser in Thun doch schon mit 0:2 zurück. Zum Tagesabschluss sollte schliesslich auch noch die Staatsmacht auf ihre Kosten kommen...

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Sonntag, 20. Mai 2007

FC Schaffhausen 0 FC Aarau 2

Axpo Super League
Stadion Breite, Schaffhausen
Attendance: 5050 (800)


Die Nervosität war schon Tage zuvor nicht mehr auszuhalten: Der umsichtige Terminplaner des Verbands ermöglichte am vorletzten Spieltag ein kapitales Endspiel um/gegen den direkten Abstieg aus der NLA: Im gut gefüllten Gästesektor war die Zuversicht gross: "Die einzig wahren, die Unabsteigbaren" war am Zaun in grossen Buchstaben zu lesen, auch wenn die erste Silbe des Aarauer Lieblingswortes teilweise ungewollt durch das aufgezogene Wappen verdeckt wurde; gleichzeitig wurden schwarze, weisse und rote Plastikfähnchen geschwenkt. Im heimischen Fanblock waren die schwarz-gelbe Zaunfahne "Munotstadt" sowie zahlreiche Doppelhalter mit dem Vereinsemblem zu sehen.



Die Rasensportler brachten ihrerseits vorerst nur wenig zu Stande: Abgesehen von einem nicht gegebenen Strafstoss gegen den in de Rücken gestossenen Burki waren die ersten 45 Minuten frei von aufregenden Szenen. Not gegen Elend. Der entscheidende Knackpunkt der Begegnung folgte in der 57. Minute, als sich De Souza völlig unnötig die Ampelkarte abholen durfte; wenig später traf Rogerio per Kopf zur Aarauer Führung. Grenzenloser Jubel. Die Gäste - sowohol Fans als auch Spieler - wirkten nun wie aufgedreht. Sermeter zementierte schliesslich den vierten (!) Sieg gegen Schaffhausen in der laufenden Saison, nachdem Rogerio zuvor noch den Torpfosten getroffen hatte. Hurra, wir leben noch...!

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Mittwoch, 16. Mai 2007

FC Aarau 0 GC Zürich 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5000 (300)


Die Nachricht hatte eingeschlagen wie eine Bombe: Über 50 Schaulustige (und zahlreiche Vertreter der Medien) hatten sich am Dienstag Nachmittag auf dem Trainingsplatz beim Brügglifeld eingefunden, um das erste Training von Gilbert Gress ("O-Ton: Damals bei Strasbourg...") als Aarauer Coach zu verfolgen. Am darauffolgenden (Spiel-)Tag waren immerhin diese unsäglich langen (hohen) Bälle aus dem inexistenten Aarauer Taktikkonzept verschwunden.



Die Harmlosigkeit in der Offensive hatte allerdings auch gegen die Grasshoppers, die sich abgesehen von einigen Weitschüssen ziemlich uninspiriert zeigten, weiterhin Bestand. Nach dem Pausentee hatten es die Gastgeber ausschliesslich ihrem Keeper Ivan Benito zu verdanken, dass das torlose Remis gehalten werden konnte - auch wenn dies aufgrund des Schaffhauser Punktgewinns wenig bringen mag. Es wartet noch viel Arbeit auf den Neo-Feuerwehrmann namens Gilbert Gress...



Auf den Rängen herrschte derweil eine (an)gespannte Stimmung, mit ansprechenden Gesängen von beiden Seiten. Zu Beginn hatten die Aarauer zudem mit einer Blockfahne ("Chaos-Tour Aarau") und zahlreichen Fahnen und Doppelhaltern für ein "aktuelles" Intro gesorgt. Nach der Pause zogen die wenigen Gästefans mit einer netten Choreo, bestehend aus dem Vereinslogo, zwei Grashüpfern sowie zahlreichen weissen Luftballons, in Sachen Kreativität nach.

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Samstag, 12. Mai 2007

FC Thun 1 FC Aarau 0

(oder: wenn die Lichter langsam ausgehen...)

Axpo Super League
Stadion Lachen, Thun
Attendance: 4350 (200)


Es ist nicht zwingend die momentane Tabellesituation, welche mich zu diesem Schluss kommen lässt; vielmehr haben die vergangenen Begegnungen vor allem zwei Konstanten gezeigt: Zum einen stach die Leidenschaftslosigkeit der Mannschaft (oder zumindest grossen Teilen davon) deutlich heraus und zum anderen war auch die Unfähigkeit des Trainerduos - vor allem im taktischen Bereich - nicht zu übersehen. Auch heute wurden diese Vorurteile schnell bestätigt: In einem kapitalen Spiel, entschieden durch einen herrlichen Sonntagsschuss, liessen die Aarauer jeglichen Kampfgeist und Siegeswillen vermissen - und die langen, hohen Bälle (als taktisches Grundkonzept) verdeutlichten die Ideenlosigkeit im Trainerstab.



So plätscherte auch der heutige Abstiegskampf bedenklich emotionslos vor sich hin - nicht einmal die hochkarätigen Thuner Chancen (beim Stand von 1:0) vermochten die Legionärstruppe vom Tabellenende aus ihrer Lethargie zu erwecken. Und daher stellt sich dem regelmässigen Beobachter in der Tat die unausweichliche Frage: Gehen in Aarau die (NLA-)Lichter aus? Es fällt schwer, sich damit abzufinden - zu lange waren wir ein Bestandteil der obersten Spielklasse. Zu oft haben wir uns mit der nötigen Portion Glück aus den aussichtslos(est)en Situationen gerettet. Fakt ist: Nun sind Punkte gefordert. Und eine Mannschaft, die endlich (geschlossen) bereit ist für den Mythos der Unabsteigbaren zu kämpfen.

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Mittwoch, 9. Mai 2007

FC Aarau 0 FC Zürich 3

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5600 (1500)


Erster gegen Letzter – eine klare Sache? Auf alle Fälle in Sachen Effizienz! Das Aarauer Transparent „Zäme stoh – Zöri schloh“ (begleitet von zahlreichen Papierwurfrollen in den Clubfarben) schien seine Wirkung (vorerst) nicht zu verfehlen: Engagiert und kämpferisch (wie selten zuvor) zeigten sich die heimischen Kicker in der Anfangsphase (und die Trainer hatten sogar bemerkt, dass man nicht zwingend mit nur einem Stürmer spielen muss), doch im Abschluss fehlte es wie so oft an den zündenden Ideen und der nötigen Kaltblütigkeit zum Torerfolg.



Da vermochten die Zürcher schon mehr zu überzeugen – trotz schwacher Darbietung verabschiedeten sich die Gäste, dank dem einzigen gelungenen Angriff, mit einer glücklichen Führung in die Kabinen. Beim Anpfiff zur zweiten Halbzeit präsentierten die Gästefans, ansonsten immer lautstark und (überraschend) geschlossen singend, eine kleine Pyroshow mit einem halben Dutzend Fackeln, nachdem sie zu Spielbeginn bereits mit einer (hell-)blau-weissen Zettelchoreo und einem Vereinslogo, welches sich mittels Wendeeffekt in ein Südkurve-Emblem verwandelte, geglänzt hatten.



Das schien die eigenen Spieler kurzzeitig zu beflügeln: „Jahrhunderttalent“ Schönbächler traf eiskalt zum 2:0; immerhin brandete wenig später auch heimischer Jubel durch das Brügglifeld. Wieso? Basel konnte „endlich“ in Schaffhausen ausgleichen. Das Geschehen schien sich in der Folge immer mehr auf den Totomat zu verschieben – auf dem Rasen war nichts Nennenswertes mehr auszumachen. Die Stadtzürcher kamen nach einem (zu) offensichtlichen Foulspiel von Benito noch zu einem abschliessenden Elfmetertreffer und für Aarau rückt die Challenge League (wieder) ein kleines Stück näher...

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Samstag, 5. Mai 2007

FC Basel 2 FC Aarau 0

Axpo Super League
St. Jakob-Park, Basel
Attendance: 21085 (150)


Als ob die Absenzen der beiden Leitwölfe Sermeter und Christ nicht schon gross genug gewesen wären, wollte man sich die Aufgabe im St. Jakob-Park beim Aarauer Trainerstab noch ein wenig schwieriger machen - daher wurde stur am Konzept des Ein-Mann-Sturms festgehalten, wobei sich nicht Tadevosyan versuchen durfte, sondern der "grossartige" Rogerio (hat sich schliesslich enorm aufgedrängt...?!) gelangweilt über den Platz trottete. Als gerechte Strafe traf Petric mit einem herrlichen Volleyschuss schon in der sechsten Minute zur Basler Führung, was mit dem Ende eines kurzen Basler Sturmlaufs gleichzusetzen war - die überlegenen Gastgeber schienen bereits einen Gang zurückzuschalten.



Dennoch vermochten sich die Einheimischen in regelmässigen Abständen weitere Torchancen zu erarbeiten, während die Aarauer abgesehen von zwei Mesbah'schen Distanzschüssen nichts zu Stande brachten. Und weil auch die Halbzeitpause bei den Gästen nicht zur "Zeichensetzung" (Hinweis: zweiter Stürmer...) genutzt wurde, ging die Basler Gala auf bescheidenem Niveau weiter. Wieso stand es bloss immer noch nur 1:0? Eine dümmliche Ampelkarte gegen Hima (das erinnert mich doch an etwas?!) besiegelte schliesslich das Schicksal des Absteigers...äh...Tabellenletzten; daran änderte auch das abschliessende Basler Elfmetertor, durch den fallsüchtigen Rakitic ergaunert, nichts mehr.

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Samstag, 28. April 2007

FC Aarau 0 FC Sion 2

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4100 (400)


Im Heimspiel gegen die Walliser sollte doch etwas drinliegen ... aber nicht, wenn man so ideen- und emotionslos auftritt, wie es die abstiegsbedrohten Aarauer vor erbärmlicher Kulisse heute taten. Individuelle Fehler standen (einmal mehr) am Anfang des Führungstreffers für die Sittener, die das Geschehen in der Folge mühelos im Griff hatten - und nach dem Pausentee aus dem Nichts einen weiteren Treffer nachlegten. Nicht einmal die grössten Optimisten konnten in der verbleibenden Spielzeit ein Aufbäumen der harmlosen Aargauer erkennen. Die Qualität des Kaders mag durchschnittlich sein, aber wenn nicht einmal mehr die Einstellung stimmt...



Der Aarauer Fanblock versuchte sich zu Spielbeginn an einer kleinen Choreographie, welche aufgrund der grossen Lücken auf den Rängen allerdings missglückte. Die Kombination einer schwarz-weissen Zettelchoreo, die die Zahl 3 bildete, sowie einem Spruchband ("Pönkt wämmer!") verriet zumindest die unerreichte Zielsetzung des Tages. Im Gästeblock gaben zahlreiche Fahnen und Doppelhalter ein ordentliches Fotomotiv ab; danach überzeugten die Walliser trotz wenigen Leuten durch lautstarken und durchgehenden Support. Nun sollten die Anfeuerungsrufe nur noch ans Spielgeschehen angepasst werden...

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Sonntag, 22. April 2007

FC Luzern 1 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Allmend, Luzern
Attendance: 6275 (250)


Zum Abschluss des Tages sollten bei zuletzt schwachen Luzernern drei bereiteliegende Punkte abgeholt werden ("4:1 schon erholt? Heute wird euch erneut der Arsch versohlt!"). Die heimischen Supporter eröffneten schon einmal die Grillsaison mit einer hübschen Fahnenchoreo in Blau und Weiss sowie einem übel zugerichteten Adler auf dem Grillrost. Die Spieler beider Mannschaften boten derweil nur Magerkost:



Die Ausnahme bildete ein reguläres Tor der Gastgeber, welches fälschlicherweise wegen Abseits annuliert wurde. Zur zweiten Hälfte wurde im Gästeblock ein weiteres, qualitativ hochwertiges Transparent entrollt ("Kellerkinder stimmts nun heiter - das Leiden für Blau-Weiss geht weiter") - und tatsächlich mussten die Innerschweizer in der Folge weitere Punktverluste fürchten, doch die Aarauer Druckphase war nur von kurzer Dauer.



Beim einzigen sehenswerten Angriff des Tages liessen sich die Aarauer von einem schnellen Luzerner Konter übertölpeln - Bader nickte mittels spektakulärem Flugkopfball zum 1:0 ein, was die Stimmung merklich anhob, nachdem zuvor vor allem banale Melodien die akustische Szenerie beherrschten. Eine Reaktion der Gäste liess, abgesehen von einem Lattentreffer, auf sich warten. Bedenklich, wenn nicht einmal mehr solche Begegnungen gewonnen werden...

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Mittwoch, 18. April 2007

FC Aarau 1 BSC Young Boys 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5800 (800)


Im Gegensatz zum (Hin-)Spiel vor vier Tagen hatten die beiden Teams ihre Rollen getauscht: Nun waren es die Aarauer, welche nach einer gegnerischen Fehlerhäufung schon früh durch Tadevosyan in Führung gingen, um danach kontinuierlich abzubauen. Und als Pouga in der Mitte der zweiten Hälfte eine mögliche Vorentscheidung kläglich vergab, trafen die Berner im Gegenzug - wenn auch glücklich - zum verdienten Ausgleich. In einer hektischen Schlussphase erhielten die Gäste einen fragwürdigen Strafstoss zugesprochen, was einen hasserfüllten Sitzkissen-Regen von der Haupttribüne provozierte... ;-)



Auch der vermeintliche Täter Brabec enervierte sich so stark, dass er mit der Ampelkarte unter die Dusche geschickt wurde; doch Schlussmann Benito behielt einen kühlen Kopf und parierte den schwach getretenen Elfmeter - die Young Boys hatten wieder einmal im entscheidenden Moment versagt. Von der Fanfront waren ausschliesslich zwei Aktionen (zu Spielbeginn) zu vermerken: Die Aarauer zeigten eine "Szene Aarau"-Blockfahne, umrahmt von roten und weissen Fähnchen. Im Gästeblock waren neben einigen Schwenkfahnen und Doppelhaltern auch ein Spruchband ("Wer am Arsch der Tabelle ist, sieht nicht gerne womit ein Berner pisst") zu sehen.

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Samstag, 14. April 2007

BSC Young Boys 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Wankdorf, Bern
Attendance: 14662 (250)


Aufgrund der neusten Erfolge wurde die Reise in die Bundesstadt voller Zuversicht in Angriff genommen - nach 73 Sekunden wurde man durch einen Kopfballtreffer von Häberli (mit freundlicher Unterstützung einer schlafenden Aarauer Hintermannschaft) aber direkt wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt; zuvor hatten die beiden Fangruppen eher einfallslose Intros mit wenigen Fahnen und Doppelhaltern präsentiert. Auf dem Rasen entwickelte sich eine durchschnittliche Begegnung ohne grossen Unterhaltungswert - beiden Seiten vergaben zudem vor dem Pausentee eine Grosschance, was der bescheidenen Stimmung auch nicht förderlich war.



Unerklärlicherweise verhielten sich die heimischen Kicker mit fortlaufender Spieldauer immer passiver, was natürlich den Aarauern Auftrieb gab, doch das Motto "viel Aufwand, wenig (Tor-)Ertrag" sollte auch heute gelten. Gürkan Sermeter, YB-Urgestein in den Aarauer Reihen, fasste sich nach 88 Minuten ein Herz, schüttelte seine Gegenspieler ab und hob das Leder gefühlvoll über den herauseilenden Keeper. Tor! Ausgleich. "Als Respekt von den Fans und dem Verein" verzichtete der Torschütze auf jeglichen Jubel; stattdessen brandete ihm von den Publikumsrängen Applaus entgegen. Chapeau. Für die aktuellen YB-Fussballer gab es wenig später nur ein gellendes Pfeifkonzert...

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Montag, 9. April 2007

FC Aarau 4 FC Luzern 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7800 (1800)


Der Ostermontag stand im Zeichen des Derbies zwischen Aarau und Luzern - noch ahnte niemand, dass es "der perfekte Tag" werden würde. Begonnen hatte das Spektakel mit einer sehenswerten Blätterchoreo in den Clubfarben sowie einem vielsagenden Spruchband ("Eine Frage der Ehre"), während im Gästeblock "nur" zahlreiche Fahnen und Doppelhalter zu sehen waren. Die Akteure auf dem Rasen zeigten sich kämpferisch - nach zehn Minuten musste der (gute) Schiri Wildhaber bereits dreimal den gelben Karton verteilen; von spielerischen Glanzlichtern war vorerst noch nichts zu sehen. Eher vorsichtig näherten sich die Aarauer dem gegnerischen Strafraum, aber der "verwirrte" Auftritt der Luzerner Defensivabteilung zeichnete sich schon frühzeitig ab:



Zuerst vermochte eine (vermeintliche) Offside-Stellung noch zugunsten von Sforzas Mannen zu retten, doch wenig später konnte Menezes seelenruhig zur verdienten Führung einköpfen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigten die Aarauer Supporter eine weitere Aktion mit schwarzen und weissen Plastikbändern, auf denen (wendeartig) zu lesen war: "Met Härz und Verstand gäge de Abstieg". Gesagt, getan: Zehn Minuten nach Wiederbeginn traf Antic, ebenfalls freistehend, mit einem satten Schuss ins weite Eck. Die Stimmung im heimischen Sektor wurde nun immer besser (auch das "neutrale" Publikum liess sich plötzlich zu lautstarken Anfeuerungsrufen hinreissen), nachdem zu Beginn noch die Gäste aus der Innerschweiz stimmgewaltiger waren.



Die Arbeitsverweigerung der Luzerner nahm immer groteskere Züge an - sinnbildlich waren hierbei auch die weitere Tore der Gastgeber durch Tadevosyan und Achiou, die sich frei von jeglicher Gegenwehr der Luzerner bewegen konnten. Einige Gästefans hatten sich schon lange aus dem Staub gemacht, als Bader mit einem herrlichen Direktschuss den Ehrentreffer markierte und gleichzeitig einen möglichen Shootout vom gefeierten Rückkehrer Benito zu Nichte machte. Die Aarauer Jubelszenen nahmen ihren Lauf, daran konnten auch einige Luzerner Chaoten, die auf heimischer Stadionseite vorstellig wurden, und das diletantische Verhalten eines führungsschwachen Polizeicorps nichts mehr ändern...

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Sonntag, 1. April 2007

FC Sion 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stade de Tourbillon, Sion
Attendance: 11000 (150)


Endlich, am 25. Spieltag, sollte es zu meiner persönlichen Saisonpremiere mit dem Aufsteiger aus dem Wallis kommen; zuvor hatte ich beide Aufeinandertreffer unabsichtlich ausgelassen. Die Fans stellten ihre Highlights gleich zu Beginn zur Schau (danach sollte nämlich eine sehr dürftige Atmosphäre herrschen): Auf dem "Gradin Nord" wurden zwanzig Fackeln entflammt, umrahmt von einigen Fahnen und noch mehr Doppelhaltern. Im Gästeblock wurde eine Blockfahne mit einem Aarauer SciFi-Helden sowie das passende Spruchband ("Wehrt euch!") gezeigt. Der Kampf konnte beginnen...



Aarau begann erfreulich engagiert, doch zu mehr als einer strittigen (Nicht-)Elfmeterentscheidung reichte es vorerst nicht. Der Druck der harmlosen Walliser nahm erst gegen Ende der ersten Halbzeit zu, doch auch hier war die allgemeine Abschlussschwäche nicht zu übersehen. Aus dem Nichts erzielte Antic (nach Doppelpass mit Tadevosyan) nach einer Stunde Spielzeit einen überraschenden Aarauer Führungstreffer - im Gästeblock war die Stimmung, nach grösserem Einbruch zu Beginn des zweiten Umgangs, nun am Höhepunkt angelangt. Nun musste Sion endgültig (re)agieren: Zur tragischen Figur wurde der ansonsten kaum geprüfte Aarauer Schlussmann Sascha Studer (erst 15 Jahre alt!), der einen harmlosen Flankenball nicht festhalten konnte. Saborio erbte. 1:1. Und endlich erwachte auch das heimische Publikum mit einem lauten "Hop Sion". Eine viertelstündige Abwehrschlacht später war der Punkt schliesslich im Trockenen...

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Sonntag, 18. März 2007

FC Aarau 1 FC Basel 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 7000 (2000)


Das hatten wir doch schon einmal: In der Tat kamen (nicht nur) mir die heutigen Spielereignisse ziemlich bekannt vor – der Zusammenhang zum Pokalspiel vor vier Tagen war unübersehbar. Analog zur damaligen Begegnung zeigten sich die Basler zu Beginn als dominierende Equipe, die sich erste Torchancen herauszuspielen vermochte. Immerhin dauerte es heute stolze 26 Minuten bis der Meisteranwärter zum ersten (und einzigen) Mal jubeln durfte. In der Folge zogen sich die Gäste vom Rheinknie merklich zurück, was die Aarauer aber wieder einmal nicht zu ihren Gunsten zu nutzen vermochten. Zu ideen- und konzeptlos. Ohne Durchschlagskraft im Angriff. Da kann nicht mal mehr unbändiger Siegeswille weiterhelfen...



Auf den Rängen hatten die Aarauer (optisch) mehr zu bieten: Zu Beginn wurde den Anwesenden eine riesige Blockfahne mit einer „Neuinterpretation“ des Aarauer Wappens präsentiert; währenddessen waren im Gästeblock, neben vielen Fahnen und Schals, wie üblich auch einige Fackeln auszumachen – ein Vorgang, der sich (auch das schon Basler Tradition) im Laufe des Spiels mehrmals wiederholen sollte. In Sachen Gesänge scheinen sich die Basler ebenfalls auf dem aufsteigenden Ast zu sein – nicht besonders lautstarker, aber sehr konstanter und durchgängiger Auftritt. Auf der Gegenseite wurde der akustische Support spätestens beim Einsetzen des nachmittäglichen Regenschauers endgültig eingestellt.

Das Bild der Aarauer Choreographie stammt von den Amigos Aarau

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Mittwoch, 14. März 2007

FC Basel 1 FC Aarau 0

Swisscom-Cup (1/4-Finale)
St. Jakob Park, Basel
Attendance: 11280 (600)


Endlich wieder Schweizer Cup. Dieser Wettbewerb fasziniert mich, sofern noch mit Aarauer Beteiligung, jeweils ungemein. Diese Leidenschaft schienen heute vor allem die vielen Gästefans, vorwiegend im Extrazug angereist, zu teilen. Vor trostloser Kulisse wurde im vollen Gästeblock eine hervorragende Choreographie bestehend aus einem Fahnenmeer in den Clubfarben, unzähligen Papierrollen und –schnitzeln sowie einem aussagekräftigen Spruchband („dra glaube - defür kämpfe!“).

Das folgende Bild stammt von fcbworld.ch, da mir meine Spiegelreflexkamera am Eingang abgenommen wurde. Hiermit entschuldige ich mich, dass ich mich nicht mit einer minderwertigen Kamera zufrieden gegeben habe. Immerhin wurde mir nun die Entscheidung erleichtert, welcher Verein zukünftig auf mein Geld verzichten muss. Es geht auch anders...



Doch die allgemeine Euphorie war nur von kurzer Dauer: Nach 42 Sekunden traf Sterjovski in einer durchschnittlichen Begegnung mit einem humorlosen Rechtsschuss zum frühen 1:0. Es sollte der einzige Treffer des Abends bleiben – Aarau konnte sich nur selten aus der defensiven Grundhaltung lösen. Der auffälligste Aarauer, Sermeter, kam dem Ausgleich durch einen Pfostenschuss noch am Nächsten - ansonsten konnten sich die Basler bei ihrem souveränen Schlussmann bedanken; trotzdem war die Stimmung im Gästebereich ansprechend, während von der Muttenzer Kurve kaum lautstarke Gesänge oder (bemerkenswerte) optische Elemente zu vernehmen waren.

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Samstag, 10. März 2007

FC Zürich 2 FC Aarau 2

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 7800 (150)


Endlich wieder mal nach Zürich – geschlagene 14 Tage hatte ich „Downtown Switzerland“ nun nicht mehr beehren dürfen. Und, wie immer, hielt sich die Aarauer Erwartungshaltung bei Gastspielen im Hardturm stark in Grenzen. Das Duell der Intros vermochten die Gästefans auf standardisierte Weise auf alle Fälle für sich zu entscheiden, was wohl eher daran lag, dass die Stadtzürcher beim temporären Gastspiel im ungeliebten Hardturm auf jegliche Unterstützung optischer Art verzichten. Aber auch die Spieler des Tabellenführers zeigten sich überraschend zurückhaltend: Zwar konnten sich die Aargauer kaum Torchancen erarbeiten, doch die Partie war lange Zeit offen – zumindest bis Raffael davonzog und kurz vor dem Pausentee zur ernüchternden Zürcher Führung traf. Ui, wie überraschend, wir liegen wieder einmal im Rückstand…



Die Stimmung in der „Südkurve“ war ebenfalls durchwachsen: Die Zürcher sangen zwar gewohnt geschlossen und in einer bemerkenswerten Lautstärke, doch waren die Pausen zwischen den Liedern teilweise so eklatant, dass über weite Strecken vor allem die wenigen Gästefans zu vernehmen waren. Auf dem Rasen mussten die Aarauer nun von ihrer defensiven Spielweise abweichen, wodurch plötzlich massive Unsicherheiten in der heimischen Abwehr aufgedeckt wurden: Burki schloss eine sehenswerte Kombination über Tadevosyan und Sermeter erfolgreich ab; im Gegenzug bewerkstelligte Cesar durch einen zweifelhaften Elfmeter die erneute Zürcher Führung. Auch den Endstand „erzielten“ die Meisterkicker: Barmettler überlobte seinen eigenen Torhüter, von dessen Kopf das Leder schliesslich (via Latte) ins Tor kullerte. Kult.

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Sonntag, 4. März 2007

FC Aarau 0 FC Thun 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5100 (250)


Da war es wieder: Eines dieser überlebenswichtigen Spiele, deren erfolgreiche Gestaltung uns zwar nicht unsterblich, aber immerhin unabsteigbar machen sollte. Auch wenn Aarau in der nahen Vergangenheit gegen Thun mehrheitlich unvorteilhaft agierte, grassierte heute die Zuversicht – und das schöne Wetter – im heimischen Brügglifeld. Aber spätestens als Sermeter nach fünf Minuten aus aussichtsreicher Position neben das gegnerische Gehäuse zielte, war der Startschuss zum Grauen namens Fussball gefallen: Kein Kampf, keine Leidenschaft – und erst recht keine zusammenhängenden Aktionen im direkten Aufeinandertreffen zweier Abstiegskandidaten.



Dabei hatten die treuen Fans ihre Forderungen doch deutlich vorgetragen: „Angriff“ stand in roten Buchstaben auf dem Spruchband, das die Aarauer vor ihre knallgrüne Blätterchoreo (mit elf bewaffneten Fussballkriegern) gespannt hatten. Und die Thuner präsentierten ihre Ansprüche unübersehbar in einer überdimensionalen Grösse („Ehre, Stolz & Leidenschaft - Abstiegskampf: Hier & Jetzt“). Aber es half nichts: Die Begegnung vermochte sich weder auf noch neben dem Spielfeld vom ernüchternden Charakter eines Freundschaftsspiels zu lösen, auch wenn manche Optimisten im Nachhinein sagen mögen: Immerhin haben wir einen Punkt auf Schaffhausen aufgeholt...

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Samstag, 24. Februar 2007

Grasshoppers Zürich 1 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 4800 (200)


Bei verbesserter Witterung führte meine Reise, vorbei an der Grossbaustelle Letzigrund, weiter "über die Geleise" zum Stadion Hardturm, wo sich die (wenigen) Zuschauer an der neuen Attraktion namens Ailton erfreuen durften. Dementsprechend wurde der neuste Transfercoup auf Schweizer Fussballplätzen auch von der heimischen Fankurve mit einem Spruchband ("Ailton - Welcome to Zurich's Finest"), umrahmt von zahlreichen Schals, Fahnen und Doppelhaltern, willkommen geheissen. Im Gästeblock sahen enttäuschend wenig Aarauer, wie sich eine beiderseits animierte Begegnung in der Folge immer stärker zugunsten der Grasshoppers entwickelte.



Immerhin vermochte der "harte Kern" der Aarauer Anhänger zu Beginn akustisch erstaunlich gut mit ihrem Gegenüber mitzuhalten, wobei die allgemeine Stimmung - analog zum Spiel - gegen Ende der ersten Hälfte massiv abflachte. Als "kleines dickes Ailton" wenige Minute nach Wideranpfiff perfekt (wenn auch irregulär) in die Tiefe geschickt wurde - und natürlich eiskalt einnetzte - waren schliesslich nur noch die Zürcher Fans zu hören. Auf dem Rasen zeigten sich die Aarauer zwar bemüht, doch ohne die letztwöchigen Helden Pouga (verletzt) und Sermeter (gesperrt) fehlte jegliche Durchschlagskraft. Die Heimreise aus Zürich musste folglich, wie gewohnt, ohne Punkte im Gepäck angetreten werden.

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Sonntag, 18. Februar 2007

FC Aarau 3 FC Schaffhausen 2

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4700 (200)


Kaum hatte sich die höchste Schweizer Spielklasse aus der Winterpause zurückgemeldet, standen auch schon die ersten überlebenswichtigen Spiele an; vor allem den Aargauer hätte eine weitere Niederlage allerhöchstens Planungssicherheit für die NLB beschert. Eine passende Moralspritze verabreichten die heimischen Anhänger in Form einer hübschen (Wende-)Blätterchoreo mit dem Motto "för de Aargau, för Aarau"; im Gästeblock schien man den Startschuss hingegen verschlafen zu haben. Ebenso auf dem Rasen als Sermeter seelenruhig über die rechte Seite spazieren konnte - Achiou versenkte dessen Hereingabe zur glücklichen Aarauer Führung.



Dennoch war die Leistung der Gastgeber äusserst bescheiden: Folglich vermochte auch nicht zu überraschen, dass die Schaffhauser bis zum Ende der ersten Halbzeit das Spiel unter gütiger Mithilfe bzw. Abwesenheit der heimischen Hintermannschaft gedreht hatten. Im Gästesektor war die Stimmung verständlicherweise auf ihrem Höhepunkt angelangt; insbesondere die mitgebrachten Fahnen - dauernd in Bewegung - gaben ein positives Bild ab. Beim Wideranpfiff drohte der Tabellenletzte direkt ausgekontert zu werden, doch die Gäste vergaben kläglich. Ein entscheidender Wendepunkt in diesem hitzigen Abstiegsduell.



Der Aarauer Sturmlauf, unterstützt durch eine tolle Stimmung von den Rängen - wie immer solch entscheidenden Begegnungen - hatte begonnen: Zuerst hämmerte Pouga das Spielgerät von der Strafraumgrenze unhaltbar in die Maschen; wenig später köpfte Carlos Alberto de Almeida (im ersten Pflichtspiel für die Aarauer) seine Farben ins Glück. Und auch die verbleibenden dreissig Minuten konnten, trotz mehrmaligem Zittern, unbeschadet überstanden werden. Es wurde gefeiert, als hätte soeben der Meistertitel den Weg aufs Brügglifeld gefunden. Die Aufholjagd hat begonnen. Unabsteigbar.

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Dienstag, 13. Februar 2007

FC Olten 1 FC Aarau 3

Freundschaftsspiel
Stadion Kleinholz (NP), Olten
Attendance: 200 (-)


Zur offiziellen Eröffnung des neuen Kunstrasenplatzes im Kleinholz, dessen mickriges Flutlicht leider nicht zu fotographischen Zwecken ausreichen sollte, wurde der FC Aarau resp. dessen zweite Garnitur wieder einmal nach Olten eingeladen. In einer - nicht nur temperaturmässig - unterkühlten Begegnung setzten sich die Aarauer glanzlos mit 3:1 (Tore: Carlos Alberto, Pouga und Nagy) durch, wobei die Gastgeber erstaunlich gut mithielten, aber - ebenso wie die Aarauer - mit einer schwachen Chancenauswertung zu kämpfen hatten.

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Samstag, 10. Februar 2007

FC St. Gallen 1 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Espenmoos, St. Gallen
Attendance: 8500 (150)


Ach, wie sich die Bilder doch gleichen: Samstag, 02. Dezember 2006. Letztes Aarauer Auswärtsspiel. Espenmoos, St. Gallen. Wetter: Miserabel. Stimmung: Beiderseits durchwachsen. Und eine Begegnung mit klaren Feldvorteilen für die Einheimischen, aber mehreren gefährlichen (ungenutzten) Konterchancen für die Aargauer. Und was hatte sich verglichen mit der letzten Last-Minute-Niederlage in der Ostschweiz verändert? Als Torschütze liess sich heute ein gewisser Diego Ciccone feiern - und der entscheidende Treffer fiel auch "erst" in der 89. Minute...



Aus bekannten Gründen muss heute auch ein vielsagendes Archivbild von besagter Partie herhalten, auch wenn das St. Galler Spruchband ("Noch ist's um SG ruhig und leise, doch bald sind wir auf Europa-Reise") ebenfalls zeigenswert gewesen wäre. Und trotz aller Antipathie bleibt zu hoffen, dass dies nicht unser letzter Besuch im altehrwürdigen Stadion in St. Fiden war - mit einer riesigen Baustelle an der Autobahnausfahrt SG-Winkeln dürfte unser (vermeintlicher) Abschied nur wenig zu tun haben!

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Dienstag, 6. Februar 2007

Testspieltag: Basel-Xamax 2:0 / Aarau-Baden 4:0

Stadion Schützenmatte (NP), Basel
Attendance: 500 (-)


Auf dem neuen Kunstrasenplatz beim Stadion Schützenmatte empfing die Basler Rumpftruppe (ohne Nationalspieler, dafür mit vielen Nachwuchskräften) am Nachmittag die ambitionierten Gäste aus Neuchâtel, die ihre Klasse in der Startphase mit mehreren schönen Kombinationen aufblitzen liessen, aber (wie auch die Basler) mehrere hochkarätige Chancen kläglich vergaben. Dennoch sorgte Frei nach einer sehenswerten Aktion noch vor der Pause für die Führung der Gastgeber, welche der starke Grossklaus nach einer Stunde - gegen ein inzwischen blasses Xamax (mit den beiden miserablen Ex-Aarauern Bättig und Bieli) - weiter ausbauen konnte. In der Schlussminute setzte Barthlome, der hoffnungsvolle US-Testspieler in Basler Reihen, das Leder zudem nach einer sehenswerten Einzelaktion noch an den Pfosten.



Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 120 (-)


Auch im Aarauer Brügglifeld lief der oberklassige Gastgeber in den Abendstunden mit der zweiten Garnitur auf, was sich vorest kaum bemerkbar machte: Innert zehn Minuten markierten (zweimal) Pouga und Rogerio drei Treffer in einer einseitigen Begegnung, deren Halbzeiten nur 35 Minuten dauerten. Die Spielqualität nach dem Seitenwechsel war dann höchst bescheiden - gleiches ist auch von den beiden Testspielern Greg Dalby (Captain der amerikanischen U20-Auswahl) und Gábor Nagy (Rákospalotai EAC Budapest) zu sagen, wobei letzterer doch nun tatsächlich einen Vertrag erhalten hat...?! Antic setzte, nach mehreren verpassten Chancen, den Schlusspunkt zum ungefährdeten 4:0-Sieg.

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Sonntag, 4. Februar 2007

FC Aarau 3 SC Kriens 2

Freundschaftsspiel
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 500 (-)


Zur Generalprobe vor der Wiederaufnahme des Meisterschaftsbetriebs gastierte der NLB-Leader aus Kriens auf dem Aarauer Brügglifeld, wo die erste Torchance der Gastgeber direkt zum Erfolg führte: Achiou versenkte eine Mesbah'sche Hereingabe von links mittels abgelenktem Flachschuss. Das zweite Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff besorgte der starke Linksaussen mit einem herrlichen Freistoss von der rechten Seite gleich selbst. Im Gegenzug vermochte Piu für die Innerschweizer freistehend aus nächster Nähe zu verkürzen, nachdem zuvor einige ansprechende Möglichkeiten - ermöglicht durch eine wacklige Aarauer Hintermannschaft - kläglich vergeben wurden.



Einige Auswechslungen auf heimischer Seite (u.a. waren Pouga, Menezes und der algerische Testspieler Hima neu in der Begegnung) führten sofort zur Erfolg - Pouga traf alleine vor Foletti zum 3:1. Der Klassenunterschied war nun augenfällig, und doch konnten die Krienser vor Ablauf einer Stunde nochmals verkürzen, als Carreño das Spielgerät völlig unbedrängt ins eigene Tor köpfte. Die suboptimale Chancenauswertung - allen voran durch Rogerio (für den verletzt ausgeschiedenen Tadevosyan eingewechselt) - verhinderte in der Folge einen deutlicheren Aarauer Erfolg gegen über weite Strecken harmlose Gäste. Am Offensivpotential dürfte die "Mission: Ligaerhalt" auf alle Fälle kaum scheitern...

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Samstag, 20. Januar 2007

Testspiele: Aarau-Solothurn 4:0 / Wohlen-Aarau 1:4

Bei frühlingshaften Temperaturen dürfte der Wiedereinstieg ins Training auch den Profifussballern vom FC Aarau nicht sonderlich schwer gefallen sein; und dennoch sollten die beiden Trainingsspiele vor der Abreise ins Trainingslager nach Zypern auf dem artifiziellen Untergrund in Wohlen ausgetragen werden, wobei sich diese Begegnungen in ihrem Schwierigkeitsgrad und ihrem Spielverlauf ziemlich ähnlich sahen:



Am Mittwoch hatten die Aarauer gegen den Erstligisten Solothurn genauso wenig Mühe zu vier Treffern zu gelangen wie drei Tage später beim Härtetest gegen den Nachbarn aus Wohlen, wobei den Freiämtern immerhin auch ein Ehrentor zugestanden wurde. Positive Noten verdienten sich dabei vor allem der kopfballstarke Neuzugang Pouga, der schnelle Flügelläufer Menezes sowie der wieder genesene Carlos Alberto.

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Samstag, 13. Januar 2007

Salzbrenner-Cup 2007 (Hallenturnier)

Zum Auftakt der Vorbereitung auf die kommende Frühjahrsmeisterschaft reiste die Mannschaft des FC Aarau erstmals zum Salzbrenner-Cup, einem zweitägigen Hallenfussballturnier in der Hansestadt Hamburg. In der Aarauer Vorrundengruppe befanden sich auch die beiden deutschen Regionalligisten Fortuna Düsseldorf und VfB Lübeck sowie der polnische Gast von LKS Lodz. In der anderen Gruppe standen sich der Dauergast FC St. Pauli, SV Wilhelmshaven sowie Fredrikstad FK (Titelverteidiger aus Norwegen) und der Hamburger Hallenmeister – in diesem Jahr vertreten durch die zweite Mannschaft von St. Pauli – gegenüber.

Link: Ausführlicher Bericht zum Salzbrenner-Cup 2007 in Hamburg

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Sonntag, 10. Dezember 2006

FC Aarau 2 FC Basel 3

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 8600 (2000)


Höhepunkt vor der Winterpause: Vor einer (saisonalen) Rekordkulisse im vollen Brügglifeld gab sich der finanzielle (aber nicht spielerische) Ligakrösus vom Rheinknie die Ehre, um zum Jahresabschluss (wie auch die Gastgeber) zu versuchen, mit drei Punkten zu den direkten Kontrahenten in der Tabelle aufzuschliessen. Im rotblauen Gästesektor wurden zu Beginn unzählige Fähnchen in den selbigen Farben sowie mehrere Doppelhalter, welche schliesslich "FC Basel" ergaben, präsentiert; auch einige Fackeln durften natürlich nicht fehlen. Im heimischen Fanblock war derweil nichts Aussergewöhnliches abzulichten.



Eine kurze Spielverzögerung später, verursacht durch die Anwesenheit eines Zeppelins des Hauptsponsors im Mittelkreis (zwecks Übergabe des heutigen Spielgeräts) konnte auch schon eine ausgeglichene Startphase genossen werden; mit fortlaufender Spieldauer sahen sich die Aarauer immer stärker in die eigene Hälfte zurückgedrängt, was gegen offensiv gefährliche Basler immer schon gefährlich war: Die logische Konsequenz waren zwei Gästetreffer, welche die heimische Abwehr ziemlich desorientiert aussehen liessen - und im Gästeblock wiederum mit einigen pyrotechnischen Erzeugnissen gefeiert wurde.



Zwischenzeitlich hatte der Aarauer Sermeter die Stabilität der Torumrandung auf der "Totomat-Seite" getestet, bevor der erbärmlich schwache Linienrichter seinen persönlichen Auftritt hatte: Einen Achiou-Kopfball, im Anschluss an den besten Heimangriff der ersten Hälfte, sah der schnauzbärtige Schiedsrichterassistent fälschlicherweise hinter der Torlinie - 1:2! Das Stadion bebte endlich auch in den neutralen Sektoren, nachdem sich zuvor vor allem die Gästefans für eine stimmungsvolle Atmospähre einsetzten; im Aarauer Sektor schienen sich die aktiven Supporter hingegen laufend zu verringern...



Ihr letztes (optisches) Pulver verschossen die Basler Anhänger mit einer weiteren Pyroeinlage, untermalt durch zahlreiche Fahnen und Doppelhalter, zu Beginn des zweiten Spielabschnitts - auf dem Rasen konnten die Einheimischen hingegen endlich die Basler Defensivschwächen, deren Personifizierung in Form von Aussenverteidiger Zanni auch den Ausgleichstreffer verschuldete, aufdecken. Nun waren die Gäste wieder am Zug: Ein überragender Petric sorgte sorgte schliesslich zehn Minuten vor Schluss, nachdem ein Basler Foulspiel grosszügig übersehen wurde ("ausgleichende Gerechtigkeit"), für die nicht unverdiente Entscheidung.

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Samstag, 2. Dezember 2006

FC St. Gallen 1 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Espenmoos, St. Gallen
Attendance: 9000 (150)


Die bevorstehende Ansetzung liess unweigerlich negative Erinnerungen aufkommen - mussten die Aarauer doch tatenlos mitansehen, wie ihr grandioser 4:0-Erfolg im letzten Direktduell nachträglich (zurecht) in eine Forfait-Niederlage umgewandelt wurde. Auch heute sollte ein klarer Durchblick durch dicht(est)e Nebelbildung verunmöglicht werden - immerhin waren die beiden Fanintros bestehend aus Fahnen und Doppelhaltern (mit grössenmässigen Vorteilen für die Ostschweizer) halbwegs zu erahnen.



Nach einem starken Beginn bauten die heimischen Spieler (und mit ihren auch ihre zuvor lautstarken Anhänger) immer weiter ab; von den harmlosen Gästen war in allen Belangen wenig zu sehen resp. zu hören. Die einzige Aarauer Möglichkeit im gesamten Spiel wurde von Rogerio aus spitzem Winkel (am leeren Tor vorbei) unglücklich vergeben; gegenüber markierten die Sankt Galler, ausgehend von einem groben Colomba-Patzer, (verdient) den einzigen Treffer der niveauarmen Begegnung - endlich wurde das baufällige Espenmoos kurzfristig wieder zur gewohnten Festhütte.

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Sonntag, 26. November 2006

FC Aarau 1 GC Zürich 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5200 (1000)


Es hätte wohl keinen besseren Zeitpunkt geben können, um gegen die erfolgreichsten Insekten in der Geschichte des Schweizer Fussballs anzutreten; mehrere debakulöse Niederlagen im Europacup hatten sichtbar am Selbstvertrauen der Zürcher genagt - auch wenn diese im "ländlichen" Aarau auf einen erstaunlich grossen Anhang zählen konnten, der einen lautstarken Support zu inszenieren vermochte. Respekt.



Aber auch der heimische Fanblock schien einen zahlenmässigen Zuwachs verzeichnen zu können, was aufgrund der anfänglichen Präsentation einer Blockfahne "20 Jahre Adler'86" erst später sichtbar wurde. Augenfällig, und zwar von Beginn weg, war hingegen die Aarauer Überlegenheit auf dem Rasen, doch die fehlende Kaltblütigkeit im Abschluss lässt sich leider auch nicht über Nacht herbeizaubern.



Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden im Aarauer Block (wieder einmal) einige Fackeln gezündet, was gleichzeitig einen unterhaltsamen Schlagabtausch auf dem Spielfeld einläutete - doch weiterhin blieben die Einheimischen mehrheitlich spielbestimmend. In einer hektischen Schlussphase (mit zwei GC-Platzverweisen) bekamen die Aarauer völlig unötig (aber auch völlig korrekt!) einen Strafstoss zugesprochen...



...bange Sekunden vergehen, bis der alles entscheidende Elfmeter ausgeführt werden kann. Dann läuft Mesbah, der Schütze vom Dienst, an und schiebt den Ball in die rechte Torecke. Coltorti ist unten und hält das Leder, doch plötzlich ist das Spielgerät wieder frei - Menezes reagiert am schnellsten und hämmert die Kugel in den Torhimmel. Jaaaaaaaaaaaa. 1:0. Sieg. Fertig, Schluss, Ende, Aus!

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Sonntag, 19. November 2006

BSC Young Boys 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Wankdorf, Bern
Attendance: 12277 (200)


Ein kurzer Blick auf die Tabelle der Liga, welcher die Aarauer nun bereits seit über 26 Jahren ununterbrochen angehören, sowie die momentane Heimstärke der Young Boys liess am frühen Sonntagmorgen keine grosse Hoffnung auf einen Punktgewinn im Wankdorf aufkommen. Trotzdem wurde das schönste Stadion des Landes pflichtbewusst angesteuert, um tatsächlich von der eigenen Mannschaft (oder zumindest von 10 Spielern...) positiv überrascht zu werden: Aus einer gesicherten Defensive heraus erspielten sich die ebenbürtigen Aarauer mehrere Torchancen – ein Abseitstor von Antic wurde zu Recht aberkannt.



Auch auf den Rängen vermochten die Aarauer, welche beim Einlauf der Mannschaften (wie ihre Gegenüber) ein durchschnittliches Doppelhalter- und Fahnenintro präsentierten, die zahlreichen Ruhemomente der heimischen Kurve geschickt für ihre Gesänge zu nutzen. Bei garstigen Bedingungen erhielten die (regengeschützten) Zuschauer eine unterhaltsame - aus Aarauer Sicht vielmehr eine tragische – Hälfte Zwei vorgesetzt: Zweimal profitierte Gästestürmer Bieli von einem Totalausfall der gegnerischen Abwehr, konnte (erstmals in seinem Leben!) das runde Leder fehlerfrei annehmen und schoss jeweils kläglich daneben...



Bereits mehrmals waren die fehlerhaften Berner einem erstmaligen Führungstreffer nahe gestanden, als der eingewechselte Hochstrasse in der Mitte der zweiten Halbzeit mit einer sehenswerten Direktabnahme ins Tor traf. Nun liess sich auch in den Berner Fanaktivitäten eine klare Steigerung erkennen – und das traditionelle Einläuten der (abschliessenden) YB-Viertelstunde brachte das (optische) Potential der Kurve erstmals ans Tageslicht. In den Aarauer Reihen schien sich niemand mehr vom Schock erholen zu können – die beiden übrigen Tore in den Schlussminuten durften jeweils Gastgebern zugeschrieben werden.

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Sonntag, 12. November 2006

FC Winterthur 1 FC Aarau 2

Swisscom-Cup (1/8-Finale)
Stadion Schützenwiese, Winterthur
Attendance: 4000 (300)


Inzwischen verhinderte der ausgedehnte Bahnhofsbrand eine geregelte Fortsetzung des sonntäglichen Ausfluges - mit Hilfe der grossartigen Erfindung "Bahnersatzverkehr" konnte die Winterthurer Schützenwiese aber doch noch rechtzeitig zum Intro der beiden Fangruppen betreten werden: Beide Blöcke präsentierten jeweils ca. ein Dutzend Doppehalter und Fahnen, wobei bei der heimischen "Bierkurve" auch die hübsche Zaunfahne "Winterthur" sofort ins Auge stach. Nach einem nervösen Beginn erspielten sich die oberklassigen Gäste zwar die eindeutige Feldhoheit, betrieben im Abschluss allerdings kaum Werbung in eigener Sache...



Unter dem bekannten Motto "Pleiten, Pech und Pannen" erzielte der Aarauer Schlussmann Colomba den glückhaften Führungstreffer der Gastgeber gleich selbst: Ein Befreiungsschlag prallte vom herangeeilten Gegenspieler ins eigene Tor! Die Stimmung möchte dieses Kuriosum auch nicht beeinflussen - mal abgesehen davon, dass sich die Aarauer Supportbemühungen nun auch den enttäuschend (tiefen) Winterthurer Regionen näherten. Zu Beginn der zweiten Hälfte hantierten die Heimfans mit vereinzelten Bengalen (und Rauch?), während die Aarauer ihre Aktion aus der ersten Hälfte (halbwegs gelungen) zu kopieren versuchten.



Die unerklärliche Passivität der Gastgeber ermöglichte es dem "kleinen Goliath" (vgl. Matchprogramm) einen dauerhaften Sturmlauf auf den Winterthurer Kasten zu lancieren - trotz inexistenter Angriffslinie erkämpften sich die Aarauer nach knapp 70 Minuten den verdienten Ausgleich, erneut unter gütiger Mithilfe des Gegners. Im Gästeblock blitzte nun sogar eine Fackel auf und auch die Stimmung verbesserte sich bei herbstlicher Witterung wieder markant - erst recht, als Achiou mit einem schnellen Konter (und dem perfekten Abschluss) für die Entscheidung zugunsten der Gäste sorgen konnte. Der Traum geht weiter...

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Samstag, 4. November 2006

FC Aarau 1 FC Schaffhausen 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 3700 (250)


Im Anschluss an persönliche Sportaktivitäten sollte dem Trainerdebut von "unserem" Ruedi Zahner beigewohnt werden, wobei mit dem bescheidenen Kleinverein aus Schaffhausen zweifellos eine lösbare Aufgabe auf dem Brügglifeld gastierte - und mit ihr erstaunlich viele Anhänger, welche durch ein schönes Intro mit gelben Fähnchen und Doppelhaltern mit dem Clublogo überzeugen konnten; auf Aarauer Seite begnügte man sich mit einer kleinen Schalparade beim Einmarsch der Spieler.



Von der schwachen Darbietung auf dem Rasen liessen sich in der Folge auch die beiden ähnlich grossen Fanblöcke anstecken - gleichbedeutend mit einer unregelmässigen (akustischen) Aktivität; immerhin wiederholten die Schaffhausen mehrmals ihr sehenswertes Intro und die heimischen Supporter präsentierten beim Wiederanpfiff standardmässig ihre Fahnen und Doppelhalter. Auch der einzige Treffer an diesem bitterkalten Abend war bezeichnend: Eine missglückte Direktabnahme von Sermeter sorgte nach einer Stunde doch noch für ein (verdientes) Happy End für den Tabellenletzten.

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Dienstag, 31. Oktober 2006

FC Winznau 1 FC Aarau 6

Freundschaftsspiel
Sportplatz Grien, Winznau
Attendance: 180 (-)


Das letzte Aarauer Testspiel des laufenden Jahres - von Zynikern auch als "letzte Chance auf einen Sieg im Jahr 2006" bezeichnet - fand beim erfolglosen Zweitliga-Aufsteiger (nur zwei Punkte aus elf Spielen) aus dem solothurnischen Winznau statt. Diese Freundschaftsspiele folgen jeweils einem bestimmten Muster: In unregelmässigen Abständen kommt der wenig geforderte NLA-Club zu einem Torerfolg - heute sorgten Rogerio (2x) und Bengondo in einer niveauarmen Partie für eine 0:3-Pausenführung.



Zwischendurch wird die Szenerie auch immer wieder durch (aberkannte) Offside-Tore, Schüsse an die Torumrandung oder - wie im heutigen Fall - durch den Ehrentreffer der Gastgeber aufgelockert. Am Ende steht ein klares 1:6 und es darf die Frage gestellt werden, was das soll: Verzweifelte Kombinationsversuche auf einem holprigen Kartoffelacker, erhöhte Verletzungsgefahr durch übermotivierte Hobbykicker, hoffnungslos überforderte Gegenspieler...naja, aber endlich mal wieder gewonnen!

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Sonntag, 29. Oktober 2006

FC Aarau 0 FC Luzern 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5500 (1500)


Der (einzige) Tiefpunkt des gelungenen Wochenendes stand wieder einmal im direkten Zusammenhang mit dem ernüchternden Auftritt der Aarauer Kicker. Ein trister Bericht von einem Derby, das eigentlich gar keines war: In einem Punkt hatten die Einheimischen die Nase vorn - als Intro präsentierten die Fangruppen drei Blockfahnen mit den Buchstaben "FCA", umrahmt von zahlreichen Fähnchen in roter Farbe; da blieben die Anhänger der Gäste mit ihren Schwenkfahnen und Doppelhaltern eher blass.



Auch die bezahlten Fussballer blieben deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurück, wodurch sich vor der Pause auch kaum nennenswerte Torchancen notieren liessen. Auf den Rängen hatten die Innerschweizer, trotz durchschnittlichem Support, zweifellos die Oberhand gewonnen - sowohl quali- als auch quantitativ. Die Aarauer Fans konterten mit einer hübschen Pyroshow zu Beginn von Durchgang Zwei, verfielen in der Folge jedoch wieder dem allgemeinen Nichtstun, was wohl auch am überraschenden Führungstreffer der "Chatzestrecker" (begünstigt durch ein Kollektivversagen der heimischen Abwehr) gelegen haben dürfte.



Es war abzusehen: Neben dem (fehlenden) Siegeswillen gaben heute auch die zweifelhafte Nominierung von Bieli sowie die (zu) späten Auswechslungen berechtigterweise Anlass zur Kritik - ohne erkennbare Aufbäumungsversuche rannten die Gastgeber (gemütlich) in die achte Niederlage in Folge. Im Luzerner Block wurde derweil ausgiebig (und mit einem kleinen Bengaleneinsatz) gefeiert, während einige "böse" Aarauer sich lieber mit der Bedrohung von Luzerner Matchbesuchern am Bahnhof beschäftigten. Es passte halt alles zusammen - Abschiedstour NLA 2006/07...?

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Dienstag, 17. Oktober 2006

FC Brugg 0 FC Aarau 4

Freundschaftsspiel
Stadion Au (NP), Brugg
Attendance: 100 (-)


Die lange Rückfahrt, beginnend um 02.00 Uhr morgens in Kopenhagen und fünfzehn Stunden später an der deutsch-helvetischen Grenze endend, führte mich allerdings (noch) nicht nach Hause - zuerst durfte ein weiteres Aarauer Testspiel beehrt werden. Auch zu später Stunde waren die Sanierungsarbeiten im Stadion Au noch in vollem Gange, wodurch der heutige Kick gegen den heimischen Erstligisten auf dem unattraktiven Nebenplatz (mit einigen Holzbänken auf einer Längsseite) statttfinden musste.



Die einseitige Begegnung, vor der (wieder einmal) spärlichen Kulisse, war schnell entschieden: Zwei platzierte Distanzschüsse von Sermeter und ein Kopfballtreffer von Bengondo ermöglichten eine lockere 3:0-Führung - gespielt waren erst 30 Minuten. In der Folge tat sich - abgesehen von zahlreichen Ein- und Auswechslungen - nicht mehr viel; für den erfolgreichen Schlusspunkt sorgte schliesslich der eingewechselte Rogerio mit seinem Treffer in der Nachspielzeit.

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Samstag, 14. Oktober 2006

FC Aarau 0 FC Zürich 4

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5200 (1500)


Drei ehrgeizige Vorsätze sollten die kommenden (Fussballer-)Tage prägen: 1) mindestens zwei neue Länderpunkte machen 2) alle Spiele des eigenen Vereins besuchen und 3) dabei nicht Unmengen an Geld ausgeben. Der Masterplan zur Erfüllung aller Kriterien war nach ausschweifenden Überlegungen auch gefunden, doch vorerst wurden altbekannte Ziele angesteuert: Zum Gastspiel des amtierenden Meisters hatte sich das Brügglifeld speziell herausgeputzt, und auch der Gästeanhang hatte seinen Boykott fristgerecht für beendet erklärt, was ein nettes Intro mit unzähligen Fahnen und Doppelhaltern zur Folge hatte.



Auch die Aarauer Supporter zeigten sich mit einer (Adler-)Fähnchen-Choreo und dem passenden Spruchband ("Uf zom Höheflog!") äusserst kreativ. Auf dem Rasen nahmen die Ereignisse, auch wenn es ernüchternd klingen mag, ihren gewohten Lauf: Der heimische Tabellenletzte konnte, gemessen an den Spielanteilen, zwar erstaunlich gut mithalten, doch die Tore schossen einmal mehr nur die eiskalten Zürcher. Die Aarauer scheiterten derweil vor allem an sich selbst, wenig später (inzwischen war der Anzeigetafel ein 0:3 zu entnehmen) an der Torumrandung und abschliessend am verwirrten Schiedsrichter.



Die Stimmung war dementsprechend gedrückt - lautstarke Anfeuerungsrufe waren nur im proppenvollen Gästeblock auszumachen, während die wenigen Einheimischen ihre zaghaften Supportbemühungen bereits frühzeitig eingestellt hatten. Meiner Beziehung zum Verein droht eine frappierende Einseitigkeit: Gebe bedingungslose Liebe, erhalte...nichts (naja, immerhin wird noch gekämpft)! Die grosse Trauer musste jedoch vorerst vertagt werden, sollte doch gleich nach Spielschluss in den (hohen) Norden aufgebrochen werden.

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Dienstag, 10. Oktober 2006

FC Wangen b.O. 1 FC Aarau 3

Freundschaftsspiel
Sportplatz Chrüzmatt, Wangen b.O.
Attendance: 100 (-)


Oje, wer vermag sich eigentlich noch für diese sinnfreien Testspiele in der Provinz zu begeistern? Die meisten Menschen schienen tatsächlich eher eine ablehnende Haltung zu haben, was den intimen Rahmen beim Kick auf der Chrüzmatt (eine Stahlrohrtribüne mit drei grün gefärbten Sitzschalen) erklären könnte. Die wenigen (verwegenen) Anwesenden sahen als einzigen Höhepunkt in der ersten Hälfte den verdienten Aarauer Führungstreffer durch einen platzierten Rogerio-Schuss von der Strafraumgrenze.



Aus der selben Position konnten die Unterklassigen nach der Pause (auf Gästeseite wurde die komplette Mannschaft ausgewechselt, wodurch die defensive Stabilität ein wenig verloren ging) überraschend ausgleichen. Als überragender Akteur durfte zweifellos Tadevosyan bezeichnet werden, da der Armenier im weiteren Spielverlauf einen Strafstoss (verwandelt von Mesbah) herausholte und wenig später selbst zum 3:1-Endergebnis traf. Eine Notiz am Rande: Longo Schönenberger wurde nach 85 Minuten wegen Meckerns von der Trainerbank verwiesen...

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Dienstag, 3. Oktober 2006

FC Thun 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Lachen, Thun
Attendance: 4350 (150)


Erst 72 Stunden waren seit dem letzten Spielbesuch vergangen, doch in der Zwischenzeit mussten vier (!) Spielabsagen verkraftet werden; letztere nur wenige Stunden zuvor im südbadischen Städtchen Lörrach. Das persönliche Wohlbefinden bewegte sich folglich (analog zur lokalen Witterung) in unangenehmen Regionen, was sich auch in der Berner Agrarhochburg nicht (mehr) ändern sollte. Die Spiele in Thun, wo Aarau seit acht Partien sieglos ist, brachten noch selten erinnerungswürdige Geschichten hervor...



...aber heute hätten u.a. folgende Dinge ihre eigene Vermisstenanzeige verdient gehabt: Intro, Stimmung, Spielkultur und Torchancen, welche im zweiten Umgang vorerst nur von den Einheimischen konsequent genutzt wurden; und sogar beim einzigen Aarauer Treffer des Abends konnte der Torschütze in den Thuner Reihen ausgemacht werden. Der Tabellenletzte erweckte derweil, abgesehen vom Lattenkopfball vom eingewechselten Bengondo, nicht mehr den Eindruck, diese langweilige Begegnung nochmals drehen zu können!

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Samstag, 30. September 2006

FC Lausanne-Sport 0 FC Aarau 1 (after extra time)

Swisscom-Cup (2. Runde)
Stade Olympique de la Pontaise, Lausanne
Attendance: 2050 (200)




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Dienstag, 19. September 2006

FC Frick 1 FC Aarau 5

Freundschaftsspiel
Sportplatz Ebnet, Frick
Attendance: 600 (-)


Die Attraktivität von Frick hält sich für den normalen Durchschnittsbürger wahrlich in Grenzen, wodurch beim x-ten Besuch auch auf einen entsprechenden Nachweis in bildlicher Form verzichtet wird; aber wenn sich das lokale Aushängeschild und der übermächtige Lieblingsverein schon mal in freundschaftlicher Weise gegenüber stehen, darf dieser Leckerbissen unter keinen Umständen versäumt werden. Auf dem Rasen tat sich vorerst wenig Erfreuliches: Zuerst schoss der Lokalheld Voronkov seine (gelb-blauen) Farben mittels Strafstoss in Front, wenig später verliess der hoffnungsvolle Sturmtank aus Armenien (Tadevosyan) mit erheblichen Rückenproblemen den Ort des Geschehens. Immerhin das Ergebnis war bis zum Pausenpfiff wieder gerade gerückt, was insbesondere der Verdienst des engagiert spielenden Fotheringhams war; auch der Nachwuchskicker Dussin und der wiedergenesene Bieli vermochten sich im weiteren Spielverlauf noch in Szene zu setzen...

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Sonntag, 17. September 2006

FC Aarau 4 FC St. Gallen 0

(awarded 0:3 due to ineligible player)

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 3800 (500)


Das bitterböse Erwachen aus einem surrealen Nachmittagstraum: Natürlich zeigte sich das Wetter von seiner unfreundlichsten Seite und auch die bisherigen Saisonleistungen bewegten sich (gewohnt) auf einem diskreten Level, doch die wenigen Highlights - wie an diesem 17. September - entschädigen jeweils für das monate- und jahrelange Leiden im Abstiegssumpf der höchsten Schweizer Spielklasse. Die entfesselten Aarauer spielten die harmlosen Gäste aus der Ostschweiz phasenweise an die Wand, wobei die "algerische Perle" (aka "fleissiges Bienchen") fast im Alleingang für eine komfortable 2:0-Pausenführung sorgte.



In der 47. Minute musste der heimische Keeper Colomba, als Folge eines Zusammenpralls (mit Platzverweisfolge) aus der ersten Halbzeit, verletzt ausgewechselt werden, was einem unbekannten Jüngling namens Astrit Rrustemaj (unser Torhüter Nummer Sechs) zu seinem NLA-Debüt verhalf. Naja, ist ja nicht so wichtig... die Aarauer kamen schliesslich trotz abwartender Spielweise (durch weitere Tore von Antic und Burki) zu einem überlegenen 4:0-Erfolg gegen St. Gallen. Oder doch nicht? Knapp 36 Stunden später wurde nämlich bekannt, dass ein gewisser Astrit Rrustemaj gar keine gültige Spielberechtigung besitzt...

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Samstag, 9. September 2006

GC Zürich 3 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 4000 (300)


Es ist doch immer das gleiche Ritual: Eine Viertelstunde vor Kickoff bleibt bei einem Blick durch das charakteristische Hardturmstadion vor allem eine Frage unbeantwortet: Wo sind die anderen Zuschauer? Schlussendlich entfliehen die Zuschauerzahlen jeweils immer von Geisterhand in ungeahnten Höhen, auch wenn dies bei den Heimauftritten der Grasshoppers nicht mehr wirklich ernst genommen werden kann. Der anhaltende Streik der heimischen Supporter (mit einem leeren Fanblock auch optisch beeindruckend dargestellt) trug sein Übriges zur allgemeinen Tristesse bei.



Immerhin waren einige Gästefans anwesend, auch wenn die Anzahl aufgrund der kurzen Anreise eher enttäuschend war, die sich (zu Beginn) mit dem üblichen Standard-Intro (Fahnen und Doppelhalter) in Szene setzen konnten. Auf dem Spielfeld dominierten derweil mehrheitlich die Gastgeber mit der logischen Konsequenz, dass der Zürcher Nobelclub (durch einen Doppelschlag) bereits gegen Ende der ersten Hälfte völlig verdient mit 2:0 in Frong lag. Die heimische Fanszene stiess gleichzeitig versöhnliche Töne (gegenüber ihrer Vereinsführung an): "GC-Fans bruched GC" und "GC brucht GC-Fans"



Leicht verwirrt meldeten sich die heimischen Kicker nach der Pause zurück, überliessen sie den chancenlosen Aarauern doch plötzlich kampflos einen grossen Teil der Spielgestaltung, woraus auch der verdiente Anschlusstreffer durch den schnellen Rogerio resultierte. Ein möglicher Ausgleich lag zwar in der Folge mehrmals in der Luft, doch schlussendlich waren es erneut die Zürcher, welche in den Schlussminuten für die endgültige Entscheidung in Form des dritten Treffers sorgten, was die enttäuschende Atmospähre auch nicht mehr wirklich auffrischen konnte.

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Dienstag, 5. September 2006

SC Schöftland 0 FC Aarau 3

Freundschaftsspiel
Sportplatz Rütimatten, Schöftland
Attendance: 400 (-)


Auch im abgelegenen Suhrental durften die Aarauer im Rahmen ihrer Testspielserie in der näheren Umgebung ihr Können unter Beweis stellen, wobei sich vor allem die beiden Neuverpflichtungen erstmals zu präsentieren hatten. Beurteilung: Brabec vermochte mit lautstarken Anweisungen, einem guten Stellungsspiel und exakten Pässen zu überzeugen, während Achiou eher durch erfolglose Dribblings auffiel, aber auch mehrmals (wenn auch glücklos) in den Abschluss ging.



Die wenigen Anwesenden auf dem Sportplatz Rütimatten (eine Stufe auf einer Längsseite) bekamen nur magere Fussballkost geboten: Die oberklassigen Gäste hatten die Begegnung mühelos unter Kontrolle, sorgten mit einem Doppelschlag bereits in der Mitte der ersten Hälfte für die Vorentscheidung und beschränkte sich fortan auf das Nötigste - sogar der dritte Aarauer Treffer war ein "Verdienst" des gegnerischen Schlussmannes.

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Freitag, 1. September 2006

FC Winterthur 1 FC Aarau 1

Freundschaftsspiel
Stadion Schützenwiese, Winterthur
Attendance: 200 (-)


Aus Testspielzwecken, in der aktuellen Länderspielpause wieder mal inflationär auftretend, durfte am Freitag Abend Winterthur beehrt werden: Raus aus dem Bahnhof, vorbei an der prächtigen Neuwiesenkirche und in unmittelbarer Umgebung zum hässlichsten Hochhaus des Landes durfte auch schon die altehrwürdige Schützenwiese betreten werden, wo sich heute erstaunlicherweise auch drei Dutzend aktive Bierkurve-Supporter, welche während dem Spiel akustisch des Öfteren auf sich aufmerksam machten, versammelten.



Die unterklassigen Gastgeber dominierten ihren Kontrahenten in der ersten Halbzeit fast nach Belieben, was in einer verdienten Pausenführung mündete, als sich Menezes vom blitzschnellen Mikari in amateurhafter Weise vernaschen liess. Die beiden Aarauer Neuverpflichtungen Achiou und Brabec vermochten (noch) keine Akzente zu setzen, doch immerhin konnten zwei Altbekannte mit einem leichten Formanstieg aufhorchen - Rogerio traf auf Zuspiel von Burki zum (freundschaftlichen) Endergebnis von 1:1.

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Sonntag, 27. August 2006

SC Cham 1 FC Aarau 3

Swisscom-Cup (1. Runde)
Sportplatz Eizmoos, Cham
Attendance: 1800 (200)


Das Highlight des Tages sollte mich (zum zweiten Mal!) in ein zugerisches Städtchen namens Cham führen. Der durchdachte Schachzug, bereits in der angrenzenden Gemeinde Steinhausen auszusteigen, bescherte mir intensive Einblicke in die heimische Flora und Fauna, um wenig später (auf einem Waldweg) den örtlichen Sportplatz Eizmoos zu erreichen. Zu Spielbeginn zogen die aktiven Aarauer Supporter an der Eckfahne ihre Blicke auf sich, als einige Fackeln und eine grössere Menge Rauch gezündet wurden - eine Prozedur mit Wiederholungscharakter in den kommenden 90 Spielminuten...



Auf dem aufgeweichten Rasen waren es die kämpferischen Gastgeber, welche ein Startfeuerwerk abliessen und folglich (mit ihrer einzigen Torchance im gesamten Spiel!) bereits nach dreizehn Minuten durch den ehemaligen Profikicker Jurendic in Führung gingen; unter gütiger Mithilfe der Chamer Abwehr konnte Antic wenig später für den vermeintlichen Favoriten per Kopf ausgleichen. Die lautstarken Schlachtrufe der Gästefans waren zwar keinesfalls durchgängig zu hören, aber eine erneute Pyroshow nach dem Seitenwechsel (fast schon Tradition im Pokal...) gespickt mit kleinen Raketen konnte grösstenteils entschädigen.



In der zweiten Halbzeit schienen die Aarauer Akteure alles unter Kontrolle zu haben, nur der erlösende Führungstreffer liess lange auf sich warten: Erst zwanzig Minuten vor dem Ende konnte wiederum U21-Nationalspieler Antic, dem zuvor die Anerkennung von zwei (regulären?) Treffern verwehrt blieb, nach einem Eckball von rechts einköpfen. Die endgültige Entscheidung fiel durch einen Elfmetertreffer (nach Foul an Rogerio) von Mesbah, was vom Gästeanhang entsprechend gefeiert wurde. Die engagierten, aber harmlosen Einheimischen vermochten in der Folge erwartungsgemäss nicht mehr zu reagieren...die erste Hürde wurde erfolgreich genommen!

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Sonntag, 20. August 2006

FC Aarau 0 BSC Young Boys 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4'800 (800)


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Samstag, 12. August 2006

FC Schaffhausen 0 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Breite, Schaffhausen
Attendance: 2230 (200)


Schaffhausen am R(h)einfall - eine Hochburg der gehobenen Fussballkunst? Die zahlreichen (ernüchternden) Besuche im Stadion Breite haben in der Vergangenheit gegenteiliges bewiesen (Hinweis: Die Gastgeber sind nun seit exakt 364 Tagen ohne Heimsieg!) und auch heute nahmen die grauenhaften Dinge ihren Lauf: Der Zuschaueraufmarsch bewegte sich auf einem bedenklichen Niveau, eine stimmungsvolle Atmospähre war ebenfalls nahezu inexistent und die Spieler passten sich diesem Trauerspiel nahtlos an.



Eher überraschend konnten sich die Gäste - seit sechzehn Auswärtsspielen ohne Vollerfolg - in der Mitte der ersten Hälfte infolge eines konsequent (und schnell) vorgetragenen Angriffs das glückliche 0:1 durch Carreño gutschreiben lassen. Schaffhausen offenbarte nun eine eklatante Hilflosigkeit, welche (trotz Rückstand) in einem dauerhaften Ballzuschieben gipfelte, worauf die heimische Fankurve mit den Worten "Seebi raus!" schon mal prophylaktisch die Entlassung des Trainers forderte (passend auch das Spruchband "364 Tage, Basta!!")...



Immerhin vermochten sich die beiden Fangruppen zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem farbenfrohen Intro (in Form von Fahnen und Doppenhaltern) in Szene zu setzen, auch wenn regelmässiger Akustiksupport scheinbar ein Fremdwort geworden ist. Die Aarauer Kicker liefen - wenn nicht selbst verursacht - auch nach dem Pausentee kaum mehr Gefahr diese drei wichtigen Punkte zu verlieren. Ärgerlich war allenfalls noch die inkonsequente Kontertaktik der Rüebliländer: Es seien hierbei der zweikampfschwache Bengondo und der fallsüchtige Rogerio genannt...

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Dienstag, 8. August 2006

FC Mellingen 0 FC Aarau 9

Freundschaftsspiel
Sportplatz Kleine Kreuzzelg, Mellingen
Attendance: 150 (-)


Ein sechsmaliges Vergnügen der fragwürdigen Art wird der Aarauer Allesfahrerfraktion die kommenden Dienstagabende versüssen - eine zusammengewürfelte Truppe, bestehend aus Ersatzspielern des Fanionteams, zahlreichen Nachwuchskräften und potentiellen Neuverpflichtungen, wird nämlich durch die regionale Provinz tingeln, um überforderte Amateurteams mit Kanterniederlagen nach Hause zu schicken. Das erste Opfer bildeten die Hobbykicker aus Mellingen, welche sich ihre "Lektion" durch eine hohe Niederlage im Rahmen eines Tippspiels der Lokalzeitung "verdient" hatten.



Erklärendes Zitat von der offiziellen Aarauer Website: Als FCA-Trainer Longo Schönenberger im AZ-Toto verlor, versprach er demjenigen Verein ein Testspiel, der in jener Runde die höchste Niederlage verkraften müsse.
Anfängliche Abstimmungsschwierigkeiten auf Aarauer Seiten liessen den Spielstand bis zum Pausenpfiff "nur" auf ein überschaubares 0:3 aus heimischer Sicht anwachsen, doch als die Kräfte bei Mellingen langsam nachliessen, schlugen die Profis eiskalt zu (u.a. traf Bengondo innert zehn Minuten viermal). Die Leistungen der Testspieler (unten ihnen auch Nenad Savic) bewegten sich auf einem diskreten Level...

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Samstag, 5. August 2006

FC Luzern 2 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Allmend, Luzern
Attendance: 7200 (300)


Am 08. März 2003 erlebte dieses klassische Derby seine letzte Austragung auf der Luzerner Allmend (damals noch in der Auf-/Abstiegsrunde); und auch wenn in der laufenden Spielzeit erst drei Spieltage verstrichen waren, durfte auch heute bereits von einem Abstiegskampf gesprochen werden. Die anfänglichen Fanaktionen waren eines Derbys unwürdig: Im Luzerner Block wurden zwei mickrige Transparente ("Willkommen in der blau-weissen Hölle!") und einige Fahnen präsentiert; gleichzeitig fragten sich die Aarauer (in Gefängnismontur angereist) mittels riesigem Transparent, ob sie denn alle Schwerverbrechen seien. Gutes Timing sieht, NACH Abschaffung der Registrierung für Gästefans, meiner Meinung nach anders aus...



Auf dem Rasen wurde, wenn auch auf einem bescheidenen Niveau, weitaus grösseres Spektakel geboten: Die beiden Offensivreihen genossen viele Freiheiten, machten sich das Leben durch unzählige Abspielfehler jedoch selbst schwer. Eine schöne Kombination über die bärenstarken Mesbah und Sermeter brachte den Gästen nach einer halben Stunde den verdienten Führungstreffer, der durch eine Dummheit im eigenen Strafraum gleich wieder relativiert wurde - "Rückkehrer" Cantaluppi konnte vom Elfmeterpunkt postwendend ausgleichen.



Die Stimmung blieb derweil bedenklich: Die Einheimischen vermochten sich nur selten geschlossen in Szene zu setzen und aus dem Aarauer Sektor war gar nichts zu hören (immerhin sorgten zahlreiche Doppelhalter und ein wenig weisser Rauch für ein nettes Aarauer Intro in der zweiten Hälfte). Auch im fussballerischen Bereich schienen die Aargauer ihre Bemühungen nun fast vollständig eingestellt zu haben. Folgerichtig durften die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber kurz vor Ende den (keineswegs unverdienten) 2:1-Siegestreffer durch Paquito bejubeln - ohne spielerische Linie ist schliesslich auch bei den punktelosen Innerschweizern nichts zu holen...

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Samstag, 22. Juli 2006

FC Zürich 3 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 6400 (150)


Die erste Auswärtsfahrt der neuen Saison führte in den Zürcher Hardturm, wo ein ungewohnter Gegner wartete: Der Schweizer Meister darf seine Spiele in den kommenden Monaten im verhassten Stadion des Erzfeindes austragen, was die Fans mit "mit dä Stimm im Hardturm, mit em Herz im Letzi" kommentieren. Der Vedacht, dass die Stadtzürcher auch die Stimme "zu Hause" gelassen hatten, war jedoch nicht auszuräumen; auch im optischen Bereich war auch nichts zu erkennen und bei den Gästen wurde sowieso (wenn auch nicht geschlossen) gegen den Fanpass demonstriert.



Auf der Grünfläche, auch Spielfeld genannt, sorgte Keita aus abseitsverdächtiger Position bereits früh für klare Verhältnisse (Anmerkung: Nein, es war definitiv kein Offside!). Die ersatzgeschwächten Aarauer spielten in der Folge zwar gefällig mit, doch wer sich bietende Torhancen nicht verwerten kann, wird bitter bestraft, was wiederum Keita mit seinem zweiten Treffer (nach einem haarsträubenden Pass von Burki) zum "psychologisch perfekten Zeitpunkt" kurz vor dem Seitenwechsel eindrücklich unterstrich.



Die zweite Halbzeit wurde zum gemütlichen Schaulaufen für die technisch versierten Gastgeber - erst recht als der Aarauer Bilibani nach einer Stunde Spielzeit mit der gelb-roten Karte vom Feld verwiesen wurde. Die Partie war gelaufen, wodurch drei 17-jährige Nachwuchskicker auf Gästeseite auch noch zu ihren ersten Einsätzen in der höchsten Spielklasse kamen. Einen dritten Zürcher Treffer, durch den wendigen Raf(f)ael, konnte diese Massnahme hingegen auch nicht verhindern. Die Stimmung auf den Rängen war durchwegs durchschnittlich, aber das ist im Hardturm nicht als grosse Überraschung zu werten...



Ein leerer Gästeblock zwecks Boykott der Registrierungspflicht für Gästefans...

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Mittwoch, 19. Juli 2006

FC Aarau 1 FC Thun 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4400 (150)


Saisonstart in der Schweiz. Und Spiel Eins nach Inkrafttreten der neuen Sicherheitsverordnung für Gästefans (Ausweispflicht, etc.). Die Thuner protestierten auf ihre Weise: "Hooligan-Apero" vor dem Stadion in der ersten Hälfte, akustische Unterstützung im Gästeblock nach dem Seitenwechsel - begleitet von zwei Transparenten ("Thun-Fans = Faire Fans! Danke SFL, fair sein bringt...? Nichts!" und "13.5.06 sollen wir jetzt schuld sein?"). Die Aarauer Fans offenbarten derweil lieber ihre Freude über die lange Zugehörigkeit des Vereins in der obersten Spielklasse ("25 Johr NLA, de 12ti Maa isch stolz uf da").



Im Gegensatz zu ihren wenigen Anhängern waren die Thuner Spieler von Beginn weg aktiv, was zum vorhersehbaren Führungstreffer durch einen tückischen Aufsetzer von Dosek führte; im direkten Gegenzug konnte Antic die Torgleichheit mit einer schönen Einzelleistung wieder herstellen. Die sehenswerten Aktionen nach dem Pausentee waren mehrheitlich den engagierten Gastgebern zuzuschreiben, was den (Stimmung-)Funken endlich auch auf das Publikum überspringen liess. Im Abschluss liessen es jedoch beide Equipen an der nötigen Kaltblütigkeit vermissen, um das leistungsgerechte Remis noch zu verhindern.

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Samstag, 15. Juli 2006

Karlsruher SC 2 FC Aarau 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Eggenstein, Eggenstein
Attendance: 1200 (20)


Zum Abschluss der fünfwöchigen Vorbereitungsphase wurde die badische Gemeinde Eggenstein(-Leopoldshafen), nördlich von Karlsruhe, angesteuert, deren Sportplatz immerhin über zwei Stufen auf den beiden Längsseiten (und einen überdachten Bereich vor dem Clublokal) verfügt. Im inoffiziellen Revanchespiel für die UI-Cup-Niederlage im Jahre 1995 (1:2 n.V.) durften die aufsässigen Aarauer (und die mitgereisten Anhänger) bereits in der vierten Minute jubeln, als Mesbah einen Strafstoss (nach Foul an Antic) verwandeln konnte.



Der schnelle Ausgleich blieb der alleinige Höhepunkt eines erschreckend schwachen Bundesligisten in der ersten Hälfte - logische Folge war der erneute Führungstreffer der ansprechenden Schweizer durch einen Distanzschuss von Burki. Notiz am Rande: Gästetrainer "Longo" Schönenberger hätte den Linienrichter nach einer Meinungsverschiedenheit beinahe mit einer Kopfnuss niedergestreckt. In der zweiten Hälfte liefen auf heimischer Seite zahlreiche frische Akteure auf, welche sich für die grösste Karlsruher Druckphase verantwortlich zeigten, an deren Ende ein verdienter Ausgleich stand.



In der Folge fiel das Spieltempo merklich zusammen: Auf Aarauer Seite wurden, neben den beiden ansprechenden Testspielern Ralph Keidel (früher: Duisburg, Oberhausen und Ahlen) und Jean Paulo De Franca (aus Brasilien), zahlreiche Nachwuchsspieler eingesetzt, was die offensive Durchschlagskraft verschwinden liess und auch die Bundesligakicker schienen nicht mehr mit aller Konsequenz den entscheidenden Torerfolg zu suchen. Einige Aufregung verursachte noch eine gelb-rote Karte gegen den kampfstarken Linksaussen Mesbah, deren Ursache wohl im übermotivierten Verhalten aller Beteiligten zu suchen ist.

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Samstag, 8. Juli 2006

FC Aarau 2 CS Louhans-Cuiseaux 0

Freundschaftsspiel
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 500 (-)


In einem kurzfristig angesetzten Testkick gastierte der französische Drittdivisionär CS Louhans-Cuiseaux zum internationalen Vergleich auf dem Brügglifeld. Die Aarauer hatten die Partie mühelos unter Kontrolle, doch gefährliche Torchancen liessen auf sich warten: In der Mitte der ersten Hälfte wurde ein Christ-Kopfball im letzten Moment auf der Linie abgewehrt, wenig später zwang der bulgarische Testspieler Mitev (Urteil: durchschnittlich) den gegnerischen Keeper mit seinem Distanzschuss zu einer Glanzparade.



Über eine Stunde war bereits verstrichen, als der aufgerückte Aussenverteidiger Schmid mit einem herrlichen Direktschuss in den Winkel (nach Vorarbeit von Menezes) zur verdienten Heimführung traf – nur zwei Minuten später erhöhte der (ebenfalls) eingewechselte Antic alleine vor dem Gästekeeper auf 2:0. In der Folge machten die frustrierten Franzosen nur noch durch ihr überhartes Einsteigen (und mehreren Verwarnungen) auf sich aufmerksam; kurz vor dem Abpfiff mussten auch die Aarauer nochmals einen Ball von der Linie kratzen.

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Samstag, 1. Juli 2006

FC Luzern 1 FC Aarau 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Schäracher, Triengen
Attendance: 350 (-)


Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum vom Fussballclub Triengen trafen sich die verfeindeten Clubs aus Luzern und Aarau zu einem freundschaftlichen Derby im mittelländlichen Niemandsland. Der Torhüter des Aufsteigers konnte sich zu Beginn nicht über mangelnde Arbeit beklagen, doch gegen den (Nach-)Schuss von Antic war auch die starke Zukunftshoffnung Zibung chancenlos. Und noch vor Ablauf einer halben Stunde zimmerte der starke Linksaussen Mesbah das runde Spielgerät per Direktabnahme erneut ins Luzerner Gehäuse.



Die Innerschweizer, alles andere als eiskalt im Abschluss, kamen vor dem Pausentee durch ein Penaltygeschenk (nach einem Missverständnis zwischen Colomba und Carreño) zum glücklichen Anschlusstreffer. In der zweiten Halbzeit bewegten sich zahlreiche neue (Luzerner) Gesichter auf dem Rasen, was den Spielfluss stark hemmte – zu erwähnen sind noch zwei Aluminiumtreffer: Zuerst scheiterte Tchouga mit seinem gefühlvollen Heber am rechten Torpfosten, wenig später hämmerte Carlos Alberto einen Aarauer Freistoss an die Latte.

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Mittwoch, 28. Juni 2006

FC Aarau 1 Concordia Basel 2

Freundschaftsspiel
Sportplatz Bechburg, Oensingen
Attendance: 250 (-)


Es war heute nicht das übliche, halbjährlich wiederkehrende Testspiel zwischen Aarau und Congeli – nein, es war das vollmundig angekündigte Trainerdebüt von Murat Yakin (wenn man die beiden bisherigen Testspiele grosszügig übersieht...). Auch die überraschende Anwesenheit der beiden Schweizer WM-Fahrer Hakan Yakin und Philipp Degen hatte sich schnell rumgesprochen, was bei der örtlichen Dorfjugend zu einer krankhaften Hyperaktivität führte. Auf dem Rasen durften die Basler schnell jubeln – eine Flanke von halbrechts köpfte Demiri in der zweiten Minute freistehend ins gegnerische Netz.



Eine perfekte Kopie des Führungstreffers brachte nach einer halben Stunde den schmeichelhaften Ausgleichstreffer für die Aarauer, welche ansonsten erschreckend harmlos agierten, durch die brasilianische Neuverpflichtung Carlos Alberto de Almeida junior. Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Basler den besseren Start, was in der 49. Minute zum erneuten Führungstreffer durch Sprunger führte. Eine Aarauer Reaktion (im bislang schwächsten Vorbereitungsspiel) liess vergeblich auf sich warten – beide Teams vermochten sich in der verbleibenden Spielzeit keine nennenswerten Torchancen mehr zu erarbeiten.

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Samstag, 24. Juni 2006

FC Aarau 2 FC Wohlen 1

Freundschaftsspiel
Sportplatz Schachen, Holderbank
Attendance: 250 (-)


Zum 25-jährigen Bestehen des örtlichen Fussballclubs gaben sich die beiden (momentan) besten Aargauer Vereine die Ehre auf dem kleinen Sportplatz in Holderbank, wobei sich der Zuschaueraufmarsch doch eher in enttäuschenden Bahnen bewegte. Die Freiämter erwischten den besseren Start und eröffneten das Skore folgerichtig bereits nach zwanzig Minuten im Anschluss an einen Eckball durch einen Kopfballtreffer des freistehenden Gastaldi. Die Aarauer Antwort liess nicht lange auf sich warten: Menezes sorgte mit seinem Flachschuss ins weite Eck nach einer halben Stunde für einen ausgeglichenen Spielstand.



Ein übermotivierter "Fussballgott Baning" - zuvor noch gefeierter Passgeber - brachte durch sein (wiederholt) unkontrolliertes Einsteigen einige Hektik in eine faire Begegnung; als sich die Gemüter wieder beruhigt hatten, traf der Aarauer Burki mit seinem Distanzschuss von der Strafraumgrenze nur den rechten Torpfosten. In der zweiten Hälfte waren die Kantonshauptstädter zwar spielbestimmend, doch die Entscheidung fiel erst eine Viertelstunde vor dem Ende, als Rogerio einen Handspenalty (hervorgerufen durch einen Menezes-Freistoss) verwandeln konnte. Die Freiämter liessen sich in den Schlussminuten noch einen Pfostenschuss sowie einen Offside-Treffer gutschreiben...

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Freitag, 23. Juni 2006

FC Aarau 4 FC Zürich 3

Freundschaftsspiel
Sportplatz Netzi, Eiken
Attendance: 1050 (-)


Im Rahmen der Sportplatzeröffnung "Netzi" (ohne Ausbau, aber mit einem grossen Naturhügel) gastierte der FC Aarau an diesem sommerlichen Freitag Abend in Eiken - als hochkarätiger Gegner konnte der amtierende Schweizer Meister aus Zürich engagiert werden. Die Akteure, vorwiegend Test- und Ersatzspieler, verwöhnten die Anwesenden erst nach Aufforderung des redesüchtigen Speakers mit sehenswerten Aktionen: Nach zwanzig Minuten brachte der kopfballstarke Verteidiger Carreno "seine" Aarauer per Kopfball in Führung - kurz vor dem Seitenwechsel vermochte Rafael für die Stadtzürcher auszugleichen.



In der Pause wurde man Opfer der lachhaften Sicherheitsauflagen: In gewissen Bereichen des Grounds war es nämlich nicht erlaubt, die ausgegebenen Biergläser auf sich zu tragen. Auf dem Rasen sorgte derweil die Aarauer Neuverpflichtung Rogerio für Aufsehen, als der Brasilianer innert fünf Minuten (nach seiner Einwechslung) für eine komfortable Führung sorgte. In den Schlussminuten konnten die Zürcher zwar durch einen Strafstoss nochmals verkürzen, doch Menezes stellte mit einem herrlichen Freistoss die alte Zwei-Tore-Führung wieder her. Der Aarauer Burki (heute in Diensten des Gegners) sorgte mit dem dritten Zürcher Treffer für den Schlusspunkt in einer torreichen Begegnung.

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Samstag, 17. Juni 2006

FC Wil 2 FC Aarau 4

Freundschaftsspiel
Sportplatz Breite, Tobel
Attendance: 500 (-)


Eine längere (Bahn-)Odyssee durch das Ostschweizer Hinterland endete im thurgauischen Dörfchen Tobel, wo sich (als Höhepunkt der 60-jährigen Jubiläumsfeier) die Teams aus Wil und Aarau zum freundschaftlichen Kick trafen. Eine Aarauer Mannschaft, gespickt mit sechs Testspielern und weiteren Ergänzungsspieler, lag gegen das motivierte Team aus der Challenge League bereits nach einer Viertelstunde im Hintertreffen, konnte jedoch kurz vor dem Pausentee (durch einen satten Flachschuss ins weite Eck) durch den kamerunischen Angreifer Porga entgegen dem Spielverlauf ausgleichen.



In der zweiten Hälfte, inzwischen standen auch einige Stammkräfte auf dem Feld, zeigten sich die Aargauer deutlich verbessert, was die erneute Wiler Führung per Kopf jedoch ebenfalls nicht verhindern konnte. Ein sehenswerter Energieanfall vom Franzosen Lafon konnte vom gegnerischen Abwehrspieler nur noch regelwidrig gestoppt werden - Burgmeier verwandelte den fälligen Strafstoss souverän. Ein zweiter Treffer von Porga (nach Vorarbeit von Antic) sowie ein eigenes Erfolgserlebnis für den ehemaligen Aarauer Junior besiegelten schlussendlich einen (zu) deutlichen Aarauer Erfolg, der aufgrund der Steigerung nach der Pause in Ordnung geht.

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Dienstag, 13. Juni 2006

Фк Арау 1 Фк Рубин Казань 2

FC Aarau 1 FK Rubin Kazan 2

Freundschaftsspiel
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 100 (-)


Ein alter Bekannter gastierte zum Auftakt der Aarauer Testspielsaison auf dem Brügglifeld - gegen den russischen Spitzenverein FK Rubin Kazan wurde bereits vor zwei Jahren in Oftringen gespielt (0:1). Die technisch versierten Russen glänzten mit einigen sehenswerten Kombinationen, aber im Abschluss fehlte die nötige Kaltblütigkeit. Diese war zwar auch bei den Gastgebern nicht auszumachen, doch die Gefährlichkeit der Angriffe war auch schon geringer als am heutigen (Hitze-)Tag, was auch der Verdienst des guten Testspielers Alexis Lafon (Auxerre II) war.



Der zweite Testspieler in den heimischen Reihen, der gross gewachsene Kameruner Christian Porga, sorgte kurz nach Wiederanpfiff per Kopf für die Aarauer Führung (und hinterliess einen physisch starken Eindruck). In der Folge kamen auch einige Nachwuchskicker (U19) zum Einsatz, wodurch das Aarauer Spiel (offensiv) doch merklich schwächer wurde. Das Spiel verlagerte sich mehrheitlich in die Aarauer Hälfte, was nach einer Stunde schliesslich zum verdienten Ausgleich für Kazan führte. Und wenige Minuten vor dem Ende erzielten die Russen sogar noch das absehbare Siegestor...

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Sonntag, 14. Mai 2006

GC Zürich 0 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Hardturm, Zürich
Attendance: 4600 (1200)


Dort war ich nämlich zwanzig Minuten vor dem Anpfiff angekommen und musste mich, aufgrund des grossen Zuschauerandrangs (zumindest im Gästesektor) mit einem Platz weit aussen begnügen. Die heimische Fankurve blieb derweil fast komplett verwaist, weil die aktiven Supporter ausserhalb des Stadions einen (gelungenen) Protest gegen die willkürlich ausgesprochenen Stadionverbote abhielten. Das Spiel gestaltete sich ziemlich ausgeglichen: Eine allfällige Aarauer Führung nach zwanzig Minuten durch Giallanza wurde vom Unparteiischen fälschlicherweise wegen einer Offsideposition aberkannt.



Ein grösseres Interesse erweckten hingegen die aktuelle Zwischenstände der Direktkonkurrenten, welche bereits Mitte der ersten Hälfte geschlossen in Rückstand lagen, wodurch die Aarauer dem Abstieg wieder einmal haarscharf entkamen. Auf dem Rasen hatten Longos Mannen weiterhin alles im Griff und im Gästeblock wurde die Stimmung (unterstützt durch ständiges Fahnenschwenken) immer ausgelassener. Zum Abschluss einer durchwachsenen Saison mit einem glücklichen Ausgang wurden die beteiligten Akteure mit einer Welle in die ungeliebte Sommerpause entlassen.

Das Bild stammt vom Aarauer Fanportal arowa.ch

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Samstag, 6. Mai 2006

FC Aarau 1 FC St. Gallen 0

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5000 (400)


Die anbrechende Sommersaison im Tennissport lässt meine fussballerischen Planungen kurzfristig ins zweite Glied zurückrücken, was auch einfallsreiche Notfallpläne erfordert. Das letzte (?) Aarauer Heimspiel in der Axpo Super League wurde meinerseits bereits abgeschrieben, doch unerwartete Regenfälle im Berner Umland liessen meine Tennisaktivitäten überraschend ruhen, wodurch ich mich am Samstag Abend doch noch vor den Toren des Brügglifelds widerfand. Der erfreuliche Zuschauerandrang liess mich jedoch die (beiderseits) sehenswerten Intros verpassen: Die Gäste aus St. Gallen präsentieren zahlreiche Doppelhalter, die zügig von aufkommenden Rauchschwaden in den grün-weissen Clubfarben überdeckt wurden.



Auf heimischer Seite wurden beim Einmarsch der Spieler rote und weisse Zettel hochgehalten, welche jeweils von einer schwarzen Blockfahne flankiert wurden; mit fünf Doppelhaltern wurde zudem der Schriftzug "Aarau" gebildet. Im "alternativen" Fanblock (beim Totomat) wurde mit einigen Papptafeln das (inoffizielle) Aarauer Vereinsmotto ("Unabsteigbar!") dargestellt; hinzu kamen viele Luftballons in den Clubfarben. Die Aarauer durften sich auch die erste Torchance zuschreiben, als Neri nach 59 Sekunden nur den rechten Torpfosten traf - in der Folge waren es jedoch die Gastgeber, welche die Unterstützung Fortunas mehrmals beanspruchen mussten.



Die Erlösung folgte nach 33 Minuten, als der St. Galler Kepper einen akrobatischen Abschlussversuch von "Bobo" nur ungenügend klären konnte - und Giallanza das runde Leder schlussendlich über die Linie köpfte. In der Folge kamen insbesondere die Freunde einer kämpferischen Spielweise auf ihre Kosten (und herausgespielte Torchancen hatten einen gewissen Seltenheitswert); auf den Rängen wurde die Stimmung derweil immer besser - unglaublich, wie lautstark die Aarauer Schlachtrufe in den Schlussminuten (endlich mal wieder) durch das heimische Brügglifeld hallten. Die engagierten Gästefans waren nun auch kaum mehr zu vernehmen - und der Aarauer Ligaerhalt rückt wieder näher...

Die Bilder stammen vom Aarauer Fanportal arowa.ch

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Mittwoch, 3. Mai 2006

FC Aarau 1 FC Schaffhausen 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 4400 (200)


Als Aarauer Supporter konnte man sich in den letzten Wochen kaum über fehlende Unterhaltung beschweren: Unzählige (Gegen-)Tore auf dem Platz, ständige Querelen und unverständliche Entscheide in der Chefetage, ein plötzlicher Rücktritt eines hilflosen Trainers und wenige Minuten später ein neuer Übungsleiter mit einer Vergangenheit in der Champions League. Immerhin kein blutiger Anfänger mit permanenter Erfolglosigkeit, was trotz aussichtsloser Situation eine gewisse Hoffnung ins Brügglifeld zurückkehren liess (und sich in einer ansprechenden Zuschauerzahl wiederspiegelte). Berechtigt? Vorerst nicht, da die Gastgeber ihre Nervosität zu Beginn dieses kapitalen Spiels nicht ablegen konnten und auf ein (gewohnt) defensives, aber keineswegs ungefährliches Schaffhausen trafen.



Die kampfwilligen Aarauer kamen völlig verwandelt aus der Kabine und dominierten ihren direkten Kontrahenten im Abstiegskampf nun fast nach Belieben (auch wenn gefährliche Abschlussmöglichkeiten weiterhin Mangelware waren), was die gute Stimmung in ungeahnte Höhen trieb und die akustischen Bemühungen der Gästefans vom Rheinfall, in erfreulicher Anzahl zugegen, ungehört verhallen liess. Beim verdienten Aarauer Führungstreffer durch Baning (auf Flanke von Ehret) schien das Brügglifeld förmlich zu explodieren, um wenige Minuten später durch den Merenda-Ausgleich wieder auf den Boden der Realität geholt zu werden. Und weil Schaffhausen wenig später sogar noch einen Ball an die Torumrandung setzte, musste man schlussendlich mit einem Punkt zufrieden sein. Der Abstiegskrimi geht weiter...

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Sonntag, 30. April 2006

Neuchâtel Xamax 2 FC Aarau 0

Axpo Super League
Centre Sportif de la Charrière, La Chaux-de-Fonds
Attendance: 3250 (250)


In La Chaux-de-Fonds, ebenfalls eine ehemalige Hochburg der Uhrenindustrie, wurde direkt Kurs auf das schmucke Stadion der traditionellen Art genommen - der Weg war schliesslich noch von früheren Besuchen bekannt (und die Stadt ansonsten nicht besonders ansehnlich...). Die heimischen Supporter konnten mit einem netten Intro überzeugen, welches sich aus einer Blockfahne (mit Vereinsemblem), zahlreichen Fahnen in den Clubfarben sowie einem Spruchband ("11 ans à vos côtés - vos YT 95") zusammensetzte; auf der Gegenseite beschränkten sich die Gäste aus Aarau auf die übliche Fahnenschwenkerei und Doppelhalterpräsentation.



Zur allgemeinen Überraschung konnten sich die Aarauer in den Startminuten tatsächlich einige vielversprechende Torchancen erarbeiten - doch im Abschluss zeigten sich die Gäste gewohnt harmlos. Und auch die Unsicherheiten in der eigenen Abwehr schienen noch nicht vollständig behoben zu sein, woraus auch der glückliche Führungstreffer für Xamax resultierte. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff traff der Aarauer Burgmeier, einer der wenigen Lichtblicke in einer charakterlosen Truppe, mit einem beherzten Weitschuss (leider) nur die Torumrandung. In der Halbzeitpause konnte eine Bestandesaufnahme der (zahlreich) anwesenden Prominenten vorgenommen werden: Samuel Schmid, Erich Vogel, Jürgen Seeberger, Bernard Challandes, Gérard Castella,...



Die beiden Fangruppen waren, zumindest vor dem Seitenwechsel, in einer ähnlichen Lautstärke fast durchgehend zu vernehmen, wobei die Gästefans mit einem kreativeren Support aufwarten konnten; erst als sich das Spielniveau in der zweiten Hälfte ins Bodenlose verabschiedete, verschwand auch die akustische Unterstützung zum grössten Teil aus dem Stadionumfeld. Die harmlosen Aarauer ergaben sich kampflos (!) ihrem Schicksal, das wohl "Abstieg" heissen dürfte und kassierten in der Nachspielzeit sogar noch einen (unbedeutenden) zweiten Gegertreffer. 25 Jahre NLA - und nun soll alles vorbei sein dank einem matchgeilen Vorstand und einigen bemitleidenswerten Fussballern, die sich "Profis" schimpfen? Niemals, wir sind UNABSTEIGBAR!

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Donnerstag, 20. April 2006

FC Zürich 6 FC Aarau 0

Axpo Super League
Stadion Letzigrund, Zürich
Attendance: 7700 (200)


Zum letzten Mal durfte ich mich heute im "alten" Letzigrund, welcher in den kommenden Monaten für die EM-Endrunde modernisiert wird, an dessen herausragender Architektur erfreuen. Eine Freude war der Abend jedoch nur für die Zürcher Sympathisanten: Auf der mittelalterlichen Anzeigetafel waren erst 81 Sekunden verstrichen, als es erstmals im Aarauer Gehäuse einschlug. Eine desolate Leistung der Gäste liess den Spielstand nach Ablauf einer halben Stunde auf 4:0 anschwellen, was die meisten Aarauer Fans protesthalber aus dem Gästeblock zum angrenzenden Bierstand wandern liess, wodurch auch der Support vorerst auf Eis gelegt wurde.



Die heimische Südkurve überzeugte ihrerseits mit einer ansehnlichen Choreographie bestehend aus leuchtend blauen Zetteln und dem grossen Schriftzug "FC Zürich"; zudem waren die Anfeuerungsrufe auch in der Folge lautstark und regelmässig zu vernehmen. Die Stadtzürcher hatten auch allen Grund dazu - auf dem Spielfeld waren die Gastgeber mit ihren pfeilschnellen Angreifern in allen Belangen überlegen und hätte sich der zukünftige Vizemeister im weiteren Verlauf der Begegnung nicht auf "Kräfte schonen" konzentriert, hätte die einseitige Partie durchaus auch im zweistelligen Bereich enden können...



Im Aarauer Sektor hielt derweil ein eigenwilliger Trotzsupport Einzug, deren herausragende Höhepunkte folgendermassen geschildert werden können (in chronologischer Reihenfolge): Polonaise durch den verwaisten Block, etliche Schmähgesänge der ironischen Art sowie eine abschliessende Arschparade. Die Aarauer Fussballer (sofern sie diese Bezeichnung überhaupt verdient hatten...) agierten hingegen weiterhin erschreckend hilflos und ermöglichten ihren Kontrahenten in der Schlussphase zwei weitere Treffer. Zum Glück neigte sich der Abend in der Folge schnell dem Ende zu. Goodbye Letzigrund.

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Mittwoch, 12. April 2006

FC Aarau 1 FC Basel 5

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5300 (1500)


Der amtierende (und kommende) Schweizer Meister gastierte wieder einmal mit seiner treuen Gefolgschaft im geliebten Brügglifeld. In beiden Fanblöcken war zu Beginn jeweils ein nettes Fahnenmeer (in unterschiedlicher Grösse) zu bestauen, wobei dieses bei den Gästen vom Rheinknie schnell im dichten Rauch der pyrotechnischen Artikel verschwand. Die Aarauer Spieler zeigten in der ersten Hälfte eine ansprechende Leistung, doch die Tore fielen mehrheitlich auf der "falschen" Seite, was beim zögerlichen Verhalten der heimischen Hintermannschaft (gepaart mit einer grenzenlosen Harmlosigkeit im offensiven Bereich) kaum zu überraschen vermochte. Immerhin konnte Bieli ein sehenswertes Durchspiel (unter gütiger Mithilfe unseres Nationalkeepers) zum Anschlusstreffer kurz vor dem Pausenpfiff nutzen. Auch auf den Stehrängen waren die Basler Stimmungsmacher sowohl zahlen- als auch lautstärkenmässig markant überlegen.



Zu Beginn der zweiten Halbzeit entzündete auch die heimische Ultrafraktion rund ein Dutzend Fackeln, während die Gästefans ihr Arsenal eher vereinzelt und in unregelmässigen Abständen verbrauchten. Auf dem Rasen war schnell eine endgültige Vorentscheidung gefallen: Zuerst konnte Chipperfield (sträflich alleine gelassen) mühelos einschiessen, wenig später traf Ergic mit einem herrlichen Weitschuss aus 35 Metern zum vierten Basler Treffer. Der unterlegene Captain Christ "verdiente" sich durch ein äusserst sinnfreies Notbremsefoul auch noch den ersten Aarauer Platzverweis der Saison. Und der "alte Mann" (Kawelashwili) bewies seine überragenden Jokerqualitäten beim abschliessenden 5:1 für die Gäste, nachdem zuvor ein Aarauer Treffer durch Giallanza fälschlicherweise aberkannt wurde. Der lautstarke Basler Dauersupport endete derweil erst bei der Abfahrt des Extrazuges um 22 Uhr...

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Sonntag, 9. April 2006

FC Yverdon-Sport 3 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stade Municipal, Yverdon
Attendance: 2150 (250)






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Donnerstag, 6. April 2006

FC Aarau 0 FC Thun 1

Axpo Super League
Stadion Brügglifeld, Aarau
Zuschauer: 3200 (200)


Etwas mehr als 72 Stunden nach dem letzten Aufeinandertreffen durften sich die kleinen Städte Aarau und Thun erneut auf höchster Ebene duellieren. Als Intro wurden beidseits einige Doppelhalter und Schwenkfahnen präsentiert; im akustischen Bereich besassen die Gäste aus dem Berner Oberland in der Folge eher den längeren Atem. Auf dem Spielfeld zeigten sich die heimischen Akteure zunächst leicht überlegen, um nach einer halben Stunde, durch einen fatalen Entscheid des emanzipierten Linienrichters, der ein (imaginäres) Handspiel im Strafraum erkannt haben wollte, den entscheidenden Genickbruch zu erleiden. 1:0 Thun!



In der Folge fühlte man sich an die "grossen" Thuner Europacupnächte erinnert: Die Gäste standen mit allen Spielern in den eigenen Strafraum, um ihre (bekannt) ultradefensive Mauertaktik aufzuziehen, welche im vergangenen Herbst sogar Arsenal und Ajax ins Stolpern (und manchen Fernsehzuschauer zum Einschlafen) brachte. Ergebnis: Die Aarauer, deren offensive Durchschlagskraft zuerst noch gefunden werden muss, konnten sich keine (!) nennenswerte Torchance erarbeiten und überliessen den Thunern (und ihren erbärmlichen Legionären mit ihrer feigen Spielweise) leichtfertig drei wichtige Punkte im Abstiegskampf.

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Sonntag, 2. April 2006

FC Thun 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
Stadion Lachen, Thun
Attendance: 4400 (300)


Aufgrund der frühen Ankunft in Thun wurde die verbleibende Zeit bis zum Highlight des heutigen Tages am idyllischen Seeufer vertrieben und das Lachen-Areal näher erkundet, wo zahlreiche Jugendspiele ausgetragen wurden. Der Hauptplatz wurde mit grosser Enttäuschung betrachtet: Im weiten Rund verläuft (mit mehreren Unterbrechungen) eine unregelmässige Anzahl an flachen Stehstufen; auf einer Längsseite befindet sich neben der Haupttribüne (mit roten Sitzschalen) seit einigen Wochen auch eine kleine Stahlrohrkonstruktion zur Kapazitätssteigerung. Die gegenüberliegende Seite beheimatet zudem eine mickrige Sitztribüne, welche von einem „Marathontor“ und einem kleinen VIP-Raum flankiert wird.



Das ansehendliche Aarauer Intro bestand aus zwei grossen Spruchbändern („Schwarz Wiis Rot“ – „Bes En Tod!“) in einem unsäglichen Aargauer Dialekt und einem grossen Fahnenmeer in den Clubfarben; auf heimischer Seite wurden immerhin einige Schwenkfahnen in unterschiedlicher Grösse präsentiert. Auf dem Rasen konnten sich die Einheimischen erste Chancen erarbeiten, um nach zwanzig Minuten – beim ersten gefährlichen Gästeangriff – trotz einem glasklaren Notbremsefoul erstaunlicherweise um einen Platzverweis seines Keepers herumzukommen, was endlich auch die Aarauer Spieler erwachen liess. Auf den Rängen waren die Gästeanhänger schon von Beginn weg die treibende Kraft – sowohl qualitativ als auch quantitativ...



Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte waren es die aufstrebenden Aarauer, welche mehrere hochkarätige Torchancen leichtfertig vergaben. Die eigenen Supporter entrollten derweil zwei Spruchbänder mit dem unmissverständlichen Inhalt „Vom Swissevent zum Bauerntreff“ und „Pro Samstag 19:30“. Erst wenige Minuten waren in der zweiten Halbzeit vergangen, als die Thuner mit ihrer einzigen (gelungenen) Kombination des gesamten Spiels zum Führungstreffer kamen, was im heimischen Block für einen leichten Dezibelanstieg sorgen konnte. Ansonsten war der Verdacht eines Stimmungsboykotts nicht von der Hand zu weisen – oder ist die akustische Unterstützung bei „unserem“ FC Thun alias allseits geliebter Champions League-Teilnehmer etwa immer so schwach...?!



Zurück zum Spielgeschehen: Die harmlosen Gastgeber erkannten ihre eigene Unfähigkeit im offensiven Bereich, wodurch sie sich auf „Resultat halten“ konzentrierten, was aufgrund eines ungenügenden Flügelspiels der Aarauer auch vortrefflich klappte. In der 80. Minute durfte sich schliesslich der Ex-Thuner Berisha auf das Spielfeld wagen, um fünf (!) Sekunden später per Kopf für den überfälligen Ausgleich zu sorgen. Die Stimmung im Gästeblock erlebte dadurch eine plötzliche Wiedergeburt, auch wenn sich eine leise Enttäuschung nicht vollständig verstecken liess – bei diesem limitierten Gegner wären auch drei Punkte drin gelegen. Aus persönlicher Sicht durfte der frühlingshafte Sonntag vollends als Erfolg gewertet werden – immerhin sind nun endlich alle aktuellen NLA-Grounds beehrt worden.

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Mittwoch, 22. März 2006

FC Basel 1 FC Aarau 1

Axpo Super League
St. Jakob Park, Basel
Attendance: 17232 (200)


Am 24. März 1996, vor knapp zehn Jahren, holten die Aarauer ihren letzten Auswärtspunkt in einem Stadion am Rheinknie – es folgte eine lange Serie mit 13 teils inferioren Niederlagen, deren Ende (aufgrund einer ultradefensiven Mannschaftsaufstellung) auch heute nicht abzusehen ist. Die Basler besitzen in der ersten Hälfte ein markantes Übergewicht, vergeben jedoch unzählige hochkarätige Torchance auf klägliche Weise. Auch auf den Rängen ist eine grosse Tristesse angesagt: Beide Fanblöcke beschränken sich (nach einem beidseitigen Fahnen-Intro bei Spielbeginn) auf vereinzelte Anfeuerungsrufe, was die allgemeine Friedhofsstimmung jedoch auch nicht verdrängen kann. In der zweiten Halbzeit zeigen sich auch die Rüebliländer erstmals in der Offensive: Christ auf Bieli! Schuss! Tor! 0:1! Diese ungekannte Effizienz treibt einem ja fast die Tränen in die Augen. ;-)



Die Gastgeber setzen folglich alles auf die Karte „Offensive“, was im verdienten Ausgleichstreffer durch den neuen Abwehrturm Majstorovic gemündet hätte, wenn der schwache Unparteiische nicht eine imaginäre Abseitsposition entdeckt hätte. Und weil dem amtierenden Schweizer Meister zuvor bereits ein strittiger Elfmeter verwehrt wurde, erreicht der „Hass-Faktor“ in der heimischen Muttenzer Kurve ungeahnte Höhen – endlich wird die eigene Equipe wieder (halbwegs) lautstark nach vorne getrieben. Immerhin kann der Altmeister Kavelashvili durch einen sehenswerten Fallrückzieher noch die imposante Heimserie von 54 ungeschlagenen Partien retten. Und so dürfen die „Bebbi“ doch noch einen gelungenen Abend bejubeln, weil sich durch die amateurhafte Leistung des (Un)parteiischen immerhin der blamable Auftritt der eigenen Mannschaft kaschieren lässt...

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Sonntag, 5. Februar 2006

FC Aarau 3 FC Zürich 4 (on penalties)

Swisscom-Cup (Viertelfinale)
Ground: Stadion Brügglifeld, Aarau
Attendance: 5600 (2000)


Eine grösstmögliche Zuversicht begleitet mich an diesem kalten Sonntagnachmittag ins geliebte Brügglifeld, wo der Tabellenletzte der Axpo Super League auf dem Weg in den Cupfinal auf den Titelverteidiger aus der Zürcher City trifft. Die Zahl der angereisten Gästefans kann sich sehen lassen – ebenso wie die Choreographien der beiden Fangruppen: Auf heimischer Seite wird eine grosse Blockfahne mit Lucky Luke als Aarauer und den festgenommenen Dalton-Brüdern, in den Vereinsfarben der bisherigen (und zukünftigen?) Opfer gekleidet, präsentiert. Die Zürcher zeigen ihrerseits unzählige Papptafeln mit der Aufschrift „FCZ“ resp. „1896“ sowie das passende Spruchband „s 110 – euses Jahr!“.



Auf der harten Untergrund entwickelt sich nur langsam ein würdiges Fussballspiel, welches mit fortlaufender Spieldauer leichte Vorteile für die Einheimischen offenbart – bis die Gäste aus dem Nichts durch einen zweifelhaften Strafstoss in Führung gehen, was einige Leuchtfackeln im Gästeblock aufleuchten lässt. Dies scheint die eigenen Verteidiger aus dem Konzept zu bringen: Die hoffnungsvolle Neuverpflichtung Albert „Bobo“ Baning aus Kamerun nutzt die Verwirrung und kann postwendend aus nächster Nähe ausgleichen. Die Atmosphäre bleibt dennoch unterkühlt: Immerhin können die Zürcher Anhänger gelegentlich mit ihrer Stimmgewalt aufhorchen – der heimische Fanblock bleibt hingegen weitestgehend ungehört.



In der Folge sinkt analog zur wärmenden Sonne auch das Niveau der Partie: Die beiden Sturmreihen lassen jegliche Durchschlagskraft vermissen, obwohl insbesondere die Zürcher Hintermannschaft nicht gerade den sichersten Eindruck macht. In der Schlussminuten der Verlängerung vergeben beide Equipen einen sicher geglaubten Matchball – das Elfmeterschiessen muss entscheiden: Der schwache Elfmeter von Giallanza bringt die Gastgeber schnell in Rücklage, doch als in der Folge auch bei zwei Zürchern die Nerven versagen, rückt der Halbfinaleinzug wieder näher – bis der Torwart des Stadtclubs zum grossen Helden avanciert und mit zwei weiteren Paraden einen glücklichen Zürcher Sieg festigt. Der letzte Aarauer Heimsieg im Pokal datiert folglich weiterhin aus dem Jahre 1996...

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Freitag, 20. Januar 2006

FC Wohlen 1 FC Aarau 1

Freundschaftsspiel
Stadion Niedermatten (NP), Wohlen
Attendance: 150


Der hochwertige Kunstrasenplatz des modernen Sportzentrums Niedermatten in Wohlen dient am Freitagabend als Austragungsort für ein innerkantonales Duell zwischen den beiden besten Aargauer Vereinen. Die Gastgeber sehen sich nach einem engagierten Beginn schnell in die Defensive gedrängt, doch die aufsässigen Aarauer können ihre markante Abschlussschwäche nicht verbergen.



Dennoch gehen die Kantonshauptstädter in dieser animierten Begegnung kurz nach dem Wechsel durch einen Carreño-Kopfball in Führung - der Ex-Aarauer Schultz erzielt gegen Ende der Partie mit einem herrlichen Weitschuss den verdienten Ausgleichstreffer. Vermisst wurde, neben Stimmung und Stadionausbau, auch der hoffnungsvolle Akteur Albert Baning aus Kamerun - es ist mal zu hoffen, dass beim kampfstarken Mittelfeldspieler nicht schon die Ausländerbehörde zugeschlagen hat.

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Mittwoch, 18. Januar 2006

Concordia Basel 0 FC Aarau 3

Freundschaftsspiel
St. Jakob Sportanlagen (KR), Basel
Attendance: 20


Alle Jahre wieder: Die beiden Vereine scheinen sich zu mögen - und als Austragungsort für dieses Testspiel wurde fast schon traditionellerweise der unspektakuläre Kunstrasenplatz auf dem Basler St. Jakob Areal gewählt. Knapp zwei Dutzend "Freiwillige" (und einige dubiose Gestalten) trotzen den andauernden Regenfällen und bekommen einen überlegenen Gast aus Aarau zu sehen, der nach einer halben Stunde durch Topscorer Giallanza verdient in Führung geht.



Nach zahlreichen Auswechslungen verflacht die Partie zu Beginn des zweiten Durchgangs - in einer Aarauer Schlussoffensive (getragen durch die eingewechselten Fejzulahi und Simo) erhöht der Super League-Verein unter gütiger Mithilfe des Gegners auf 3:0. Neben dem synthetischen Spielfeld lebt insbesondere mein Mitfahrer mit dem FC Sion-Stirnbind die einzelnen Spielzüge aussergewöhnlich leidenschaftlich mit... ;-)

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